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4 Phasen der Wechseljahre

Nadine Scheiner Von Nadine Scheiner 01.04.2026 Lesezeit 17 Min.
4 Phasen der Wechseljahre

Auf einen Blick

  • Die Wechseljahre verlaufen in 4 Phasen: Prämenopause, Perimenopause, Menopause und Postmenopause – jede mit eigenen Symptomen
  • Etwa ein Drittel aller Frauen erlebt kaum Beschwerden, ein Drittel leichte und ein Drittel starke Symptome
  • Die gesamte Dauer beträgt meist 5-8 Jahre, kann aber auch über 10 Jahre andauern

Rund neun Millionen Frauen in Deutschland befinden sich aktuell in den Wechseljahren – und jede erlebt sie anders. Während manche kaum etwas bemerken, kämpfen andere mit intensiven Beschwerden. Die gute Nachricht: Wer die vier Phasen kennt und versteht, kann sich besser vorbereiten und souveräner mit den Veränderungen umgehen.

🌸 Die Wechseljahre sind ein Prozess in mehreren Etappen

Die Wechseljahre unterteilen sich in vier aufeinanderfolgende Phasen:

  • Prämenopause
  • Perimenopause
  • Menopause
  • Postmenopause

Gut zu wissen: Der Begriff "Menopause" wird oft synonym für die gesamten Wechseljahre verwendet – das ist aber nicht korrekt. Die Menopause beschreibt lediglich den Zeitpunkt der letzten Regelblutung.

Wie lange die einzelnen Phasen andauern, lässt sich nicht pauschal sagen. Statistisch gesprochen dauern die Wechseljahre bei den meisten Frauen etwa fünf bis acht Jahre, wobei auch Ausreißer nach oben denkbar sind – Betroffene leiden unter den Symptomen dann, mal mehr und mal minder stark, für teilweise bis zu über zehn Jahre.

In der Summe können bis zu 30 verschiedene Symptome auftreten. Ein Beispiel: Die häufig gefürchteten Hitzewallungen, die etwa ein Viertel der Frauen in der Alterskohorte 50 bis 59 Jahre durchleben.

✨ Mut machende Statistik: Nicht jede Frau leidet stark

Frauen sollten die Wechseljahre nicht pauschalisiert fürchten. Die Zahlen zeigen ein differenziertes Bild:

  • Etwa ein Drittel aller Frauen erlebt nach eigener Aussage gar keine Beschwerden
  • Ein weiteres Drittel klagt lediglich über leichte Beschwerden, die nicht als andauernde Belastung wahrgenommen werden
  • Rund 33 % der Frauen erfahren so starke Symptome, dass die eigene Lebensqualität spürbar darunter leidet

Bei starken Beschwerden können gezielte, symptomorientierte Behandlungskonzepte zum Einsatz kommen.

🌸 Die 1. Phase: Prämenopause – der sanfte Einstieg

In der Prämenopause bereitet sich Dein Körper auf die bevorstehenden Wechseljahre vor. Am häufigsten tritt die Phase im Alter von ungefähr 40 bis 45 Jahren auf, wobei Ausreißer nach unten hin denkbar sind: Schon ab ungefähr 35 könnte Dein Körper, wenn dann auch noch sehr zögerlich, erste eigene Vorbereitungen für die Menopause beginnen.

Für Dich ist die Prämenopause eine enorme Umstellung, selbst wenn Symptome hier häufig noch in einem eher überschaubaren Rahmen auftreten. Dennoch läutet sie eine neue Lebensphase ein. Unabhängig davon, wie jung Du Dich selbst fühlst, reagiert Dein Körper mit der Prämenopause zwangsläufig auf das eigene Alter.

Der Körper fährt in dieser Phase die Produktion von Östrogen und Progesteron langsam zurück. Das geschieht nicht plötzlich über Nacht, zwangsläufig wird die reduzierte Hormonproduktion aber irgendwann auffällig werden – zumindest bei Frauen, die überhaupt Beschwerden in ihren Wechseljahren vernehmen.

Körperliche Veränderungen in der Prämenopause

Im Körper passieren während der Prämenopause viele Dinge gleichzeitig. Die Hormonproduktion ist bereits langsam rückläufig, des Weiteren reduziert sich der Vorrat der Eizellen in den Eierstöcken.

Die Menstruationszyklen werden typischerweise länger, wobei Ausnahmen davon häufig vorkommen. So steigert sich beispielsweise vermehrt die Häufigkeit von Zwischenblutungen, im Gegenzug sind die regulären Blutungen meist etwas weniger stark als in den Jahren zuvor ausgeprägt. Dennoch kann es auch in der Prämenopause weiterhin zu starken Blutungen kommen, auch können diese länger anhalten.

Zu den häufigeren körperlichen Symptomen zählen:

  • Leichte Spannungsgefühle im Torso beziehungsweise in der Brustregion
  • Wassereinlagerungen
  • Allgemeine Gewichtszunahme, insbesondere bei Personen die bereits zu einem (leichten) Übergewicht neigen
  • Häufigere Kopfschmerzen und Migräne bei anfälligen Personen
  • Reduzierte Schilddrüsenfunktion (sollte ärztlich überprüft werden)
  • Verdauungsprobleme (selten, aber möglich)

Mentale Veränderungen während der Prämenopause

Die klassischen, häufig mit den Wechseljahren assoziierten mentalen Beschwerden können auch während der Prämenopause schon in vollem Umfang auftreten, meist passiert das aber erst später. Sofern sich die Symptome schon frühzeitig manifestieren, dann meistens in Form von einer leichten Reizbarkeit und generellen Stimmungsschwankungen.

💪 Die 2. Phase: Perimenopause – die heiße Phase

Die Perimenopause ist die eigentliche "heiße Phase" der Wechseljahre und zugleich auch die, in der das Risiko für Beschwerden am höchsten ist – ebenso wie sich Symptome in dieser Phase normalerweise am stärksten manifestieren.

Achtung: Die Perimenopause beginnt normalerweise ein bis zwei Jahre vor der letzten Regelblutung, kann aber auch bis zu zwölf Monaten nach der letzten Regelblutung andauern. Da Du vorab nicht wissen kannst, wann Deine letzte Regelblutung sein wird, lässt sich der genaue Zeitraum meist erst im Nachhinein abgrenzen.

Die Regelblutungen werden in der Phase der Perimenopause nun kontinuierlich schwächer, des Weiteren verlängert sich auch der Zeitraum zwischen zwei Regelblutungen immer weiter. Im Körper reduziert sich die Produktion von Östrogen fortlaufend weiter, da die Eierstöcke wiederum immer weniger Östrogen produzieren – bis sie die Produktion des Hormons irgendwann gänzlich einstellen.

Die Perimenopause ist für viele Frauen die herausforderndste Phase. Aber denk daran: Auch wenn die Symptome intensiv sein können, sind sie vorübergehend – und es gibt viele Möglichkeiten, Dir selbst zu helfen.

Nadine Scheiner · Gründerin moms.de, zweifache Mutter

Körperliche Beschwerden der Perimenopause

Weil sich der Östrogenspiegel fortlaufend weiter reduziert, treten ganzheitlich im Körper und Organismus Veränderungen auf. Ein Beispiel: Östrogen steigert das Risiko für niedrigen Blutdruck. Reduziert sich die Östrogenproduktion aber, kann das wiederum in Bluthochdruck münden. Das ist auch der Grund, warum viele Frauen, die ihr bisheriges Leben lang einen niedrigen Blutdruck hatten, während und nach den Wechseljahren plötzlich einen hohen Blutdruck haben könnten.

Häufige körperliche Symptome in dieser Phase:

  • Hitzewallungen und Schweißausbrüche
  • Einschlaf- oder Durchschlafprobleme
  • Vermehrter Nachtschweiß
  • Kreislaufbeschwerden und Schwindel
  • Verstärkter Harndrang
  • Verlust der Libido
  • Trockene Vulva und Vagina, weniger Feuchtigkeit
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Absinkender Beckenboden, schlimmstenfalls temporäre Inkontinenz
  • Trockene und spröde Haut
  • Gereizte und trockene Schleimhäute
  • Juckreiz und Hautirritationen
  • Haarausfall

Sofern Haarausfall in den Wechseljahren auftritt, dann meistens in dieser Phase. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass Du plötzliche kahle Stellen entdeckst. Die Haare können aber schlaff wirken, vermehrt zu Spliss neigen oder beispielsweise generell feiner beziehungsweise dünner werden. Du bemerkst das an einem Pony, der nicht mehr ganz so zuverlässig die Stirn abdeckt wie früher, oder weil der gebundene Pferdeschwanz nun dünner und weniger voluminös wirkt.

Tipp: Obgleich Du selbst keinen direkten Einfluss darauf hast, ob die jeweiligen Symptome auftreten, kannst Du doch gegensteuern. Eine proteinreiche Ernährung und ein sanfter Umgang mit Deinem Haar reduzieren beispielsweise das Risiko von Haarausfall. Bei besonders starken körperlichen Symptomen können Mediziner zum Beispiel Hormontabletten verschreiben, die für einen sanfteren Übergang der Hormonumstellung sorgen. Auf potenziell stark reizende Behandlungen, wie aggressive Colorationen der Haare oder sehr häufige mechanische Peelings der Haut, solltest Du verzichten.

Mentale Beschwerden in der Phase der Perimenopause

Mental wird die Perimenopause ebenfalls zur Belastung. Eine leichte Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen bleiben erhalten. Dazu kommen noch potenziell stark depressive Verstimmungen. Nicht wenige Frauen, die unter starken Symptomen leiden, haben in dieser Phase erhebliche Veränderungen des Gemütszustandes.

Weitere typische mentale Symptome:

  • Generelle Antriebslosigkeit
  • Häufigere Müdigkeit
  • Konzentrationsstörungen

Achtung: Speziell bei depressiven Verstimmungen solltest Du Dich frühzeitig um psychologische Hilfe bemühen – denn auch für Frauen in den Wechseljahren sind die Wartelisten der Psychologen, die Kassenpatienten aufnehmen, normalerweise lang. Schlimmstenfalls sind Wartezeiten zwischen einem und zwei Jahren denkbar.

Auswirkungen auf das Berufsleben

Konzentrationsstörungen sind nicht der einzige, aber ein weiterer Grund, warum viele Frauen in den Wechseljahren beruflich kürzertreten und ihre Karriere hintenanstellen.

Wie das MDR berichtet, denken laut einer Studie rund 49 % der Frauen in den Wechseljahren darüber nach, ihre Arbeitszeiten mindestens zu reduzieren oder sogar temporär gänzlich aus ihrem Job auszusteigen. Damit begründet sich auch der wirtschaftliche Schaden, der durch die Hormonanpassung im Körper der Frau als Folgeerscheinung auftritt. Weltweit wird dieser auf rund 150 Milliarden Euro jährlich geschätzt.

Mehr und mehr Unternehmen reagieren bereits darauf und nehmen unterschiedliche unternehmensinterne Anpassungen vor, um Frauen über die Wechseljahre weiter, unter teils temporär veränderten Bedingungen, zu halten.

📅 Die 3. Phase: Menopause – der Wendepunkt

Schon eingangs wurde dargelegt, dass manchmal lediglich von drei Phasen der Wechseljahre gesprochen wird. Das deshalb, weil die Menopause genau genommen keine Phase über einen längeren Zeitraum ist, sondern lediglich der letzte Zeitpunkt der Regelblutung. Als Phase wird die Menopause deshalb wahrgenommen, weil Überschneidungen zur Perimenopause bestehen und weil Du zum Zeitpunkt der Regelblutung noch nicht wissen kannst, dass Du fortan keine weiteren Regelblutungen mehr bekommen wirst.

In der Menopause ist der Hormonhaushalt nun so weit abgesunken, dass kein Eisprung mehr möglich ist. Folglich ist die Menopause auch der Zeitpunkt, ab dem es zur Unfruchtbarkeit kommt. Durchschnittlich passiert das Anfang der 50er-Jahre, am häufigsten mit 52 Jahren.

Während einige Symptome aus der vorherigen Phase noch anhalten können, ist das häufigste und deutlichste Symptom aber natürlich der Zeitpunkt, ab dem Du bemerkst, dass Du Deine letztmalige Regelblutung bereits gehabt hast.

🌸 Die 4. Phase: Postmenopause – der neue Normalzustand

Die heiße Phase der Wechseljahre ist nun überstanden, was aber nicht bedeutet, dass Beschwerden nun völlig ausbleiben. Die Wechseljahre neigen sich zwar ihrem Ende entgegen, sind aber noch nicht abgeschlossen.

Wann die Postmenopause beginnt, ist von der Menopause und damit der letzten Regelblutung abhängig. 12 Monate nach dieser spricht man nun von der Postmenopause, in der sich der Hormonhaushalt bei Frauen langsam wieder stabilisiert und die zahlreichen Veränderungen weitgehend abgeschlossen sind. Die Stabilisierung des Hormonhaushalts bedeutet aber nicht, dass dieser wieder auf dem vorherigen Status Quo zurückgehen würde. Dein Körper gewöhnt sich stattdessen an den nun neuen Status Quo, mit weitaus weniger Östrogen als zuvor.

Symptome, die sich bessern können

In der Postmenopause können sich einige Beschwerden, die zuvor stärker ausgeprägt waren, nun wieder bessern:

  • Hitzewallungen
  • Schlafstörungen
  • Schweißausbrüche
  • Glieder- und Gelenkschmerzen

Diese Symptome normalisieren sich deshalb, weil im Körper und Organismus wieder Ruhe einkehrt.

Langfristige Veränderungen und neue Risiken

Auf der anderen Seite kann der nun dauerhaft niedrige Östrogenspiegel dafür sorgen, dass andere Symptome stärker ausgeprägt sind oder auch über die Wechseljahre hinaus erhalten bleiben. Die niedrigere Östrogenkonzentration führt beispielsweise vermehrt zu einer Art Antriebslosigkeit, die aber normalerweise nicht dauerhaft anhält.

Dauerhaft erhalten bleiben können:

  • Trockene Schleimhäute
  • Weiter dünner werdende Haare
  • Reduzierte Knochendichte
  • Zunahme von Falten im Gesicht (durch weniger Kollagenproduktion)

Tipp: Sorge für eine ausreichend hohe Zufuhr an Kalzium sowie Vitamin D, da beides die Knochen stabilisiert. Dünner werdenden Haaren lässt sich mit entsprechend hochwertigen Haarpflegeprodukten entgegenwirken.

Zu berücksichtigen ist an dieser Stelle aber auch, dass Du Dich nun meist schon rund um Dein 55. Lebensjahr befindest und folglich, unabhängig der Postmenopause, verschiedene altersbedingte Entwicklungen auftreten können, die nur indirekt mit den Wechseljahren zu tun haben.

Erhöhte Gesundheitsrisiken

In der Postmenopause steigt das Risiko für weitere Erkrankungen, die auch über die Wechseljahre hinaus bestehen können:

  • Chronische Rückenschmerzen (durch Reduzierung der Muskelkraft und geringere Knochendichte)
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Diabetes
  • Urogenitale Beschwerden wie Scheidentrockenheit oder vermehrter Harndrang (bei etwa 10 % der Frauen)

Da Östrogen nun nur noch in sehr geringem Maße produziert wird, steigt bei Frauen das Risiko für verschiedene Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems sowie für Diabetes. Beides hat denselben Grund: Östrogen hat eine positive Interaktion mit HTL-Cholesterin, welches wiederum in der Lage ist die Durchblutung anzuregen. Ohne Östrogen bleibt diese Wirkung hingegen aus.

Tipp: Entgegenwirken kannst Du Rückenschmerzen, indem Du auch im mittleren Alter sportlich aktiv bleibst und gezielt rückenstärkende Übungen in Deinen wöchentlichen Alltag integrierst. Bei urogenitalen Beschwerden helfen spezielle Präparate oder gezielte Beckenbodenübungen.

💪 Die Phasen sind fließend – aber Du bist nicht allein

Die Liste der einzelnen Prozesse, mitsamt möglichen Beschwerden, liest sich für junge Frauen lang und erschreckend: Aber wie bereits eingangs dargelegt, klagen lediglich rund 33 % der Frauen tatsächlich über starke Beschwerden. Für ebenso viele Frauen sind die Wechseljahre schon vorbei, bevor diese sie überhaupt aktiv wahrgenommen haben.

Wie eine Studie aus North Carolina angibt, leiden Frauen stärker an den Beschwerden der Wechseljahre, wenn sie erste Symptome möglichst früh bemerken – gleichermaßen können diese dann in der Summe länger andauern.

Achtung: Du musst Dich nicht schämen, bei Symptomen in den Wechseljahren ärztlichen Rat zu suchen. Das ist sogar dringend angeraten, denn pflanzliche Hilfsmittel oder vermeintliche "Tricks" sollten immer nur dann zum Einsatz kommen, wenn die jeweiligen Beschwerden zuvor schon von einem Mediziner abgeklärt wurden. Nicht alle Beschwerden, die über die rund fünf bis 20 Jahre auftreten könnten, sind automatisch immer den Wechseljahren geschuldet.

Die Wechseljahre sind eine spannende und manchmal leider auch fordernde Phase, sie sind aber eine Zeit des Aufbruchs und Wandels. Wenn Du unter stärkeren Beschwerden leidest, solltest Du Dir stets vor Augen halten, dass auch diese irgendwann höchstwahrscheinlich wieder abklingen.

Häufig gestellte Fragen

Wann beginnen die Wechseljahre normalerweise?

Die erste Phase, die Prämenopause, beginnt meist im Alter von 40 bis 45 Jahren, kann aber auch schon ab etwa 35 Jahren einsetzen. Die letzte Regelblutung (Menopause) tritt durchschnittlich mit 52 Jahren ein.

Wie lange dauern die Wechseljahre insgesamt?

Statistisch gesprochen dauern die Wechseljahre bei den meisten Frauen etwa fünf bis acht Jahre. Bei manchen Frauen können sie aber auch über zehn Jahre andauern – die Dauer ist sehr individuell.

Welche Phase der Wechseljahre ist am schlimmsten?

Die Perimenopause gilt als die "heiße Phase" der Wechseljahre. In dieser Phase, die ein bis zwei Jahre vor der letzten Regelblutung beginnt und bis zu zwölf Monate danach andauern kann, treten die meisten und stärksten Beschwerden auf.

Muss ich bei Wechseljahresbeschwerden zum Arzt?

Ja, das ist sogar dringend angeraten. Nicht alle Beschwerden sind automatisch den Wechseljahren geschuldet. Ein Arzt kann abklären, ob Deine Symptome tatsächlich hormonell bedingt sind und Dir bei starken Beschwerden gezielt helfen – zum Beispiel mit Hormontabletten oder anderen Behandlungskonzepten.

Kann ich die Beschwerden der Wechseljahre selbst beeinflussen?

Ja, teilweise. Eine proteinreiche Ernährung und sanfter Umgang mit Deinem Haar können Haarausfall reduzieren. Sportliche Aktivität und rückenstärkende Übungen helfen gegen Rückenschmerzen. Eine ausreichende Zufuhr von Kalzium und Vitamin D stabilisiert die Knochen. Vermeide aggressive Behandlungen wie häufige Colorationen oder mechanische Peelings, wenn Du bereits Symptome bemerkst.

Verschwinden alle Symptome nach den Wechseljahren wieder?

Nicht alle. Symptome wie Hitzewallungen, Schlafstörungen und Schweißausbrüche bessern sich in der Postmenopause meist deutlich. Andere Veränderungen wie trockene Schleimhäute, dünner werdende Haare oder eine reduzierte Knochendichte können aber dauerhaft bestehen bleiben. Etwa 10 % der Frauen berichten, dass urogenitale Beschwerden über die Wechseljahre hinaus anhalten.

Nadine Scheiner

Gründerin von moms.de, zweifache Mutter (Kinder geboren 2014 und 2016). Sie schreibt seit 2017 Ratgeber rund um Schwangerschaft, Geburt und Familienleben.

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