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Der Geburtstermin – Wissenswertes für die Familienplanung

Nadine Scheiner Von Nadine Scheiner 09.03.2026 Lesezeit 9 Min.
Der Geburtstermin – Wissenswertes für die Familienplanung

Auf einen Blick

  • Nur 4-5% aller Babys kommen am errechneten Termin zur Welt
  • Der Geburtstermin wird ab dem ersten Tag der letzten Periode berechnet (280 Tage)
  • Bis zur 42. Schwangerschaftswoche gilt eine Schwangerschaft als normal

Du bist schwanger und fragst dich, wann dein Baby endlich in deinen Armen liegt? Der errechnete Geburtstermin gibt dir eine wichtige Orientierung – doch er ist nur ein Richtwert. Lass uns gemeinsam schauen, wie dieser Termin berechnet wird und was du wissen solltest.

📅 Wie wird der Geburtstermin berechnet?

Gerade in den letzten Wochen der Schwangerschaft freuen sich die jungen Eltern auf ihr Baby. Als werdende Mutter fieberst du dem Geburtstermin garantiert entgegen, damit du endlich dein Neugeborenes in den Armen halten kannst. Dein Frauenarzt wird dir wahrscheinlich einen Richtwert genannt haben, wann dein Baby auf die Welt kommen soll. Dabei handelt es sich jedoch lediglich um einen Richtwert, der einen bestimmten Rahmen umfasst.

Jeweils in deiner Zyklusmitte hast du deinen Eisprung. Zu dieser Zeit wächst die Chance, schwanger zu werden. Nach deinem Eisprung ist deine Eizelle ungefähr zwölf Stunden lang lebensfähig. Wird sie während dieser zwölf Stunden nicht befruchtet, stirbt sie ab und wird mit deiner nächsten Menstruationsblutung ausgeschieden. Kommt es allerdings zu einer Befruchtung der Eizelle, kommt es zu einer Schwangerschaft. Ab diesem Tag bist du schwanger. Der Befruchtungstag deiner Eizelle lässt sich jedoch nicht auf den Tag genau bestimmen. Selbst ein Schwangerschaftsrechner mit genauen Angaben kann keine Garantie für den Tag der Geburt geben.

Gut zu wissen: Der erste Tag deiner letzten Periode dient als Berechnungsgrundlage für die Dauer deiner Schwangerschaft. Dieser Tag wird dir mit Sicherheit bekannt sein, da du ihn wahrscheinlich auch notiert hast.

Dein errechneter Geburtstermin liegt von dort an 40 Wochen oder eben 280 Tage im Voraus. Eine normale und somit auch reale Schwangerschaft liegt bei etwa 38 Wochen im Durchschnitt. Rein rechnerisch gesehen besteht die ersten zwei Wochen noch keine Schwangerschaft, sodass du diese zwei Wochen abziehen kannst.

🏥 Wie bestimmt dein Arzt den Geburtstermin?

Dein Arzt kann ebenso deinen Geburtstermin bestimmen. In der Regel wird der Stichtag bei einer Vorsorgeuntersuchung mittels Ultraschalles errechnet. Oftmals werden solche Untersuchungen zwischen der neunten und zwölften Schwangerschaftswoche (SSW) vorgenommen. Einen Stichtag ermittelt dein Arzt anhand der Scheitel-Steiß-Länge deines Babys. Auch der Durchmesser des Schädelknochens kann bereits Auskunft über den Geburtstermin geben.

Achtung: Sollten zwischen dem errechneten Geburtstermin und dem Ultraschalltermin mehr als fünf Tage liegen, ist das zweitere der neue Entbindungstermin und kann als dieser anerkannt werden. Ab deiner zwölften Schwangerschaftswoche wird in der Regel keine Korrektur für den Entbindungstermin mehr vorgenommen.

Ab dem zweiten Trimester der Schwangerschaft hat jedes Baby seinen eigenen, ganz individuellen Rhythmus zu wachsen. Die Messung der Körperwerte deines Babys hat dann nur noch eine sehr geringe Aussagekraft.

Solltest du erst später feststellen, dass du schwanger bist, versucht dein Arzt so viele Daten wie möglich zu sammeln. Mit Hilfe eines Ultraschalls versucht dein Arzt Rückschlüsse darauf zu führen, wann du schwanger geworden bist, um dir einen eventuellen Geburtstermin mitteilen zu können. Oftmals wird dann auch die Höhe der Nabelschnur als Berechnungsgrundlage verwendet.

Wichtige Faktoren für die Berechnung

  • Angabe der letzten Periode
  • Angabe der Zeugung (Zeugungsdatum/Zeugungstag)
  • Ultraschalluntersuchung als Hilfsmittel zur Berechnung

Diese Angaben sind wichtig, um den Geburtstermin für dein Baby berechnen zu können.

Der errechnete Geburtstermin ist ein wichtiger Orientierungspunkt, aber kein festes Datum. Mach dich nicht verrückt, wenn dein Baby sich Zeit lässt – jedes Kind kommt in seinem eigenen Tempo.

Nadine Scheiner · Gründerin moms.de, zweifache Mutter

🔍 Warum ist der Geburtstermin so wichtig?

Mit Hilfe eines Geburtsrechners kannst du schnell herausfinden, wann in etwa dein Entbindungstermin sein soll. Mit Hilfe der Zykluslänge, dem Befruchtungstag und dem Zeugungsdatum oder Zeugungstag kannst du dir ein ungefähres Bild machen, wann dein Baby zur Welt kommt.

Die Ermittlung des Geburtstermins ist für den Arzt und dich sehr wichtig, um den Entwicklungsstand deines Kindes beurteilen zu können. Normalerweise werden Kaiserschnitte nicht vor der 38. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Genau für diese Planung ist es wichtig, den Entwicklungsstand des Babys zu kennen. Erst ab der 38. Schwangerschaftswoche ist der Körper und vor allem die Lungenfunktion deines ungeborenen Babys vollkommen ausgereift.

Tipp: Mit Hilfe einer Wachstumstabelle lässt sich der Termin für die Geburt deines Kindes ebenfalls berechnen. Anhand dieser Wachstumstabelle kann dein Arzt feststellen, wie weit sich dein Baby bereits entwickelt hat.

Sollte es daher zu Schwangerschaftskomplikationen kommen, wie beispielsweise einer Fehlgeburt oder sogar vorzeitigen Wehen ist es wichtig, dass du Kenntnis über die Dauer deiner Schwangerschaft hast. Mit Hilfe von diesen Angaben ist es schließlich möglich, das Risiko von dir und auch von deinem ungeborenen Kind zu minimieren.

💪 Welche Faktoren beeinflussen den Geburtstermin?

Es gibt einige Faktoren, welche die Dauer deiner Schwangerschaft und somit auch den Geburtstermin beeinflussen können. Dein Alter kann beispielsweise eine entscheidende Rolle spielen. Jedes Jahr, dass du älter bist, kann einen Tag mehr in deiner Schwangerschaft bedeuten.

Außerdem kommt es immer auf den Entwicklungsstand deines Kindes an. Sollte er daher noch nicht voll entwickelt sein, wird es noch einige Tage mehr benötigen. Selbst wenn du schon ein Kind bekommen hast und die Schwangerschaft auch dort länger gedauert hat, kann die zweite Schwangerschaft ebenfalls länger andauern. All diese Einflussfaktoren können bei einem Geburtsrechner nicht berücksichtigt werden.

⏰ Was passiert, wenn der Geburtstermin überfällig ist?

Es ist nicht selten, dass der errechnete Geburtstermin nicht richtig ist oder das Baby auf sich warten lässt. Viele Frauen haben in dieser Zeit Angst, dass es dem Kind schadet, wenn es erst später zur Welt kommt. Gefährlich ist es in der Regel nicht, wenn dein Kind zu spät kommt. Dies wird auch als „Übertragen" bezeichnet. Meistens fallen die Geburten von Neugeborenen immer in das Zeitfenster einer üblichen Geburt, sodass es auf einige Tage mehr nicht ankommt.

Gut zu wissen: Wichtig ist, egal ob das Kind zu früh oder zu spät kommt, dass dein Mutterkuchen (Plazenta) ihre Funktionen vollkommen erfüllen kann, damit dein ungeborenes Baby auch über den errechneten Geburtstermin hinaus weiterhin versorgt wird.

Sollte deine Schwangerschaft jedoch schon in der 40. SSW sein, wird diese durch deinen Arzt engmaschig überwacht. Nur so kann der Arzt eingreifen, falls es zu schwerwiegenden Komplikationen kommt. Erst ab der 42. SSW wird eine künstliche Einleitung deiner Schwangerschaft vorgenommen. Dies wird dein Arzt jedoch frühzeitig mit dir besprechen.

Häufig gestellte Fragen

Wie genau ist der errechnete Geburtstermin?

Nur etwa 4-5% aller Babys kommen tatsächlich am errechneten Termin zur Welt. Der Geburtstermin ist ein Richtwert, der einen Zeitraum von etwa zwei Wochen vor bis zwei Wochen nach dem errechneten Datum umfasst.

Kann ich den Geburtstermin selbst berechnen?

Ja, du kannst den Geburtstermin selbst berechnen, indem du vom ersten Tag deiner letzten Periode 280 Tage (40 Wochen) hinzuzählst. Mit Hilfe der Zykluslänge, dem Befruchtungstag und dem Zeugungsdatum kannst du dir ein ungefähres Bild machen.

Bis wann kann der Geburtstermin noch korrigiert werden?

Bis zur 12. Schwangerschaftswoche kann der Geburtstermin durch Ultraschallmessungen noch korrigiert werden. Ab dem zweiten Trimester hat jedes Baby seinen eigenen Wachstumsrhythmus, sodass Messungen dann weniger aussagekräftig sind.

Ab wann gilt eine Schwangerschaft als überfällig?

Ab der 40. Schwangerschaftswoche wird deine Schwangerschaft engmaschig überwacht. Als überfällig gilt eine Schwangerschaft ab der 42. SSW – dann wird in der Regel eine künstliche Einleitung vorgenommen.

Ist es gefährlich, wenn mein Baby über den Termin hinaus im Bauch bleibt?

In der Regel ist es nicht gefährlich, wenn dein Kind zu spät kommt. Wichtig ist, dass dein Mutterkuchen seine Funktionen vollkommen erfüllen kann. Ab der 40. SSW wird deine Schwangerschaft engmaschig überwacht, um bei Komplikationen rechtzeitig eingreifen zu können.

Welche Faktoren können den Geburtstermin beeinflussen?

Dein Alter, der Entwicklungsstand deines Kindes und auch die Dauer vorheriger Schwangerschaften können den Geburtstermin beeinflussen. Jedes Jahr, dass du älter bist, kann einen Tag mehr in deiner Schwangerschaft bedeuten.

Nadine Scheiner

Gründerin von moms.de, zweifache Mutter (Kinder geboren 2014 und 2016). Sie schreibt seit 2017 Ratgeber rund um Schwangerschaft, Geburt und Familienleben.

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