Solarium in der Schwangerschaft – ist das schädlich?
Auf einen Blick
- Solarium in der Schwangerschaft ist nicht empfehlenswert – deine Haut reagiert jetzt viel empfindlicher auf UV-Strahlung
- UV-Strahlen können den Folsäure-Spiegel senken, der für die Entwicklung deines Babys wichtig ist
- Selbstbräuner sind eine sichere Alternative für sommerliche Bräune ohne Risiko
Gerade in den dunklen Wintermonaten sehnen wir uns nach Sonne und einem frischen Teint. Der schnelle Gang ins Solarium scheint da verlockend – doch in der Schwangerschaft solltest du besser darauf verzichten. Warum das so ist und welche sanften Alternativen es gibt, erfährst du hier.
🌸 Warum Solarium in der Schwangerschaft problematisch ist
Deine Haut verändert sich in der Schwangerschaft erheblich – sie wird empfindlicher und reagiert anders auf UV-Strahlung als sonst. Was früher vielleicht problemlos funktioniert hat, kann jetzt zu unerwünschten Reaktionen führen.
Achtung: Deine Haut bräunt sich in der Schwangerschaft nicht gleichmäßig, sondern neigt zur Fleckenbildung. Pigmentflecken nach dem Sonnenbad sind keine Seltenheit.
Die größten Risiken auf einen Blick:
- Erhöhte Empfindlichkeit gegenüber UV-Strahlen
- Schnellere Hautreizungen und Pigmentstörungen
- Ungleichmäßige Bräunung mit Fleckenbildung
- Möglicher Folsäure-Mangel durch UV-Strahlung
💪 Was UV-Strahlung mit der Folsäure macht
Studien zeigen, dass UV-Strahlung im Solarium zu einem erheblichen Mangel an Folsäure führen kann. Dieses B-Vitamin ist besonders zu Beginn deiner Schwangerschaft unverzichtbar für die gesunde Entwicklung deines Babys.
Ein Folsäure-Mangel kann ernste Folgen haben:
- Beeinträchtigung der Gehirnentwicklung
- Probleme bei der Entwicklung des Rückenmarks
- Erhöhtes Risiko für Neuralrohrdefekte (offener Rücken)
Gut zu wissen: Die genauen Wirkungen von Solarium-Strahlung auf dein ungeborenes Baby sind noch nicht vollständig erforscht. Niemand kann dir garantieren, dass das künstliche Licht keinen Einfluss auf dein Kind hat.
🔍 Weitere Risiken des Solarium-Besuchs
Neben den schwangerschaftsspezifischen Problemen gibt es allgemeine Gesundheitsrisiken, die du nicht außer Acht lassen solltest:
- Frühzeitige Hautalterung
- Schäden an den Augen
- Erhöhtes Hautkrebsrisiko bei regelmäßiger Nutzung
Überhitzung und Dehydrierung
In der Schwangerschaft bist du besonders anfällig für Überhitzung und Austrocknung. Das Sonnenbad – ob im Solarium oder draußen – kann schnell zu einer Dehydratation führen. Das ist nicht nur für dich unangenehm und gefährlich, sondern auch für dein Baby.
Ich verstehe den Wunsch nach etwas Farbe im Gesicht total – gerade im Winter. Aber die Risiken sind es einfach nicht wert. Es gibt so schöne Alternativen, mit denen du dich sicher und wohl fühlen kannst.
✨ Sichere Alternativen für sommerliche Bräune
Du musst in der Schwangerschaft nicht auf einen frischen Teint verzichten – du solltest nur auf die richtige Methode setzen.
Selbstbräuner: Die unbedenkliche Lösung
Selbstbräuner-Cremes sind laut Medizinern in der Schwangerschaft völlig unbedenklich. Sie schaden weder dir noch deinem Baby und geben dir trotzdem die gewünschte Sommerbräune.
Tipp: Teste den Selbstbräuner zuerst an einer kleinen Stelle deines Körpers. Wenn keine Hautreaktionen auftreten, kannst du ihn bedenkenlos am ganzen Körper verwenden.
So gelingt die gleichmäßige Bräune:
- Peele deine Haut vorher sanft für ein gleichmäßiges Ergebnis
- Trage den Selbstbräuner in kreisenden Bewegungen auf
- Wasche dir danach gründlich die Hände
- Lass die Creme vollständig einziehen, bevor du dich anziehst
🌸 Wenn du trotzdem Sonne genießen möchtest
Natürliches Sonnenlicht in Maßen ist gesund – aber bitte mit der richtigen Vorbereitung:
- Verwende immer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor
- Verbringe warme Tage lieber im Schatten
- Meide die Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr
- Trage luftige, lange Kleidung und einen Sonnenhut
- Trinke ausreichend Wasser
Achtung: Auch bei natürlicher Sonne gilt: Deine Haut reagiert in der Schwangerschaft anders. Die makellose Bräune bleibt oft aus, stattdessen können Pigmentflecken entstehen.
🏥 Wann du mit deinem Arzt sprechen solltest
Besprich jeden Schritt mit deinem Arzt oder deiner Hebamme, wenn du unsicher bist. Das gilt besonders, wenn:
- Du bereits Pigmentflecken oder Hautveränderungen bemerkst
- Du einen Selbstbräuner ausprobieren möchtest
- Du Fragen zu Sonnenschutz und Hautpflege hast
- Hautirritationen oder allergische Reaktionen auftreten
Dein Körper reagiert in der Schwangerschaft auf viele Dinge anders als gewohnt. Was vorher problemlos war, kann jetzt zu Reaktionen führen. Lass dich beraten und geh auf Nummer sicher.
Häufig gestellte Fragen
Darf ich in der Schwangerschaft überhaupt ins Solarium?
Es wird dringend davon abgeraten. Deine Haut ist in der Schwangerschaft deutlich empfindlicher, und UV-Strahlung kann den wichtigen Folsäure-Spiegel senken. Die Risiken überwiegen den Nutzen eindeutig.
Sind Selbstbräuner in der Schwangerschaft sicher?
Ja, Selbstbräuner gelten als unbedenklich für Schwangere. Teste das Produkt vorher an einer kleinen Hautstelle, um sicherzugehen, dass du nicht allergisch reagierst.
Was passiert, wenn ich trotzdem ins Solarium gegangen bin?
Ein einzelner Besuch wird wahrscheinlich keine gravierenden Folgen haben. Sprich aber mit deinem Arzt darüber und verzichte künftig darauf. Achte auf ausreichende Folsäure-Zufuhr.
Kann ich in der Schwangerschaft natürliche Sonne genießen?
Ja, in Maßen und mit gutem Sonnenschutz. Meide die Mittagssonne, verwende Sonnencreme mit hohem LSF und halte dich bevorzugt im Schatten auf. Achte darauf, nicht zu überhitzen und trinke viel.
Warum bekomme ich in der Schwangerschaft Pigmentflecken?
Die Hormonumstellung macht deine Haut empfindlicher gegenüber UV-Strahlung. Sie bräunt sich nicht gleichmäßig, sondern neigt zur Fleckenbildung. Diese Pigmentflecken verschwinden meist nach der Schwangerschaft wieder.
Wie kann ich meinen Vitamin-D-Spiegel ohne Solarium aufrechterhalten?
Kurze Spaziergänge an der frischen Luft reichen oft aus. Sprich mit deinem Arzt über Vitamin-D-Präparate, wenn du dir Sorgen machst. Diese sind eine sichere Alternative zum Solarium.
Gründerin von moms.de, zweifache Mutter (Kinder geboren 2014 und 2016). Sie schreibt seit 2017 Ratgeber rund um Schwangerschaft, Geburt und Familienleben.
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