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Röteln in der Schwangerschaft – Wie gefährlich ist eine Ansteckung?

Nadine Scheiner
28 Jan 2022
3 Min.
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Röteln, auch Rubella genannt sind in der Schwangerschaft nicht nur für euch, sondern auch für euer ungeborenes Kind gefährlich. Besonders im ersten Schwangerschaftsdrittel kann die Rötelnerkrankung ein erhöhtes Risiko mit sich bringen. Forschungen haben ergeben, dass es in den ersten Wochen eure Schwangerschaft vorkommen kann, dass euer Kind an Fehlbildungen leidet und mit einem offenen Gehirn zur Welt kommt. Es ist daher wichtig, dass ihr euch mit dem Thema Röteln in der Schwangerschaft etwas genauer befasst und erkennt, wie gefährlich es sein kann.

Wir haben euch dazu einen Artikel erstellt, in dem wir euch genau aufzeigen möchten, wie gefährlich Röteln in eurer Schwangerschaft sein können und um was für eine Krankheit es sich überhaupt handelt.

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Röteln Schwangerschaft - Röteln in der Schwangerschaft was tun?

Röteln gehören mit zu den typischen Kinderkrankheiten. Eine Ansteckung mit dieser Krankheit findet oftmals in einem Alter zwischen fünf und neun Jahren statt. Es ist allerdings nicht selten, dass sich auch Erwachsene mit der Krankheit anstecken. Ein besonders großes Risiko besteht, wenn ihr schwanger seid. Daher ist es besonders wichtig, dass ihr vorbeugt, um euer ungeborenes Kind nicht in Gefahr zu bringen. Solltet ihr schon einmal an Röteln erkrankt sein, also eine Erstinfektion gehabt haben, seid ihr im Normalfall ein ganzes Leben lang immun gegen diesen Erreger. Außerdem könnt ihr euch impfen lassen, um einen Schutz vor den Erregern zu bekommen.

Weltweit tauchen Rötelnviren immer wieder auf. Sie werden über die klassische Tröpfcheninfektion weitergegeben, dass bedeutet rein durch das Niesen oder Husten eines anderen Menschen. Infizierte sind in der Regel etwa eine Woche ansteckend. Oftmals auch bis nach Auftritt der ersten roten Punkte, dem typischen Hautausschlag.

Die ersten Symptome - Röten Schwangerschaft wann gefährlich?

Grundsätzlich sind Röteln in der Schwangerschaft immer gefährlich. Sobald sich daher die ersten Symptome zeigen, solltet ihr umgehend einen Arzt aufsuchen. Grundsätzlich dauert es jedoch zwei bis drei Wochen (solange dauert die Inkubationszeit) bis sich die ersten Symptome bei euch bemerkbar machen. In den ersten Tagen nach der Ansteckung bemerkt euer Körper nicht einmal, dass er sich mit Röteln infiziert hat. Die Ansteckungsgefahr ist in den ersten Wochen am höchsten.

Die Krankheit selbst kann folgende Krankheitszeichen hervorrufen:

  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • fleckiger, roter Hautausschlag (lat. Exanthems)
  • Bindehautentzündungen
  • erhöhte Körpertemperatur, Fieber
  • Schwellungen der Lymphknoten

Diese Krankheitszeichen oder Symptome treten in der Regel häufig in Verbindung mit Röteln auf. Solltet ihr euch daher angesteckt haben und die ersten Symptome treten bereits auf, sucht umgehend einen Arzt auf, damit dieser euch helfen kann.

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Kateryna Kon via Shutterstock

Die Komplikationen - Wann sind Röteln in der Schwangerschaft gefährlich?

In eurer Schwangerschaft stellt die Rötelinfektion erhebliche Probleme dar. Die Rötelnviren können über den Blutweg letztendlich euer ungeborenes Kind erreichen. Die Folgen sind fatal. Herzfehler, getrübte Augen (Katarakt), geistige Behinderungen und Taubheit sind nur einer der Komplikationen, die auftreten können. Besonders im ersten Schwangerschaftsdrittel kann auch die Infektion stark treffen. Bei über 90 Prozent der Babys führ die Infektion bereits zu Fehlbildungen. Im zweiten Schwangerschaftsdrittel hingegen liegt das Risiko bei 25 Prozent, dass euer ungeborenes Kind an einer Missbildung leidet. Diese Erkrankung nennt man auch Rötelnembryopathie.

Solltet ihr als werdende Mutter bereits einen Rötelnvirus oder Ringelröteln gehabt haben oder durch eine Impfung geschützt sein, besteht für euer ungeborenes Baby keinerlei Gefahr. Ab und an kann es bei einer Rötelerkrankung auch zu Gelenkentzündungen, einer Arthritis kommen. Besonders in den Fingergelenken kann dies der Fall sein. Nach erfolgreicher Behandlung der Rötelninfektion gehen diese Symptome jedoch sehr schnell wieder zurück.

Vorbeugung gegen Rötelinfektionen - Röteln Impfung Schwangerschaft wie lange?

Gerade bei den vorbeugenden Maßnahmen treten häufig Fragen auf, wie „Röteln Impfung wie lange warten mit Schwangerschaft?“ oder „Röteln Impfung wie lange vor Schwangerschaft?“. Es ist schließlich nicht unbekannt, dass sich viele Frauen bereits in den jungen Jahren vor einer Rötelninfektion schützen wollen und sich impfen lassen. Schließlich schützt ihr damit nicht nur euch, sondern auch euer Kind.

In der Regel wird euer Kind bereits zwischen dem 11. und 14. Monat gegen Röteln geimpft. Anschließend erfolgt eine zweite Impfung mit einem Alter von zwei Jahren. Diese Impfungen sind jedoch nicht nur für Röteln gedacht, sondern schützen zugleich vor Windpocken, Mumps und Masern. Dabei handelt es sich um die sogenannte MMRV-Impfung, die in den ersten Lebensjahren eurer Kinder wichtig und von Vorteil sind.

Selbst für Erwachsene gibt es heute entsprechende Impfungen. Besonders für euch Frauen mit Kinderwunsch ist es wichtig vorher abzuklären, ob ein Rötel-Impfschutz besteht oder ob dieser nachgeholt werden muss. In der Regel werden Impfungen in jedem Alter gut vertragen.

FAQ – die wichtigsten Fakten im Überblick

Abschließend möchten wir euch nochmals dir wichtigsten Fragen zum Thema Rötelnerkrankung beantworten.

  • Röteln Schwangerschaft bis wann gefährlich? Röteln sind während eurer gesamten Schwangerschaft gefährlich. Je eher es zu einer Rötelninfektion kommt, umso größer ist die Gefahr für euer ungeborenes Kind.
  • Wer hatte Röteln in der Schwangerschaft? Leider gibt es heute immer noch Frauen, die während der Schwangerschaft an Röteln erkranken. Aufgrund der guten Schutzmaßnahmen, beispielsweise einer Impfung könnt ihr jedoch den vollen Schutz für euch und euer Kind bekommen. Lasst euch dazu am besten von eurem Frauenarzt beraten.
  • Wie lange sind Röteln in der Schwangerschaft gefährlich? Grundsätzlich sind Röteln während eurer gesamten Schwangerschaft gefährlich. Am gefährlichsten ist die Virusinfektion im ersten Schwangerschaftsdrittel. Besprecht daher mit eurem Arzt, ob ein Impfschutz besteht oder ihr diesen nachholen könnt.
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