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auch bekannt als: frauenärztin, gynäkologe, gynäkologin
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Was ist ein Frauenarzt?
Ein Frauenarzt oder eine Frauenärztin – medizinisch Gynäkologe oder Gynäkologin genannt – ist auf die Gesundheit der weiblichen Geschlechtsorgane spezialisiert. Die Gynäkologie umfasst ein breites Spektrum: von der jährlichen Vorsorgeuntersuchung über Verhütungsberatung und Schwangerschaftsbetreuung bis hin zur Behandlung von Beschwerden in den Wechseljahren. Als Mama begleitet dich dein Frauenarzt oft über viele Lebensphasen hinweg – vom Kinderwunsch über die Schwangerschaftsvorsorge bis zur Rückbildung nach der Geburt. Viele Frauenärzte bieten auch Geburtshilfe an und betreuen werdende Mütter während der gesamten Schwangerschaft. Die vertrauensvolle Beziehung zu deinem Gynäkologen ist wichtig, denn hier besprichst du sehr persönliche und intime Themen rund um deine Gesundheit.
Wann brauche ich einen Frauenarzt?
Es gibt zahlreiche Anlässe, bei denen du gynäkologische Unterstützung benötigst:
- Jährliche Vorsorgeuntersuchung: Die Krebsfrüherkennung sollte einmal pro Jahr stattfinden, ab 20 Jahren übernimmt die Krankenkasse die Kosten.
- Verhütung: Für die Verschreibung der Pille, Einlage einer Spirale oder Beratung zu anderen Verhütungsmethoden.
- Kinderwunsch: Bei Fragen zur Familienplanung oder wenn es mit dem Schwangerwerden nicht klappt.
- Schwangerschaft: Für alle Vorsorgeuntersuchungen, Ultraschall und die medizinische Begleitung bis zur Geburt.
- Beschwerden: Bei Schmerzen, unregelmäßiger Periode, Infektionen oder anderen gynäkologischen Problemen.
- Nach der Geburt: Zur Rückbildungskontrolle und Nachsorge.
- Wechseljahre: Bei Beschwerden oder Beratungsbedarf in dieser Lebensphase.
Worauf sollte ich bei der Auswahl achten?
Die Wahl des richtigen Frauenarztes ist sehr persönlich. Diese Kriterien können dir bei der Entscheidung helfen:
Vertrauen und Wohlfühlfaktor
Du solltest dich bei deinem Gynäkologen gut aufgehoben fühlen. Nimmt er oder sie sich Zeit für deine Fragen? Fühlst du dich ernst genommen? Das Bauchgefühl ist hier besonders wichtig, denn es geht um sehr private Themen.
Fachliche Schwerpunkte
Manche Praxen haben besondere Expertise in Schwangerschaftsbetreuung, andere in Hormontherapie oder minimal-invasiven Eingriffen. Überlege, was für deine aktuelle Lebenssituation relevant ist.
Erreichbarkeit und Terminvergabe
Wie sind die Öffnungszeiten? Gibt es Online-Terminbuchung? Wie lang sind die Wartezeiten auf einen Termin? Gerade als Mama mit Kindern sind flexible Sprechzeiten oft Gold wert.
Praxisausstattung
Moderne Ultraschallgeräte, ein eigenes Labor oder die Möglichkeit für kleine Eingriffe vor Ort können Vorteile sein.
Empfehlungen
Frag andere Mamas in deinem Umfeld nach ihren Erfahrungen. Persönliche Empfehlungen sind oft sehr wertvoll.
Kosten und Krankenkasse
Die Kosten für frauenärztliche Behandlungen werden in den meisten Fällen von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Dazu gehören die jährliche Vorsorgeuntersuchung, alle Schwangerschaftsuntersuchungen sowie Behandlungen bei Erkrankungen. Deine Versichertenkarte reicht in der Regel aus – eine Überweisung vom Hausarzt ist nicht nötig.
Einige Leistungen sind jedoch individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) und müssen selbst bezahlt werden. Dazu können zusätzliche Ultraschalluntersuchungen außerhalb der Schwangerschaft, bestimmte Krebsvorsorgetests oder Hormonspiegelbestimmungen gehören. Dein Frauenarzt muss dich vor solchen Selbstzahlerleistungen informieren. Privatversicherte sollten den Leistungsumfang ihrer Police prüfen – hier werden oft mehr Untersuchungen erstattet.