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auch bekannt als: babyturnen

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Was ist Kinderturnen?

Kinderturnen ist ein ganzheitliches Bewegungsangebot, das Kinder spielerisch in ihrer motorischen, kognitiven und sozialen Entwicklung fördert. Dabei werden altersgerechte Übungen und Spiele angeboten, die Koordination, Kraft, Beweglichkeit und Gleichgewicht schulen. Die Kurse richten sich an Kinder vom Babyalter bis ins Grundschulalter und werden meist in Altersgruppen unterteilt.

Beim Babyturnen stehen sanfte Bewegungsanreize und die Eltern-Kind-Bindung im Vordergrund. Kleinkinder ab etwa 2 Jahren turnen oft noch mit Begleitung, während ältere Kinder selbstständig in der Gruppe aktiv werden. Die Übungen umfassen Klettern, Balancieren, Hüpfen, Rollen und den spielerischen Umgang mit Bällen, Reifen, Matten und anderen Turngeräten.

Kinderturnen findet typischerweise in Turnhallen statt und wird von Sportvereinen, Turnvereinen oder privaten Anbietern durchgeführt. Die Kurse dauern meist 45 bis 60 Minuten und finden einmal wöchentlich statt. Dabei steht der Spaß an der Bewegung im Mittelpunkt – nicht die sportliche Höchstleistung.

Wann brauche ich Kinderturnen?

Kinderturnen ist sinnvoll, sobald dein Kind Freude an Bewegung zeigt und du seine motorische Entwicklung gezielt unterstützen möchtest. Babyturnen kannst du bereits ab etwa 3 bis 6 Monaten besuchen, wenn dein Baby den Kopf selbstständig halten kann.

Besonders empfehlenswert ist Kinderturnen, wenn dein Kind viel Energie hat und einen natürlichen Bewegungsdrang zeigt. Es bietet einen sicheren Rahmen, um zu klettern, zu springen und sich auszuprobieren – gerade wenn zu Hause die Möglichkeiten begrenzt sind.

Auch für die soziale Entwicklung ist der richtige Zeitpunkt wichtig: Ab etwa 2 Jahren profitieren Kinder vom Kontakt zu Gleichaltrigen und lernen, in der Gruppe zu agieren, zu warten und Regeln zu befolgen. Wenn dein Kind schüchtern ist oder wenig Kontakt zu anderen Kindern hat, kann Kinderturnen eine sanfte Möglichkeit sein, soziale Kompetenzen zu stärken.

Viele Eltern starten mit Kinderturnen auch gezielt vor dem Kindergarteneintritt, um ihr Kind an Gruppenaktivitäten zu gewöhnen und die Ablösung zu üben.

Worauf solltest du bei der Auswahl achten?

Nicht jedes Kinderturnen-Angebot passt zu jedem Kind. Diese Kriterien helfen dir bei der Auswahl:

  • Altersgerechte Gruppen: Achte darauf, dass die Kinder in der Gruppe ungefähr im gleichen Alter sind. Ein 18 Monate altes Kind hat andere Bedürfnisse als ein Vorschulkind.
  • Qualifikation der Übungsleiter: Idealerweise verfügen die Kursleiter über eine Ausbildung im Bereich Kinderturnen oder Kindersport und haben Erfahrung im Umgang mit kleinen Kindern.
  • Gruppengröße: Kleinere Gruppen (8-12 Kinder) ermöglichen eine individuellere Betreuung und mehr Aufmerksamkeit für jedes Kind.
  • Atmosphäre und Konzept: Besuche eine Probestunde und beobachte, ob die Atmosphäre liebevoll und spielerisch ist. Druck und Leistungsorientierung haben beim Kinderturnen nichts zu suchen.
  • Räumlichkeiten und Ausstattung: Die Turnhalle sollte sauber und sicher sein, mit altersgerechten Geräten und ausreichend Matten zum Schutz vor Verletzungen.

Was kostet Kinderturnen?

Die Kosten für Kinderturnen variieren je nach Anbieter. Bei Sportvereinen zahlst du meist einen Jahresbeitrag zwischen 50 und 150 Euro, der oft die ganze Familie einschließt und Zugang zu mehreren Angeboten bietet. Private Anbieter rechnen häufig pro Kurs ab, mit Preisen zwischen 8 und 15 Euro pro Stunde oder Kursblöcken von 80 bis 150 Euro für 10 Einheiten.

Krankenkassenzuschuss: Kinderturnen in Vereinen wird in der Regel nicht von der Krankenkasse bezuschusst, da es sich um reguläre Sportangebote handelt. Anders sieht es bei speziellen Präventionskursen aus, die nach §20 SGB V zertifiziert sind – hier können Krankenkassen einen Teil der Kosten übernehmen. Frage bei deiner Krankenkasse nach, ob das gewählte Angebot förderfähig ist.

Viele Vereine bieten kostenlose Schnupperstunden an, sodass du und dein Kind das Angebot erst einmal unverbindlich testen könnt.