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Warum Nasenbluten in der Schwangerschaft häufiger auftritt

Nadine Scheiner
25 Jan 2022
4 min
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Nasenbluten ist in der Schwangerschaft nicht selten. Ein Grund dafür ist, dass sich das Blutvolumen in eurer Schwangerschaft vergrößert und es dadurch gelegentlich zu Nasenbluten kommen kann. Für euch persönlich ist es zwar lästig, allerdings besteht keinerlei Gefahr für euch oder euer ungeborenes Kind. Wie bei den meisten Schwangerschaftsproblemen auch sind die Gründe für das Nasenbluten häufig auf eure Hormone zurückzuführen. Viele Frauen stellen sich sogar die Frage „Nasenbluten Schwangerschaft ab wann?“, um sich eventuell auf diese Zeit einzustellen. Wann die ersten Schwangerschaftsbeschwerden auftreten, zu denen das Nasenbluten ebenfalls gehört, kann nicht genau definiert werden.

Wir möchten euch in diesem Artikel allerdings zeigen, welche Ursachen hinter dem Nasenbluten stecken und mit welchen einfachen Tipps ihr erste Hilfe leisten könnt.

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Nasenbluten Schwangerschaft – Wieso ist die Nase so empfindlich?

Die Nase ist ein sehr empfindliches Organ, welches ausgesprochen gut durchblutet ist. Das muss sie auch sein, dass sie für Euch verschiedene Funktionen erfüllt. Eure Nasenschleimhaut ist beispielsweise dazu da, um die Oberfläche Eurer Nase zu befeuchten. Sie erwärmt die eingeatmete Luft und gewinnt viel Wärme und Feuchtigkeit beim Ausatmen. Die Schleimhaut Eurer Nase wird durch den Nasenzyklus reguliert. Bei diesem wird jeweils eines der Nasenlöcher stärker beansprucht, damit sich das zweite in dieser Zeit langsam erholen kann.

Eure Nasenhaare in der Nase haben ebenfalls eine eigene Aufgabe. Sie helfen dabei, Fremdpartikel abzuhalten, die in eure Nase oder Atemwege gelangen wollen. Mehr als 30 Riechsinneszellen befinden sich in Eurer Riechschleimhaut (lat. Regio olfactoria). Diese Zellen münden in eure Riechnerven und sind zusätzlich mit eurem Gehirn verbunden.

Was ist der Grund für Nasenbluten in der Schwangerschaft?

Grundsätzlich gibt es zwei unterschiedliche Faktoren, die als Grund für das Nasenbluten in der Schwangerschaft in Frage kommen. Zum einen kann das Schwangerschaftshormon Progesteron dafür verantwortlich sein, zum anderen steigt das Blutvolumen in der Schwangerschaft generell an. Bereits ab der 6. Schwangerschaftswoche setzt die Vergrößerung des Blutvolumens ein. Ab der 30. Schwangerschaftswoche zirkuliert das Blut in eurem Körper zu 50 % mehr. Sogar euer Blutdruck und die Atem- und Herzfrequenz steigt zu diesem Zeitpunkt nach und nach an. Diese Veränderungen verändern nicht nur euren Körper, sondern auch eure Gefäße und euren Kreislauf. Es kann daher passieren, dass die sehr dünnen und sensiblen Adern in eurer Nase platzen und es zu Nasenbluten kommt.

Ein weiterer Auslöser für das Nasenbluten können die klimatischen Bedingungen sein, in denen ihr euch befindet. Die Kälte im Winter oder trockene Raumluft führen oft zu Nasenbluten, da eure Naseschleimhaut austrocknet.

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Kann Nasenbluten in der Schwangerschaft gefährlich werden?

Gerade in der ersten Schwangerschaft haben viele Frauen Angst vor Komplikationen oder wissen nicht genau, wie sie die einzelnen Schwangerschaftsbeschwerden einordnen sollen. Generell braucht ihr euch bei Nasenbluten keine weiteren Sorgen machen. Auch euer Kind ist dadurch nicht gefährdet. In der Regel ist der Blutverlust bei Nasenbluten sehr gering. Auf den ersten Blick sieht es oftmals schlimmer aus, als es ist.

In besonders seltenen Fällen kann es jedoch vorkommen, dass die arteriellen Bereiche in eurer Nase betroffen sind. Solltet ihr an einer Blutgerinnungsstörung leiden oder Gerinnungshemmer einnehmen müssen, kann es zu schweren Blutungen kommen, die in einigen Fällen nicht sofort gestillt werden können. Solltet ihr euch daher unsicher sein und die Blutung auch nach einem gewissen Zeitraum nicht stoppen können ist es wichtig, dass ihr einen Arzt kontaktiert. Dieser kann euch dabei helfen, die Blutungsquelle zu stoppen und euch zugleich die Angst nehmen. Solche Blutungen sind in der Schwangerschaft sehr selten und daher nicht typisch.

Erste Hilfe bei Nasenbluten – das könnt ihr tun

Akutes Nasenbluten sollte sofort behandelt werden. Euer Ziel ist es, die Blutung in der Nase so schnell wie möglich zu stoppen. Am besten setzt ich euch dafür aufrecht hin und nehme eine bequeme Sitzhaltung ein. Anschließend beugt ihr euren Kopf nach vorne, sodass das Blut heraustropfen kann. Dies ist für euch sehr wichtig, damit das Blut von oben heraus durch die Nase fließen kann. Jetzt könnt ihr eure Nasenflügel für etwa fünf Minuten zusammenpressen, um die Blutung zu stoppen. Ab und an kann es allerdings auch bis zu 10 Minuten dauern. Achtet am besten darauf, ob noch Blut fließt oder ob ihr noch etwas mehr Zeit benötigt, um euer Nasenbluten zu stoppen. Selbst wenn zu wenig Blutplättchen in eurer Nase vorhanden sind kann es passieren, dass es länger dauert die Blutung zu stoppen. Warum Nasenbluten in der Schwangerschaft häufiger auftritt

Nasenbluten ist in der Schwangerschaft nicht selten. Ein Grund dafür ist, dass sich das Blutvolumen in eurer Schwangerschaft vergrößert und es dadurch gelegentlich zu Nasenbluten kommen kann. Für euch persönlich ist es zwar lästig, allerdings besteht keinerlei Gefahr für euch oder euer ungeborenes Kind. Wie bei den meisten Schwangerschaftsproblemen auch sind die Gründe für das Nasenbluten häufig auf eure Hormone zurückzuführen. Viele Frauen stellen sich sogar die Frage „Nasenbluten Schwangerschaft ab wann?“, um sich eventuell auf diese Zeit einzustellen. Wann die ersten Schwangerschaftsbeschwerden auftreten, zu denen das Nasenbluten ebenfalls gehört, kann nicht genau definiert werden.

Wir möchten euch in diesem Artikel allerdings zeigen, welche Ursachen hinter dem Nasenbluten stecken und mit welchen einfachen Tipps ihr erste Hilfe leisten könnt.

Vorbeugende Maßnahmen zur Verhinderung von Nasenbluten

Natürlich könnt ihr in eurer Schwangerschaft vorbeugende Maßnahmen treffen, um das Nasenbluten zu vermeiden oder einzudämmen. Es gibt viele einfache Regeln, die ihr in eurer Schwangerschaft berücksichtigen könnt.

  • Achtet darauf, dass ihr beim Naseputzen vorsichtig vorgeht. Durch zu starkes Schnäuzen kann es zu Nasenbluten kommen.
  • Versucht eure Nase immer feucht zu halten. Besonders an den kalten Wintertagen oder bei einem sehr trockenem Klima braucht eure Nase mehr Feuchtigkeit.
  • Schützt eure Nasenschleimhaut vor dem Austrocknen. Dazu könnt ihr eine einfache Feuchtigkeitscreme nehmen und die Seiten eurer Nasenlöcher regelmäßig eincremen.
  • Versucht am Tag viel zu trinken. Dies ist nicht nur für euren Körper und das Gewebe sehr wichtig, sondern hält zudem eure Nasenschleimhaut feucht und schützt sie somit vor dem Austrocknen.
  • Bei regelmäßigem Nasenbluten in der Schwangerschaft ist es sinnvoll, regelmäßig über einem Wasserbad zu inhalieren. Dies kann eure Beschwerden ebenfalls auf behutsame und natürliche Weise lindern.

Grundsätzlich braucht ihr euch keine Gedanken machen, wenn ihr in der Schwangerschaft Nasenbluten bekommt. Dies ist weder für euch noch für euer ungeborenes Kind schädlich oder gar gefährlich. Sollte das Nasenbluten allerdings nicht zu stoppen sein und ihr unruhig werden, geht zu eurem Arzt und lasst die Ursache untersuchen. Auch wenn eure Nase, in der eurer Schwangerschaft häufiger blutet, solltet ihr das untersuchen lassen. Häufig kann dies auf einen latenten Blutdruck hinweisen, was ihr jedoch von eurem Arzt abklären lassen solltet. Mit Hilfe einer Rhinoskopie kann ein HNO-Arzt (Hals-Nasen-Ohrenarzt) in eure Nase schauen und sich sogar die Nasennebenhöhlen anschauen.

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