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auch bekannt als: pekip kurs

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Was ist ein PEKiP-Kurs?

PEKiP steht für Prager-Eltern-Kind-Programm und ist ein entwicklungsbegleitendes Konzept für Eltern mit Babys im ersten Lebensjahr. In einer festen Gruppe von sechs bis acht Eltern-Kind-Paaren triffst du dich wöchentlich für 90 Minuten in einem warmen Raum. Dein Baby ist dabei nackt oder nur mit Windel bekleidet, um seine Bewegungsfreiheit nicht einzuschränken.

Eine speziell ausgebildete PEKiP-Gruppenleiterin zeigt dir altersgerechte Spiel-, Bewegungs- und Sinnesanregungen, die du mit deinem Baby ausprobieren kannst. Dabei geht es nicht um Leistung oder frühkindliche Förderung im klassischen Sinne, sondern darum, dein Baby in seiner individuellen Entwicklung zu begleiten und zu unterstützen. Gleichzeitig bietet der Kurs dir als Mama oder Papa die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Eltern in einer ähnlichen Lebenssituation.

Das Konzept wurde in den 1970er Jahren von dem Prager Psychologen Jaroslav Koch entwickelt und von der deutschen Psychologin Christa Ruppelt weiterentwickelt. Heute ist PEKiP eines der bekanntesten Kursangebote für Eltern mit Babys im ersten Lebensjahr.

Wann brauche ich einen PEKiP-Kurs?

Du kannst mit einem PEKiP-Kurs beginnen, sobald dein Baby etwa sechs Wochen alt ist und ihr euch im Alltag eingelebt habt. Der ideale Einstiegszeitpunkt liegt zwischen der sechsten Woche und dem vierten Lebensmonat, da die Gruppen meist nach Alter zusammengestellt werden und über mehrere Monate zusammenbleiben.

Ein PEKiP-Kurs ist besonders sinnvoll, wenn du dir mehr Sicherheit im Umgang mit deinem Baby wünschst und Anregungen für den Alltag suchst. Viele Mamas schätzen den Kurs auch als festen Termin in der Woche, der Struktur gibt und gleichzeitig Raum für Austausch bietet – gerade wenn du dich manchmal isoliert fühlst oder wenig Kontakt zu anderen Eltern mit gleichaltrigen Kindern hast.

Auch wenn du unsicher bist, ob sich dein Baby altersgerecht entwickelt, kann PEKiP hilfreich sein. Die Kursleiterinnen haben viel Erfahrung und können dich beruhigen oder bei Bedarf auf Auffälligkeiten hinweisen. Der Kurs ersetzt keine Therapie, bietet aber einen geschützten Rahmen, um dein Baby zu beobachten und seine Fähigkeiten kennenzulernen.

Worauf solltest du bei der Auswahl achten?

Qualifikation der Kursleitung

Achte darauf, dass die Kursleiterin eine zertifizierte PEKiP-Ausbildung absolviert hat. Diese wird vom PEKiP e.V. angeboten und umfasst eine umfangreiche theoretische und praktische Schulung. Seriöse Anbieter weisen die Qualifikation ihrer Kursleiterinnen transparent aus.

Gruppengröße und Atmosphäre

Die ideale PEKiP-Gruppe besteht aus maximal acht Eltern-Kind-Paaren. In kleineren Gruppen bleibt mehr Zeit für individuelle Fragen und Beobachtungen. Informiere dich vorab über die Gruppengröße und frage nach einer kostenlosen Schnupperstunde, um die Atmosphäre kennenzulernen.

Raumtemperatur und Ausstattung

Da die Babys nackt sind, sollte der Kursraum konstant 25-27 Grad warm sein. Der Raum sollte sauber, hell und ausreichend groß sein, damit sich die Babys frei bewegen können. Eine weiche, abwaschbare Unterlage ist Standard.

Kursdauer und Flexibilität

Die meisten PEKiP-Kurse laufen über zehn bis zwölf Wochen. Frage nach, ob du bei Krankheit Stunden nachholen kannst und wie flexibel der Anbieter bei Ausfällen ist. Manche Anbieter bieten auch fortlaufende Kurse an, bei denen du flexibler einsteigen kannst.

Erreichbarkeit und Kurszeiten

Überlege dir, welche Uhrzeit gut in euren Tagesrhythmus passt. Vormittagskurse sind oft entspannter für kleine Babys, während Nachmittagskurse sich für ältere Babys eignen können. Die Erreichbarkeit sollte auch mit Baby und Wickeltasche gut machbar sein.

Was kostet ein PEKiP-Kurs?

Ein PEKiP-Kurs mit zehn Terminen kostet in der Regel zwischen 80 und 140 Euro. Der Preis variiert je nach Region, Anbieter und Gruppengröße. Manche Familienbildungsstätten oder kirchliche Träger bieten günstigere Konditionen an als private Anbieter.

Viele gesetzliche Krankenkassen bezuschussen PEKiP-Kurse im Rahmen ihrer freiwilligen Zusatzleistungen. Die Höhe des Zuschusses liegt meist zwischen 50 und 100 Prozent der Kursgebühr. Informiere dich am besten direkt bei deiner Krankenkasse über die Voraussetzungen und reiche nach dem Kurs die Teilnahmebescheinigung ein.

Einige Anbieter bieten Ermäßigungen für Familien mit geringem Einkommen oder Geschwisterkinder an. Scheue dich nicht, nachzufragen – PEKiP soll für alle Familien zugänglich sein.