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Stillen in der Öffentlichkeit

Nadine Scheiner
04 Sep 2018
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Stillen ist die gesündeste Art und Weise, wie Ihr Euer Baby ernähren könnt. Nur leider ist das Stillen in der Öffentlichkeit noch immer ein Streitthema. Einige Bürger sind dagegen, dass Mütter offen stillen, andere wiederum befürworten das Stillen in der Öffentlichkeit, weil Mütter und Kinder dadurch viel mehr Freiheiten erhalten.

Stillen Öffentlichkeit
Von Jos Temprano - Shutterstock

Worauf Ihr beim Stillen achten solltet

Als junge Mutter werdet Ihr schnell herausfinden, wie das Stillen am einfachsten geht. Habt Ihr zu Hause schon ausreichend Routine gesammelt und von der Entbindung erholt, könnt Ihr problemlos mit Eurem Baby Ausflüge unternehmen. Jedes Baby hat einen anderen Stillrhythmus. Manchen Kindern reicht es, wenn sie nur alle 4 Stunden Muttermilch trinken, andere brauchen alle 2 Stunden ihre Milch. Du solltest daher versuchen, nach der Entbindung so schnell wie möglich einen gemeinsamen Rhythmus mit Deinem Kind, finden zu können. Ihr könnt dann nicht nur den Tag besser planen, sondern auch Ausflüge unternehmen. Die Zeichen, die Dein Kind Dir gibt, wenn es Hunger hat, werden immer eindeutiger. Anfangs ist es für Dich vielleicht nicht so eindeutig, ob Dein Kind die Windel voll, Blähungen oder Hunger hat. Nach ein paar Wochen reicht ein Kontrollblick auf die Uhr aus, und Ihr wisst genau, dass der Hunger drückt.

Stillen in der Öffentlichkeit, wie es am besten geht

Stillen ist eine sehr stille und ruhige Vereinigung von Mutter und Kind. Damit Ihr die notwendige Ruhe beim Stillen ausstrahlen könnt, ist ein ruhiger Ort in der Öffentlichkeit immer empfehlenswert. So entzieht Ihr Euch nicht nur neugierigen Blicken und komischen Bemerkungen, Ihr schützt auch Eure Intimsphäre und die Eures Kindes.

Blusen, die Ihr aufknöpfen könnt, weite Shirts und Still-BH´s, können das Stillen erleichtern. Ihr könnt Euch dann so dezent und geschickt freimachen, dass niemand es als anstößig empfinden kann, wenn Euer Baby an der Brust trinkt. Selbst neugierige Blicke gehen ins Leere, wenn es nichts zu entdecken gibt. Ihr braucht daher nicht eilig auf öffentlichen Toiletten die Bedürfnisse Eures Kindes zu stillen, sondern ganz in Ruhe. Auf einer Parkbank, einer zurückgezogenen Sitzecke oder auch im Zugabteil, findet sich immer ein Platz. Falls es notwendig wird, könnt Ihr Euch ein wenig zur Seite drehen, damit Passanten nur einen Teil Eures Rückens seht. Euer Baby fühlt sich dann gleich wohl und behütet.

Im Grunde müsst Ihr Eure eigene Taktik herausfinden, da jedes Mutter-Kind-Team ein wenig anders funktioniert. Nach ein paar Wochen entsteht eine Routine beim Stillen, sodass Euch nichts mehr so schnell aus der Ruhe bringen kann.

Wie Ihr auf Kritik reagieren könnt

Leider müsst Ihr immer damit rechnen, dass Euch Leute ansprechen, die sich angeblich von stillenden Müttern gestört fühlen. Eine nette und freundliche Antwort ist immer empfehlenswert, weil es dann gar nicht erst zu einem Disput kommt. Ihr solltet immer versuchen Streitgesprächen aus dem Weg zu gehen, weil sich diese ungünstig auf Euer Baby auswirken könnten. Kinder sind sehr sensibel und merken sofort, wenn Unfrieden aufkommt. Es ist immer positiv, wenn Euer Kind nicht schreien muss, weil es sich unwohl fühlt, wenn es merkt, dass andere Menschen unfreundlich auf das Stillen reagieren. Provokante Äußerungen sind daher fehl am Platz, sie steigern nur die Aggressivität

Fazit - Stillen in der Öffentlichkeit

Immer mehr Menschen machen sich gerade dafür stark, dass stillende Mütter in der Öffentlichkeit mehr Anerkennung erhalten. Diese positive Haltung wird sich weiter fortsetzen, wenn Mütter, gerne auch im Beisein der Väter, ganz normal und entspannt mit dem Stillen in der Öffentlichkeit umgehen. Geht als gutes Beispiel voran, stillt dezent, ohne Euch dabei halb auszuziehen. So kann sich dann niemand gestört fühlen. Genieße die Zeit mit Deinem Kind, auch in der Öffentlichkeit und lasse Dich nicht von Kritikern davon abbringen, die natürliche Nahrungsaufnahme von Deinem Kind in der Öffentlichkeit, zu unterbinden.

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