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Die 33. Schwangerschaftswoche – in der 33. SSW geht es im Gehirn rund

Nadine Scheiner Von Nadine Scheiner 08.03.2026 Lesezeit 10 Min.
Die 33. Schwangerschaftswoche – in der 33. SSW geht es im Gehirn rund

Auf einen Blick

  • Dein Baby ist jetzt etwa 43 cm groß und wiegt rund 1.900 Gramm – bald ist die 2-kg-Marke geknackt
  • Das Gehirn macht einen enormen Wachstumsschub durch und kann nun Erinnerungen speichern
  • Die meisten Babys liegen bereits in Geburtsposition, weil der Platz in der Gebärmutter knapper wird

Willkommen im 9. Schwangerschaftsmonat! Nur noch sieben Wochen bis zum errechneten Entbindungstermin – und in deinem Bauch passiert gerade unglaublich viel. Besonders im Gehirn deines Babys geht es jetzt richtig rund. Gleichzeitig wird dein Körper schwerer und die Vorbereitungen auf die Geburt laufen auf Hochtouren.

🧠 Was sich bei deinem Baby in der 33. SSW tut

Dein Baby wird merklich ruhiger – nicht weil es ihm nicht gut geht, sondern weil es einfach nicht mehr so viel Platz hat. Das Fruchtwasser ist zwar noch ausreichend vorhanden, aber die Bewegungsfreiheit wird immer eingeschränkter.

Das Gehirn macht einen Riesensprung

In den letzten Wochen haben sich bereits die Furchen im Gehirn gebildet und die Sinneswahrnehmung wurde verstärkt. Dein Baby hört Geräusche und kann sogar schon deine Stimme von der des Partners unterscheiden. Jetzt kommt es noch einmal zu einem deutlichen Wachstumsschub im Gehirn. Dadurch kann dein Baby immer mehr Erinnerungen speichern und noch mehr von seiner Umgebung aufnehmen.

Die Lage: Kopf nach unten?

Eine lange Zeit hatte dein Baby ausreichend Platz, um sich zu drehen und mit der Nabelschnur zu spielen. Dieser Platz wird nun immer weniger. Die meisten Babys liegen bereits in der Geburtsposition – die Beckenendlage ist die ideale Startposition für die Geburt. Aber auch wenn sich dein Baby noch nicht richtig gedreht hat, brauchst du dir keine Sorgen machen. Noch ist Platz für eine Drehung.

Achtung: Solltest du feststellen, dass dein Baby sich deutlich weniger bewegt als noch die Tage zuvor, hör auf dein Bauchgefühl. Lass auch außerhalb der Vorsorgeuntersuchungen den Arzt oder die Hebamme kontrollieren, ob alles in Ordnung ist.

Die Knochen werden härter

Der Prozess der Verknöcherung erfolgt bereits seit einigen Wochen. Während das Skelett im ersten und zweiten Trimester noch sehr weich war, werden die Knochen jetzt immer härter – auch wenn die Verknöcherung noch nach der Geburt fortschreitet.

Besonders wichtig für die Geburt ist es, dass die Schädelplatten flexibel bleiben. Sie sind erst einmal nur durch die Haut verbunden. Nach der Geburt verknöchern sie immer mehr und wachsen langsam zusammen. Dein Baby hat zwei Fontanellen – eine auf dem Kopf und eine am Hinterkopf. Innerhalb der ersten zwei Lebensjahre schließen sich diese nach und nach.

Die Sinne werden immer feiner

Auch wenn die Sinne deines Babys eine optimale Entwicklungsstufe erreicht haben, tut sich hier noch viel. Dein Baby probiert das Fruchtwasser und schmeckt auch verschiedene Akzente wie süß und sauer. Wenn es wach ist, öffnet es die Augen. Es sieht immer mehr die unterschiedlichen Farben und Schattierungen, die durch das Licht von außen im Bauch erscheinen.

Gut zu wissen: Wenn du dich auf die Geburt vorbereitest, mach dir bewusst, wie stark die Sinne deines Kindes sind, wenn es auf die Welt kommt. Es wird durch viele Geräusche, Gerüche und Farbspektren abgelenkt. Gut ist es, wenn du nicht zusätzliche Faktoren einbringst, wie eine duftende Bodylotion.

Achtung – Nabelschnurvorfall: In der 33. SSW ist der Kopf deines Babys noch nicht fest im Becken. Bei Geburtsbestrebungen oder dem Austritt von Fruchtwasser ist es wichtig, dass du dich schnell hinlegst und den Notarzt informierst. Bei einem Nabelschnurvorfall ist die Versorgung des Babys nicht mehr gewährleistet.

💪 Was sich bei dir in der 33. SSW verändert

Der 9. Schwangerschaftsmonat ist eine echte Herausforderung für dich als werdende Mama. Alles wird beschwerlicher und es ist gar nicht mehr so einfach, in Schwung zu kommen. Dabei ist noch richtig viel zu tun, oder? Tatsächlich geht es jetzt auch für dich darum, dir vor allem Ruhe zu gönnen und Kraft zu sammeln.

Typische Schwangerschaftsbeschwerden

Die Beine sind schwer, der Bauch zieht und die Muskeln schmerzen. Auch die Wassereinlagerungen nehmen zu. Vielleicht bemerkst du, dass deine Arme und Beine deutlich dicker werden und möglicherweise auch spannen. Die Wassereinlagerungen betreffen viele Frauen und sind vor allem unangenehm. Du kannst sie lindern, wenn du viel Flüssigkeit zu dir nimmst und in Bewegung bleibst.

Achtung: Stellst du fest, dass die Menge an Wassereinlagerungen schnell zunimmt, solltest du dies kontrollieren lassen. Kopfschmerzen, Müdigkeit und starke Wassereinlagerungen können ein Hinweis auf eine Präeklampsie sein. Hier muss schnell reagiert werden.

Vermutlich zeigen sich nun in der 33. SSW auch wieder Probleme mit dem Kreislauf und Schwindel. Das System deines Körpers braucht nun etwas mehr Zeit, um sich in Bewegung zu setzen. Geh alles vorsichtiger an und achte auf eine gesunde Ernährung mit viel Flüssigkeit.

Spannende Brüste und Haut

Neben den zusätzlichen Fettdepots bemerkst du vielleicht auch, dass sich deine Brüste weiter verändern. Sie spannen stark, die Vormilch tritt aus den Brustwarzen aus und die blauen Adern sind sehr stark zu erkennen. Vielleicht nehmen die Brüste auch an Größe zu. Bedenke, dass die BH-Größe sich nach der Entbindung noch einmal verändern kann. Dennoch solltest du auch in der Schwangerschaft unbedingt passende BHs tragen, die deinen Rücken entlasten.

Das Spannen der Haut hängt nach wie vor mit dem Wachstum des Bauches zusammen. Du bist bisher von Schwangerschaftsstreifen verschont geblieben? Das ist ein gutes Zeichen für ein straffes Bindegewebe.

Ich weiß noch genau, wie schwer mir alles in den letzten Wochen gefallen ist. Mein Tipp: Hör auf deinen Körper und gönn dir die Ruhe, die du brauchst. Die To-Do-Liste kann warten – du nicht.

Nadine Scheiner · Gründerin moms.de, zweifache Mutter

Wehen und der Schleimpfropf

Der Schleimpfropf ist ein wichtiger Begleiter durch die Schwangerschaft. Er verschließt den Eingang zur Gebärmutter und verhindert auf diese Weise, dass Bakterien oder Viren eintreten und dem Baby oder der Plazenta schaden. Durch die zunehmenden Senkwehen, mit denen dein Baby nach unten gedrückt wird, kann es sein, dass sich der Pfropf löst oder du vermehrt Ausfluss bekommst. Das ist erst einmal kein Grund zur Sorge. Es kann sein, dass dein Ausfluss auch leicht blutig ist.

Achtung: Achte darauf, dass du keine Schmerzen oder stärkeren Blutungen bekommst. Ist dies der Fall, dann solltest du direkt ins Krankenhaus gehen oder dich einem Gynäkologen vorstellen.

Gut zu wissen: Auch wenn der Schleimpfropf in der 33. SSW abgeht, ist das noch kein Zeichen für die bevorstehende Geburt. Viele Frauen gehen dennoch über den Entbindungstermin.

📅 Das solltest du jetzt noch erledigen

Hast du schon die Anmeldung für die Klinik abgeschlossen oder dich für ein Geburtshaus entschieden? Vielleicht steht auch nach wie vor die Hausgeburt im Fokus. Mit jedem Tag rückt der Entbindungstermin näher und sicher machst du dir nun viele Gedanken zur Geburt.

Vorbereitung auf die Hausgeburt

Abhängig davon, für welchen Weg du dich entschieden hast, gibt es noch einiges zu tun. Die Anmeldung im Krankenhaus kann, je nach Klinik, schon in die Wege geleitet werden. Bei der Planung einer Hausgeburt ist es wichtig, dass du dich mit der Hebamme besprichst. Was muss noch besorgt werden?

  • Wasserdichte Unterlage
  • Geburtspool
  • Stillkissen
  • Handtücher
  • Kinderbetreuung

Natürlich ist auch genau zu planen, wo die Geburt zu Hause stattfinden soll. Je mehr du vorher abgesprochen hast, umso entspannter wird es für dich.

Mutterschutz und Elternzeit

Triff nun auch die letzten Vorbereitungen für den Mutterschutz und die Elternzeit. Alle Anträge können schon vorausgefüllt werden. Du legst nach der Entbindung nur noch die Geburtsurkunde dazu und schon kann alles abgeschickt werden. Das entlastet dich deutlich.

Tipp: Vielleicht willst du dich im Mutterschutz auch noch mit einigen Freunden treffen. Du kannst zudem der Familie Bescheid geben, wie du dir die Zeit nach der Entbindung vorstellst.

Vorkochen fürs Wochenbett

Für ein entspanntes Wochenbett kochen viele Familien vor. Die Vorbereitungen von Suppen oder anderen Speisen, die du einfach einfrieren kannst, kann nun schon starten. Du hast dann nach der Entbindung genug Zeit, um dich auf das neue Leben mit Baby einzustellen und dennoch immer Essen im Haus.

Häufig gestellte Fragen

Wie groß und schwer ist mein Baby in der 33. SSW?

Dein Baby ist jetzt etwa 43 cm groß und wiegt rund 1.900 Gramm. Bald wird es die 2-Kilogramm-Marke knacken.

Warum bewegt sich mein Baby weniger als vorher?

Dein Baby wird merklich ruhiger, weil es nicht mehr viel Platz in der Gebärmutter hat. Das ist völlig normal. Solltest du aber einen deutlichen Rückgang der Bewegungen bemerken, lass das sicherheitshalber von deinem Arzt oder deiner Hebamme kontrollieren.

Was bedeutet es, wenn der Schleimpfropf in der 33. SSW abgeht?

Der Abgang des Schleimpfropfs ist erst einmal kein Grund zur Sorge und auch noch kein Zeichen für die bevorstehende Geburt. Viele Frauen gehen dennoch über den Entbindungstermin. Achte aber darauf, dass du keine Schmerzen oder stärkeren Blutungen bekommst.

Mein Baby liegt noch nicht mit dem Kopf nach unten – ist das schlimm?

Nein, das ist noch kein Grund zur Sorge. Auch wenn die meisten Babys bereits in der Geburtsposition liegen, ist noch Platz für eine Drehung. Dein Arzt oder deine Hebamme wird die Lage bei den Vorsorgeuntersuchungen im Blick behalten.

Was kann ich gegen Wassereinlagerungen tun?

Du kannst Wassereinlagerungen lindern, wenn du viel Flüssigkeit zu dir nimmst und in Bewegung bleibst. Stellst du aber fest, dass die Menge schnell zunimmt und du zusätzlich Kopfschmerzen oder starke Müdigkeit hast, lass das unbedingt kontrollieren – das können Hinweise auf eine Präeklampsie sein.

Wann sollte ich die Kliniktasche packen?

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um die Anmeldung für die Klinik abzuschließen und die letzten Vorbereitungen zu treffen. Auch alle Anträge für Mutterschutz und Elternzeit können schon vorausgefüllt werden – das entlastet dich nach der Geburt enorm.

Nadine Scheiner

Gründerin von moms.de, zweifache Mutter (Kinder geboren 2014 und 2016). Sie schreibt seit 2017 Ratgeber rund um Schwangerschaft, Geburt und Familienleben.

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