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Regenbogenbaby – Schwanger werden nach Totgeburt

Nadine Scheiner
30 Dez 2021
10 Min.
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Wenn ihr schon einmal in einem Forum für Eltern wart, kann es sein, dass ihr über den Begriff Regenbogenbaby gestolpert seid. Falls ihr euch gefragt hat, was sich dahinter verbirgt, findet ihr im folgenden Text eine Antwort.

Was ist ein Regenbogenbaby?

Mit dem Begriff Regenbogenbabys sind Kinder gemeint, die nach einem frühen Verlust auf die Welt kommen. Das kann eine Totgeburt sein, aber auch nach einer Fehlgeburt oder einem plötzlichen Kindstod wird der Begriff Regenbogenkind oft benutzt. Er grenzt sich ab von dem Wort Sternenkind oder Sternkind, das für die verlorenen Kinder genutzt wird.

 

Warum wird aber ausgerechnet dieser Begriff genutzt? Ein Regenbogenkind ist die Hoffnung nach tiefer Trauer. Wie ein Regenbogen der nach einem Sturm am Himmel erscheint. Ein Regenbogenbaby ist ein Hoffnungsschimmer und der Begriff soll Mut machen.

 

Für einige Eltern symbolisiert ein Regenbogen auch die Verbindung zwischen Himmel und Erde. Der Begriff Regenbogenbaby steht für diese Paare dafür, dass eine kleine Seele in den Himmel gegangen ist, aber eine kleine Seele zu ihnen gekommen ist. Der Verlust und ein neues wundervolles Geschenk sind sich ganz nah.

 

Andere Eltern stehen dem Begriff nicht so positiv gegenüber. Manchmal wird der Tod umgangssprachlich damit beschrieben, dass jemand „über den Regenbogen geht“. Wer diese Assoziation im Kopf hat, wird eher nicht auf den Begriff Regenbogenbaby zurückgreifen.

 

Für manche Menschen steckt hinter dem Begriff des Regenbogenbabys auch ein anderer Gedanke. In diesem Fall gehen die Eltern davon aus, dass die Seele des Sternenkindes nur kurz zurückgeschickt wurde und später als Regenbogenbaby in einem gesunden Körper wiederkommt. Beide Interpretationen können tröstlich sein.

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Welche Gründe gibt es für eine Fehl- oder Totgeburt?

Es gibt viele Gründe, die eine Fehl- oder Totgeburt verursachen können. In vielen Fällen kommt es schon in der Frühschwangerschaft zu Problemen und die Fehlgeburt wird als normale Regelblutung erlebt. In diesem Fall gab es oft ein Problem vor oder kurz nach der Einnistung und der Embryo war nicht überlebensfähig.

 

Medizinisch wird eine Fehlgeburt vor der 13. Schwangerschaftswoche als Frühabort bezeichnet. Ein Verlust in der 13. Bis 24. Woche wird dagegen als Spätabort bezeichnet. Das Risiko für einen Spätabort ist jedoch deutlich geringer, weshalb viele Paare die Zeit um die 13. Schwangerschaftswoche nutzen, um von der Schwangerschaft zu erzählen. Dieses unterschiedliche Risiko kommt daher, dass in der Frühschwangerschaft die Organe des Babys angelegt werden und sich Fehler schwerer auswirken. Es gibt Studien, die besagen, dass etwa 30 Prozent der Frauen im Laufe ihres Lebens eine Fehlgeburt erleiden. Es gibt also viele Betroffene, auch wenn nur wenige offen über ihre Erfahrungen reden.

 

Die Gründe für eine Fehlgeburt können oft nicht erkannt werden. Etwa die Hälfte der Betroffenen können keine Antwort auf diese Frage bekommen. In anderen Fällen können medizinische Untersuchungen eine der folgenden möglichen Ursachen entdecken:

 

  • Genetische Anomalien bei einem Elternteil
  • Genetische Störung beim Embryo wie zum Beispiel Veränderungen der Chromosomenzahl
  • Fehlbildungen der Gebärmutter
  • Störungen im Hormonhaushalt
  • Muttermundschwäche
  • Fehlbildungen der Fruchthöhle
  • Störungen oder Fehlbildungen der Plazenta
  • Herzfehler beim Embryo
  • Blutgruppenunverträglichkeiten, zum Beispiel beim Rhesusfaktor
  • Blutgerinnungsstörungen bei der Mutter
  • Infektionen
  • Autoimmunerkrankungen
  • Stoffwechselerkrankungen der Mutter, zum Beispiel eine Schilddrüsenunter- oder Schilddrüsenüberfunktion
  • Manchmal wird auch übermäßiger Stress, beziehungsweise ein Trauma als ein Auslöser diskutiert
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Was ist in der Schwangerschaft mit einem Regenbogenbaby anders?

Nach einem Schwangerschaftsverlust sind viele Eltern oft in tiefer Trauer. Sie mussten ihr Wunschkind wieder ziehen lassen, noch bevor sie es richtig kennenlernen konnten. Von einem auf den anderen Augenblick war alles anders. Das kann eine Reihe von Ängsten und Sorgen in Bezug auf eine erneute Schwangerschaft bei dem Vater oder der Mutter auslösen. Aus diesem Grund werdet ihr eine Folgeschwangerschaft wahrscheinlich nicht als selbstverständlich erachten. Auf der einen Seite sind jeder Tag und jeder Moment mit einem lebenden Kind unter dem Herz ein Geschenk. Auf der anderen Seite steht die oftmals große Angst vor einem neuen Verlust.

 

In einigen Fällen erlebt ihr vielleicht auch Schuldgefühle, weil ihr euch über die erneute Schwangerschaft freut. Vielleicht habt ihr das Gefühl, euer geliebtes Sternenkind zu ersetzen und habt Angst es zu vergessen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass ihr eurem verlorenen Kind gedenkt und sowohl dem Sternenkind als auch eurem Regenbogenbaby jeweils einen ganz eigenen Platz in eurem Leben gebt.

 

Das Erleben der Folgeschwangerschaft wird von vielen Müttern als ganz anders beschrieben als die vorhergegangene Schwangerschaft. Zu den Unterschieden zählen oft folgende Gefühle:

 

  • Größere Angst und Unsicherheit
  • Große Sorgen bei allen Symptomen wie Blutungen oder Schmerz
  • Starkes Hineinhorchen in den Körper
  • Sehr große Nervosität vor Untersuchungen
  • Anfangs werden die Gedanken an die neue Schwangerschaft vielleicht verdrängt
  • Die Zeit bis zu den ersten spürbaren Kindsbewegungen kann sehr verunsichernd sein
  • Der Zeitpunkt des frühen Verlustes wird in der Folgeschwangerschaft als große Hürde erlebt
  • Der Verlust des Sternenkindes kann sich wieder stark ins Gedächtnis rufen und es kann eine neue Woge der Trauer aufkommen

 

Auch das Wochenbett kann schwierig sein. Hier können noch einmal starke Angst- und Verlustgefühle aufkommen. Manche Eltern haben auch ein schlechtes Gewissen, wenn sie sich über das neue Mitglied der Familie freuen. Aber ihr solltet wissen, dass die Freude über das lebende Baby und die Trauer gleichzeitig gefühlt werden können. Ihr könnt aber auch rundum glücklich sein und trotzdem euer Sternenkind nicht vergessen. Auf jeden Fall ist es aber wichtig, dass ihr euch Hilfe holt, wenn ihr mit den schwierigen Gefühlen nicht gut zurechtkommt. Besonders wichtig ist das, wenn ihr Anzeichen einer Wochenbettdepression an euch bemerkt.

Welche Möglichkeiten gibt es für das Gedenken an ein verlorenes Kind?

Trauerbewältigung ist ein höchst individueller Prozess. Es ist wichtig, dass ihr als Sternenkind-Eltern das wisst. Viele Menschen versuchen, meist aus Hilflosigkeit, frühe Verluste klein zu reden. Aber euer Verlust ist real und eure Trauer berechtigt. Und ihr dürft dieses Gefühl auch auf die Art ausleben, die euch richtig erscheint.

 

Es gibt sehr unterschiedliche Reaktionen auf einen frühen Verlust, die zum Teil auch vom Ablauf und der Ursache dieses Ereignisses abhängen. Beispiele für die unterschiedlichen Gefühle sind unter anderem:

 

  • Eltern fühlen manchmal eine gewisse Erleichterung, dass die Natur eine Schwangerschaft bei Problemen oft schon früh abbricht
  • Die Trauer kann wenige Tage dauern oder das ganze Leben begleiten
  • Viele Eltern erleben einen großen Schock, wenn vor der Diagnose keine Symptome aufgetreten sind
  • Trauer kommt oft in Wellen und kann auch nach längerer Zeit plötzlich wieder stark sein
  • Viele Eltern haben sich schon auf die kommenden Veränderungen eingestellt und trauern um die vielen neuen Möglichkeiten und die Erlebnisse, die die Geburt eines Kindes mit sich bringt

 

Für den Abschied von der kleinen verlorenen Seele ist die Verarbeitung der Ereignisse sehr wichtig. Ihr solltet die Möglichkeiten für Hilfe nutzen. Wenn ihr in einem Krankenhaus behandelt wurdet, könnt ihr euch zunächst einmal an das Pflegepersonal und die Ärzte wenden. Sie können euch Adressen nennen, an die ihr euch wenden könnt. Viele Krankenhäuser arbeiten auch mit Seelsorgern und Therapeuten zusammen, die Trauernde betreuen können.

 

Darüber hinaus kann auch eine Hebamme eine wichtige Quelle der Unterstützung sein. Die Hilfe dieser Fachperson steht euch auch nach Fehlgeburten und Totgeburten zu. Darüber hinaus kann sie euch auch in der Folgeschwangerschaft unterstützen.

 

Die Fachpersonen können euch Perspektiven und Ideen für die Trauerarbeit geben. Letzten Endes könnt aber nur ihr selbst spüren, welcher Weg der richtige für euch ist. Wichtig ist, dass ihr euch auch Zeit nehmt, in der ihr trauern könnt. Der Alltag sorgt oft dafür, dass die Trauer in den Hintergrund treten muss, aber es kann hilfreich sein, wenn ihr euch bewusst mit euren Gefühlen auseinandersetzt.

 

Vielen Sterneneltern hilft es auch, Möglichkeiten zu finden, wie sie ihrem Sternenkind gedenken können. In der folgenden Liste findet ihr Beispiele dafür:

 

  • Lasst Fotos von eurem verlorenen Wunder machen, wenn es möglich ist. Hierbei kann ein Fotograf oder eine Fotografin helfen, der oder die sich auf Sternenkinder spezialisiert hat.
  • Nutzt die Möglichkeiten für eine Trauerfeier. Einige Krankenhäuser bieten auch Gedenkfeiern für Sternenkinder an. Frühe Fehlgeburten werden manchmal gemeinsam beigesetzt.
  • Gebt eurem Kind einen Namen. Dabei ist es egal, in welchem Schwangerschaftsstadium das Kind gestorben ist.
  • Schmückt das Sternengrab und stellt Kerzen auf.
  • Schreibt einen Brief an euer Sternenkind.
  • Pflanzt einen Baum. Dieser kann zum Beispiel in eurem Garten stehen oder in einem Kübel auf der Terrasse. Beliebt sind zum Beispiel ein Apfel-, Birnen-, Orangen- oder Olivenbaum.
  • Richtet euch einen kleinen Gedenkort ein. Das kann auch ein Gedenkstein im Garten sein, den ihr mit dem Todestag oder dem errechneten Geburtstermin und dem Namen beschriftet.
  • Gestaltet eine Erinnerungsbox oder ein Erinnerungsalbum. Hier kann auch ein Ultraschallbild, der Mutterpass oder ein Brief einen Platz finden.
  • Schreibt einen Blogbeitrag oder erzählt eure Geschichte in einem Posting in den sozialen Medien. Das kann auch unter einem Pseudonym geschehen.
  • Tragt ein Schmuckstück, dass euch an euer verlorenes Kind erinnert.
  • Führt Gespräche mit vertrauten Personen. Das können Verwandte oder Freunde sein.
  • Sucht euch Hilfe bei anderen Betroffenen. Möglich ist zum Beispiel der Austausch in einem Forum oder einer Selbsthilfegruppe.
  • Denkt an Terminen wie dem errechneten Geburtstermin oder dem Todestag an das Sternenkind.

 

In vielen Kulturen gibt es besondere Rituale für Eltern, um ihren verlorenen Kindern zu gedenken. In Japan gibt es zum Beispiel kleine Figuren auf den Friedhöfen. Sie heißen Jizo. Die verwaisten Eltern können Blumen und Spielzeug zu Füßen der Figuren ablegen. Diese Geste soll die Sternenkinder im Jenseits trösten.

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Chinnapong via Shutterstock

Wie könnt ihr euch auf eine erneute Schwangerschaft vorbereiten?

Wenn ihr einen frühen Verlust hinter euch habt, wollt ihr euch vielleicht stärker auf eine Schwangerschaft mit einem Regenbogenbaby vorbereiten. Manche Eltern wollen einfach so schnell wie möglich wieder einen neuen Bauchbewohner begrüßen können. Andere Paare brauchen erst einmal Zeit, um einen Abschluss zu finden. Sie wollen vielleicht erst einmal zu sich selbst zurückfinden. Einige Frauen müssen auch erst das Vertrauen in den eigenen Körper wiederfinden.

 

Beides ist völlig berechtigt und ihr dürft euren eigenen Weg finden und gehen. Es macht in vielen Fällen Sinn, wenn ihr euch für die Schwangerschaft mit dem Regenbogenbaby neben medizinischer auch psychologische Hilfe holt. Dies kann auch für den Umgang mit vorhandenen Geschwisterkindern wichtig sein. Vor und in der Folgeschwangerschaft können euch die folgenden Tipps helfen:

 

  • Nutzt die Möglichkeiten euch medizinisch zu den Ursachen der Fehl- oder Totgeburt beraten zu lassen. In einigen Fällen kann es hilfreich oder tröstlich sein, wenn ihr den Grund für den Verlust kennt.
  • Lasst euch dabei auch beraten, ob ihr in einer Folgeschwangerschaft besonders auf Symptome wie Blutungen, Schmerzen oder einem ungewöhnlichen Ausfluss achten solltet.
  • Besprecht, ob ihr zusätzliche Untersuchungen in Anspruch nehmen könnt. Einigen Paaren kann es zum Beispiel helfen, wenn ein zusätzlicher Ultraschall zu dem Zeitpunkt des vorhergegangenen Verlustes gemacht wird. In anderen Fällen kann mit zusätzlichen Untersuchungen auch frühzeitig abgeklärt werden, ob erneut ein Problem vorliegt, oder alles gut ist.
  • Nutzt die Möglichkeiten für eine psychologische Betreuung. Eine Therapiesitzung vor oder in der Folgeschwangerschaft kann sehr hilfreich sein. Einige Paare benötigen auch eine längerfristige Betreuung und das ist völlig in Ordnung.
  • Einigen Paaren hilft es, sich mit Methoden wie Achtsamkeit oder Yoga zu beschäftigen, die dabei helfen können, gedanklich Ruhe zu finden.
  • Tauscht euch mit anderen betroffenen Eltern aus, die eure Ängste und Sorgen verstehen können. Sie können euch auch einen Lichtblick geben, wenn sie schon ein Regenbogenbaby begrüßen durften.
  • Und besonders wichtig ist es, dass ihr euch Zeit für euch als Paar nehmt und gemeinsam über die Erlebnisse sprecht. Und nutzt auch bewusst Paarzeiten, in denen ihr schöne Dinge unternehmt.
  • Setzt euch mit euren Wünschen für die erneute Schwangerschaft und Geburt auseinander und haltet diese fest.
  • Für einige Paare ist es hilfreich, wenn sie sich mit besonderen Kursen und Techniken auf die Geburt des Regenbogenbabys vorbereiten. Dass kann zum Beispiel ein Kurs zu Hypnosetechniken sein. Diese Möglichkeiten könnt ihr unter dem Stichwort Hypnobirthing finden.
  • Findet Möglichkeiten euch von der Warterei in der erneuten Kinderwunschzeit abzulenken. Diese kann besonders quälend sein.
  • Sucht euch einen Geburtsfotografen oder eine Geburtsfotografin, der oder die das besondere Ereignis der Geburt eures Regenbogenbabys festhält.

Wie stehen eure Chancen auf ein Regenbogenbaby?

Nach einer Fehl- oder Totgeburt sind die Chancen für ein Regenbogenbaby nicht schlecht. Es gibt eine Studie, die Folgeschwangerschaften nach einer Fehlgeburt untersucht hat. Ein Teil der Frauen hat es direkt nach dem Verlust wieder versucht, schwanger zu werden. 70 Prozent konnten sich innerhalb von drei Monaten über eine neue Schwangerschaft freuen. Ein anderer Teil der Frauen in der Studie hatte länger gewartet und von ihnen waren 51 Prozent nach drei Monaten wieder schwanger. Zusätzlich zeigte sich, dass das Risiko einer erneuten Fehlgeburt geringer ist, wenn eine Frau innerhalb eines halben Jahres nach dem Verlust wieder schwanger war.

 

Frauen, die mehrere Fehlgeburten erlitten haben, haben statistisch gesehen eine geringere Chance auf ein Regenbogenbaby. In einem solchen Fall solltet ihr aber unbedingt die Ursache herausfinden. Euer Arzt oder eure Ärztin wird euch weiterhelfen und euch in einer Folgeschwangerschaft eng betreuen. Die Fachpersonen können euch auch weiterhelfen, wenn ihr nach einer Fehlgeburt sehr lange auf eine erneute Schwangerschaft warten müsst. Spätestens nach einem Jahr solltet ihr Rat suchen.

 

Auf die Frage, wie lange ihr mit einer erneuten Schwangerschaft warten solltet, gibt es keine endgültige Antwort. Das hängt stark von euren Gefühlen und eurer Psyche, aber auch von eurer medizinischen Vorgeschichte ab. Einige Eltern von einem Sternenkind möchten gerne so schnell es geht wieder ein Folgewunder haben. Andere Paare brauchen dagegen einige Zeit, bis sie den Kinderwunsch wieder angehen können. Sie müssen erst mit dem Verlust fertig werden und ihre seelischen Wunden verheilen lassen.

 

Aber auch körperliche Gegebenheiten können die Wartezeit beeinflussen. Bei einer frühen Fehlgeburt ist es in der Regel schnell wieder möglich, schwanger zu werden. In anderen Fällen macht es dagegen Sinn, dem Körper der Frau Zeit zu geben, um sich zu regenerieren. Das kann zum Beispiel bei einer Stillgeburt im dritten Trimester oder einem Neugeborenentod der Fall sein.

 

Auch andere Komplikationen bei Operationen oder der Geburt des Sternenkindes können es ratsam machen, noch etwas mit einer erneuten Schwangerschaft zu warten. Euer Arzt oder eure Ärztin kann euch konkret beraten und auch mit euch auf die Suche nach einer Ursache für den Verlust gehen. Nicht immer gibt es eine Erklärung, aber manchmal können medizinische Untersuchungen helfen, damit ihr Sicherheit gewinnt. Oftmals entstehen Fehlgeburten aber auch durch Zufälle. Daher solltet ihr euch nicht verunsichern lassen, wenn euer Arzt keine Ursache feststellen kann.

 

Welche Vornamen passen zu einem Regenbogenbaby?

 

Manchem Paaren hilft es, wenn sie ihrem Regenbogenbaby einen besonderen Namen geben. Bei der Namenswahl können euch zum Beispiel die folgenden Möglichkeiten eine Hilfe sein. Schöne Mädchennamen sind unter anderem die folgenden Varianten:

 

Mädchenname Bedeutung
Hope Stammt aus dem Englischsprachigen Raum, bedeutet „die Hoffnung“, manchmal auch „die Sonne“
Olivia Kommt aus dem Lateinischen, bedeutet wörtlich „der Olivenbaum“, Olivenzweige stehen in der Bibel für Hoffnung, Frieden und Fruchtbarkeit
Amalie Aus dem Afrikanischen, bedeutet „die Hoffnung“, weitere Ableitung aus dem Gotischen bedeutet „die Tüchtige“ oder „die Tapferkeit“
Somang Stammt aus dem Koreanischen, bedeutet „die Hoffnung“
Yukina Aus dem Japanischen, bedeutet „hoffnungsvoll“
Asha Stammt aus dem Sanskrit, bedeutet „die Hoffnung“, „die Hoffnungsvolle“ oder „die Erwartungsvolle“

 

Aber auch bei den Jungennamen gibt es Varianten, die perfekt zu einem Regenbogenbaby passen:

 

Jungenname Bedeutung
Kouki Stammt aus dem Japanischen, bedeutet „das Licht“, „die Fröhlichkeit“ und „die Hoffnung“
Arman Aus dem Persischen, bedeutet „ein Wunsch geht in Erfüllung“, „die Hoffnung“, „der Wunsch“
Oliver Das männliche Gegenstück zum Namen Olivia, bedeutet „der Verbreiter der Hoffnung“, „der Friedvolle“, „die Hoffnung“
Omid Aus dem Persischen, bedeutet „die Hoffnung“
Toivo Aus Finnland, bedeutet „die Hoffnung“
Elija Aus der Bibel, bedeutet unter anderem „ein Wunder“

Fazit- Ein Regenbogenbaby ist ein Hoffnungsschimmer

Es ist nicht unwahrscheinlich, nach einem frühen Verlust ein gesundes Baby im Arm halten zu können. Dieses Regenbogenkind kann euch Hoffnung und Zuversicht geben. Nutzt Möglichkeiten, euch an das verlorene Kind zu erinnern und freut euch auf die kommenden Momente und euer Glück. Freude und Trauer liegen oft dicht beieinander und schließen sich nicht gegenseitig aus.

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