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Warum Rauchen in der Schwangerschaft so gefährlich ist

Nadine Scheiner
27 Jan 2022
4 min
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Das Rauchen in der Schwangerschaft nicht nur euch, sondern auch eurem Kind in schadet, ist nicht unbekannt. Grundsätzlich sollten Schwangere komplett auf Zigaretten verzichten. Leider gibt es viele Frauen, die es nicht schaffen, dass Rauchen aufzugeben und nicht nur vor, sondern auch während der Schwangerschaft weiterhin zur Zigarette greifen. Es ist allerdings wichtig, mit dem Rauchen aufzuhören. Besonders dann, wenn ich euch ein Kind wünscht.

Doch ist wenig rauchen in der Schwangerschaft sinnvoll? Wieviel Rauchen in der Schwangerschaft? Muss man sofort aufhören zu rauchen in der Schwangerschaft? All diese Fragen beschäftigen sehr viele Frauen, die rauchen. Wir haben uns in diesem Artikel genauer mit der Thematik auseinander gesetzt und möchten euch gerne erklären, warum das Rauchen in der Schwangerschaft so gefährlich ist.

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Mythos Rauchen in der Schwangerschaft - Was passiert beim Rauchen in der Schwangerschaft?

Das Rauchen der Gesundheit schadet ist bekannt. Vielen ist jedoch nicht bewusst oder sie verdrängen es vielmehr, dass der Tabakrauch einer Zigarette bis zu 4000 Giftstoffe enthalten kann. Es ist daher nicht verwunderlich, dass werdende Mütter ihren ungeborenen Babys ebenfalls diese Giftstoffe weitergeben. Als werdende Mutter hat jeder eine gewisse Verantwortung gegenüber des ungeborenen Kinders. Raucher sollten sofort mit dem Rauchen in der Schwangerschaft aufhören. Außerdem ist es genauso wichtig, Passivrauch zu vermeiden. Doch was passiert beim Rauchen in der Schwangerschaft? Eine berechtigte Frage, die sich viele Raucherinnen nicht selbst beantworten können. Mit jeder einzelnen Zigarette die ihr raucht, inhaliert ihr sozusagen mehr als 4000 verschiedene Giftstoffe, die nach und nach eurem Körper schaden. Die Giftstoffe werden transplazentar über die Plazenta von eurem Kind aufgenommen. Mit einem sofortigen Rauchstopp oder mit Hilfe von Nikotinersatzprodukten steigt der Sauerstoffgehalt in eurem Körper. Nach nur einer Woche ohne Zigarette wird das Risiko minimiert an einem Herzinfarkt zu erkranken. Ihr seht, dass die Risken schon am den ersten Tag Rauchfrei nach und nach steigen.

Grundsätzlich haben Raucher grundsätzlich ein höheres Risiko an einem Herzinfarkt zu leiden. Auch Herz-Kreislauf-Probleme und hoher Blutdruck sind die Folgen dessen.
Zu den weiteren Folgen zählen mitunter die weiteren Erkrankungen:

  • Bauchhöhlenschwangerschaft
  • Eileiterschwangerschaft
  • vorzeitige Ablösung der Plazenta
  • vorzeitiger Blasensprung
  • Frühgeburten
  • Fehlgeburten
  • Totgeburten

Dies sind jedoch nur die Risken, die euch als werdende Mutter betreffen. Die Risiken für euer ungeborenes Baby sind genauso groß. Euer ungeborenes Baby reagiert auf die schädlichen Substanzen, die durch das Rauchen eingenommen werden. Durch das Rauchen gelangt das Kohlenmonoxid in euren Blutkreislauf und verdrängt den Sauerstoff. Außerdem sorgt das Nikotin für die Verengung des Blutflusses in der Plazenta. Außerdem kann es zu weiteren Risiken für euer ungeborenes Kind kommen:

  • Entwicklungsstörungen
  • Wachstumsstörungen
  • Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte
  • Schädigung des Erbgutes

Diese Komplikationen sind nur einer der wenigen die entstehen können, wenn ihr in der Schwangerschaft weiter raucht. Im nächsten Abschnitt gehen wir gerne auch die weiteren Folgen des Rauchens in der Schwangerschaft ein.

Rauchen in der Schwangerschaft Folgen - Ab wann ist Rauchen in der Schwangerschaft gefährlich?

Zu dem Thema „Folgen Rauchen in der Schwangerschaft“ gibt es noch weitere gravierende Probleme, die wir gerne aufzeigen wollen. Auch zu der Frage ab wann das Rauchen gefährlich ist, gibt es konkrete Antworten. Fakt ist, dass das Rauchen grundsätzlich in der Schwangerschaft für das Kind schädlich ist, und das sofort. Babys können aufgrund des Nikotins an einem schwerwiegenden Sauerstoffmangel leiden. Selbst die Lunge eures ungeborenen Kindes speichert den Tabakrauch und die darin enthaltenen Toxine. Sämtliche Erkrankungen, die durch das Rauchen in der Schwangerschaft ausgelöst werden, werden auch „fetales Tabaksyndrom“ beim Kind genannt. Das Thema „Rauchen in der Schwangerschaft Folgen für das Kind“ ist daher sehr gravierend und vor allem auch richtig. Schließlich kann das Baby im schlimmsten Fall unter den Folgen sterben. Die Folgen von Rauchen in der Schwangerschaft dürfen nicht unterschätzt werden.  Besonders im ersten Lebensjahr der Babys liegt die Sterberate noch besonders hoch. Ein Drittel der Kinder sterben in den ersten Lebensjahren an einem plötzlichen Kindstod. Betroffen sind etwa 4 von 10 000 Kindern.

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Sofort aufhören zu Rauchen in der Schwangerschaft - Ab wann ist Rauchen in der Schwangerschaft gefährlich?

Es ist nicht unbekannt, dass ein Mythos besagt, dass es bei eurem ungeborenen Kind zu starken Entzugserscheinungen kommen kann. Das ist allerdings ein Irrglaube. Jede einzelne Zigaretten, die ihr in eurer Schwangerschaft weniger raucht, ist für die Entwicklung eures Kindes bereits besser. Für schwangere Frauen ist es in der Regel am besten, sich gar nicht erst in der Nähe von Rauchern aufzuhalten. Das Passivrauchen ist für das ungeborene Kind schließlich genauso schädlich. Gerade in der Raumluft von Rauchern befindet sich ebenfalls viele Giftstoffe, die auf euer Kind übergehen. Kohlenmonoxid, Kadmium, Blei und Benzol gehören zu den giftigen Schadstoffen dazu.

Doch ist ein sofortiger Rauchstopp sinnvoll? Auch diese Frage beschäftigt viele Frauen, die kurz vor der Schwangerschaft rauchen. Grundsätzlich gibt es verschiedene Wege und Raucherentwöhnungsprogramme, um einen sofortigen Rauchstopp zu veranlassen. Und das nicht nur für euch als Mutter, sondern auch für den Vater eures ungeborenes Kindes. Ihr habt mitunter die Chance, euch professionelle Hilfe zu holen und euch beraten zu lassen, wie ihr es am besten macht. Mit Hilfe von Akupunkturen oder Hypnose zur Raucherentwöhnung haben schon viele Frauen aufgehört zu rauchen. Welcher Weg für euch der beste ist, müsst ihr selbst entscheiden. Fakt ist, dass ihr mit dem Rauchen aufhören solltet, um eurem Kind nicht zu schaden.

Wer es jedoch nicht schafft, einen „kalten“ Entzug zu machen kann mit Hilfe von Nikotinersatzprodukten Abhilfe verschaffen. Diese werden in den unterschiedlichsten Varianten angeboten. Einer der gängigsten sind Kaugummis, Sprays oder Pflaster, die ihr euch einfach auf die Haut kleben könnt. Dadurch wird eurem Körper zwar weiterhin Nikotin zugeführt. Allerdings werden die schädlichen Stoffe aus dem Qualm der Zigarette nicht eingenommen.

Rauchen in der Schwangerschaft Spätfolgen – Kann es zu weiteren Folgeerkrankungen kommen?

Nicht nur während eurer Schwangerschaft besteht ein erhöhtes Risiko für Erkrankungen. Selbst nach der Geburt ist es nicht selten, dass eure Kinder unter Spätfolgen des Rauchens leiden. Es kann sogar passieren, dass die Lungenfunktion eures Kindes nach der Geburt eingeschränkt ist. Außerdem können sich Entwicklungsstörungen bemerkbar machen. Die Neugeborenen von Raucherinnen haben ein deutlich geringeres Geburtsgewicht, als Kinder von anderen Frauen. Wie bereits erwähnt, gehört auch der plötzliche Kindstod mit zu den Spätfolgen.

Grundsätzlich sind Kinder von Raucherinnen anfälliger für andere Krankheiten. Häufig erkranken sie an Allergien, bekommen Asthma oder andere Infektionskrankheiten. Auch schulische Probleme können auf das Rauchen in der Schwangerschaft zurückzuführen sein. Verhaltensstörungen und Konzentrationsprobleme sind nur einer der wenigen Spätfolgen, die sich erst im Schulalter bemerkbar machen. Auch ein internalisierendes Verhalten (Unsicherheit, Ängstlichkeit, Reizbarkeit) kann sich im späteren Schulalltag bemerkbar machen.

Neben diesen gehören weitere Erkrankungen, wie beispielsweise ADHS, Übergewicht, eine verminderte Fruchtbarkeit oder sogar eine Unfruchtbarkeit dazu. Bis ins Erwachsenenalter können Kinder von Raucherinnen oder Rauchern unter den Spätfolgen leiden. Es ist daher umso wichtiger, die Verantwortung für sein Kind zu übernehmen und sofort mit dem Rauchen aufzuhören. Die Spätfolgen machen sich schließlich erst mit den Jahren des Kindes bemerkbar.

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