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Die 23. Schwangerschaftswoche – in der 23. SSW wird das Gehör immer besser

Nadine Scheiner Von Nadine Scheiner 31.03.2026 Lesezeit 11 Min.
Die 23. Schwangerschaftswoche – in der 23. SSW wird das Gehör immer besser

Auf einen Blick

  • Dein Baby ist jetzt ca. 28 cm groß und wiegt etwa 500 Gramm
  • Das Gehör entwickelt sich rasant – dein Baby hört deine Stimme immer besser
  • Die Lungenbläschen bilden sich und der Lungenkreislauf öffnet sich langsam

Dein Baby nimmt jetzt nicht nur dein Herzklopfen wahr, sondern auch deine Stimme und sogar das Blubbern deines Magens. In der 23. SSW (im Mutterpass steht 22+0) passiert unglaublich viel beim Gehör – und dein Kleines beginnt, sich Dinge zu merken. Eine magische Zeit, in der die Bindung zwischen euch immer stärker wird.

👶 Was passiert bei deinem Baby in der 23. SSW

Wenn der Gynäkologe nachmisst, dürfte dein Baby jetzt ungefähr 28 cm lang sein und ein Gewicht von knapp 500 Gramm haben. Auf einem Ultraschallbild ist das Gesicht schon richtig gut zu erkennen und auch beim Geschlecht muss normalerweise nicht mehr geraten werden. Vielleicht kannst du sogar einen 3D-Ultraschall erhalten – die Ultraschallbilder sind besonders beeindruckend.

Das Gehör wird immer feiner

Eine besonders wichtige Basis für das Gehör deines Babys sind die Knochen im Innenohr. In den letzten Schwangerschaftswochen haben sich diese schon sehr gut entwickelt, doch in der 23. SSW härten sie noch weiter aus. Dadurch kann dein Baby immer besser hören. Vorher war es vor allem das Klopfen deines Herzens, was beruhigend auf das Ungeborene gewirkt hat. Jetzt kommt das Blubbern des Magens und auch des Darms dazu. Spannend ist es auch zu wissen, dass der Fötus sehr gut dunkle Töne über das Ohr und auch über die Schallwellen wahrnehmen kann.

Tipp: Sprich viel mit deinem Baby! Es kann sich langsam die Stimmen von Mama und Papa merken – das wird ihm nach der Geburt helfen, sich sicher und geborgen zu fühlen.

Die Wahrnehmung wird stärker

Noch immer werden zahlreiche Gehirnzellen aufgebaut und die Kraft des Gehirns nimmt immer mehr zu. Das bedeutet auch, dass dein Baby eine deutlich bessere Wahrnehmung in der 23. Schwangerschaftswoche bekommt. Es ist langsam sogar in der Lage, sich Dinge zu merken. Das ist eine wichtige Eigenschaft, die dem Fötus nach der Geburt hilft. Die Nabelschnur löst den Greifreflex aus und dein Baby spielt damit.

Die Lunge bereitet sich vor

Jetzt passiert auch richtig viel bei der Lunge. Dein Baby trainiert schon seit einigen Wochen die Atmung dadurch, dass es Fruchtwasser aufnimmt. Auch die Lungenbläschen bilden sich langsam und diese sind wichtig, damit der Fötus nach der Geburt atmen kann. In der 23. Schwangerschaftswoche öffnet sich nun langsam der Kreislauf der Lunge. Mit einem funktionierenden Lungenkreislauf ist schon viel geschafft.

Braunes Fett wird eingelagert

Auch in der 23. SSW dreht sich alles weiter rund um die Gewichtszunahme. So wird dein Baby auch in dieser Woche wieder zunehmen und dafür sorgen, dass braunes Fett im Körper eingelagert wird. Dadurch ist es gut auf die ersten Tage nach der Geburt vorbereitet, wenn es erst einmal nur Kolostrum erhält und du bisher noch keinen Milcheinschuss hattest.

Gut zu wissen: Achte ein wenig auf die Kindsbewegungen. Vielleicht bemerkst du sogar einen Rhythmus. Viele Babys haben in dieser Schwangerschaftswoche schon einen kleinen Rhythmus entwickelt. Noch schläft das Ungeborene viel, bewegt sich aber meist dann, wenn du zur Ruhe kommst.

🌸 Was passiert in deinem Körper in der 23. SSW

Fühlst du dich schon ein wenig schwerfälliger? Das ist verständlich, immerhin wachsen Baby, Gebärmutter und die Menge an Fruchtwasser zunehmend und der Bauch geht immer weiter nach vorne raus. Es ist gut möglich, dass dich das bereits in der Bewegung einschränkt. Vielleicht hast du auch schon Wassereinlagerungen. Die Beschwerden sind von Schwangerer zu Schwangerer unterschiedlich.

Typische Schwangerschaftsbeschwerden

In der 23. SSW werden vielleicht deine Rückenschmerzen wieder stärker. Dies hängt damit zusammen, dass sich der Bauch immer mehr nach vorne wölbt und damit auch dein Rücken stärker belastet wird. Die Mutterbänder dehnen sich weiter aus. Zudem macht sich die Gebärmutter weiter Platz und schiebt deine Organe zur Seite. Vielleicht verspürst du vermehrt Sodbrennen oder musst noch häufiger auf die Toilette. Oft steckt keine Infektion der Harnblase dahinter. Stattdessen liegt das Baby auf der Blase und löst den Harndrang aus. Zudem lockern die Schwangerschaftshormone wie Progesteron deine Muskeln auf und auch das kann sich auf den Harndrang auswirken.

Ich erinnere mich noch gut, wie mein Bauchnabel sich nach außen wölbte – das war für mich ein besonderer Moment. Nach der Geburt hat sich alles wieder zurückgebildet, auch wenn es anfangs kaum vorstellbar war.

Nadine Scheiner · Gründerin moms.de, zweifache Mutter

Veränderungen am Körper

Sicher beobachtest du die Veränderungen deines Körpers. Ist dir schon aufgefallen, dass der Bauch nun deutlich fester wird und der Bauchnabel sich langsam nach außen wölbt? Bei einigen Frauen passiert das früher, bei anderen später oder auch gar nicht. Aber keine Sorge, nach der Entbindung im Rahmen der Rückbildung wird sich auch der Bauchnabel wieder zurückziehen. Vielleicht verspürst du auch immer wieder ein starkes Jucken auf der Haut am Bauch. Tatsächlich muss deine Haut jetzt sehr viel leisten und sich innerhalb einer kurzen Zeit dehnen. Das kann nicht nur zu Schwangerschaftsstreifen führen, sondern auch zu einem Juckreiz. Creme deinen Bauch häufiger mit etwas Öl ein und massiere die Haut. Das kann den Juckreiz lindern.

Schmerzen und Ziehen im Unterleib

Achte auf die Signale deines Körpers. Es kann sein, dass die Übungswehen immer mehr zunehmen. Die Braxton-Hicks-Kontraktionen sind vielleicht ein wenig unangenehm. Wenn der Bauch immer wieder hart wird, kannst du beobachten, wann das passiert. Es kann sein, dass viel Bewegung oder Stress förderlich auf die Frühwehen wirken. Wenn sie häufiger auftreten oder für Schmerzen sorgen, solltest du dies kontrollieren und ausschließen lassen, dass die Kontraktionen eine Auswirkung auf den Muttermund oder den Gebärmutterhals haben oder möglicherweise durch eine Infektion ausgelöst werden.

Achtung: Bei häufigen oder schmerzhaften Kontraktionen solltest du unbedingt deine Hebamme oder deinen Frauenarzt kontaktieren, um Komplikationen auszuschließen.

Schwindelgefühle und Kreislaufprobleme

Dein Körper arbeitet sehr hart, der Blutkreislauf versorgt zwei Menschen und das kann sich sowohl auf deinen Blutdruck als auch auf den Eisenwert auswirken. Ein Hinweis darauf, dass du möglicherweise unter einem Eisenmangel leidest, ist ein häufiges Schwindelgefühl. Merkst du, dass dein Kreislauf überfordert ist und du Kreislaufprobleme bekommst, solltest du die Beine nach oben legen und etwas Flüssigkeit zu dir nehmen. Achte generell darauf, genug zu trinken. Das ist nach wie vor sehr wichtig.

🍎 Ernährung und Nährstoffe in der 23. SSW

Bedenke, dass du Nährstoffe, Spurenelemente und Vitamine mit der Nahrung aufnimmst und einen erhöhten Bedarf hast. Das sollte sich auch in deinem Speiseplan spiegeln. Nimm viel grünes Gemüse und auch ausreichend Obst zu dir. Es kann aber auch notwendig werden, auf Nahrungsergänzungsmittel zurückzugreifen.

💪 Weitere wichtige Themen in dieser Woche

Umgang mit Ängsten vor einer Frühgeburt

Auch wenn du dich nun schon in der Mitte des sechsten Monats befindest, ist vielleicht die Angst vor einer Frühgeburt noch immer da oder wird vielleicht sogar stärker. Bedenke, dass dein Körper stark von Hormonen geprägt ist. Die Träume sind intensiver und auch deine Ängste. Mache dir bewusst, dass es zwar zu einer Frühgeburt kommen kann, der große Teil der Babys jedoch nicht als Frühchen auf die Welt kommen. Sind keine Risikofaktoren vorhanden, ist die Wahrscheinlichkeit für eine Frühgeburt sogar noch geringer. Zudem steigt mit jedem Tag die Überlebenschance für dein Baby.

Bei einer Risikoschwangerschaft oder auch einer Mehrlingsschwangerschaft wirst du genau durch die Hebamme und den Frauenarzt oder die Frauenärztin beobachtet. Hier kann schnell reagiert werden, wenn Komplikationen auftreten.

Hämorrhoiden und Verdauungsprobleme

Es gibt einige Frauen, die in der 23. SSW Hämorrhoiden haben. Dies hängt unter anderem damit zusammen, dass deine Verdauung noch immer sehr langsam arbeitet und vielleicht auch Verstopfungen auftreten. Du kannst deinen Körper unterstützen, indem du viele Ballaststoffe zu dir nimmst und genug Wasser trinkst. Auch Bewegung ist ein guter Helfer für eine funktionierende Verdauung.

Tipp: Solltest du bereits Hämorrhoiden haben, dann kannst du dich an die Hebamme wenden und nachfragen, welche Möglichkeiten es für die Behandlung gibt. So kannst du die betroffenen Stellen mit einer Salbe behandeln oder auch ein Sitzbad nehmen. Dafür eignen sich entzündungshemmende Mittel, wie beispielsweise Kamille. Grundsätzlich ist es wichtig, das Immunsystem zu stärken.

🏥 Vorsorgeuntersuchung in der 23. SSW

Vielleicht steht bei dir in dieser Schwangerschaftswoche eine Vorsorgeuntersuchung beim Gynäkologen oder der Hebamme an. Vermutlich wird dabei auf die Ultraschalluntersuchung verzichtet, denn das Zweittrimester-Screening ist normalerweise bereits gewesen. Vielleicht hast du aber auch recht spät einen Termin für die Feindiagnostik bekommen und diese wartet nun auf dich.

Häufig gestellte Fragen

Wie groß ist mein Baby in der 23. SSW?

Dein Baby ist jetzt etwa 28 cm lang und wiegt ungefähr 500 Gramm. Auf dem Ultraschallbild ist das Gesicht schon richtig gut zu erkennen.

Kann mein Baby mich jetzt schon hören?

Ja! In der 23. SSW härten die Knochen im Innenohr weiter aus und dein Baby kann immer besser hören. Es nimmt nicht nur dein Herzklopfen wahr, sondern auch deine Stimme und andere Geräusche. Besonders gut kann es tiefe Töne wahrnehmen.

Warum muss ich in der 23. SSW so oft auf die Toilette?

Das liegt meist daran, dass dein Baby auf der Blase liegt und den Harndrang auslöst. Zudem lockern die Schwangerschaftshormone wie Progesteron deine Muskeln auf, was ebenfalls den Harndrang verstärken kann. Eine Blasenentzündung steckt nur selten dahinter.

Was kann ich gegen Rückenschmerzen in der 23. SSW tun?

Rückenschmerzen entstehen jetzt oft dadurch, dass sich der Bauch nach vorne wölbt und der Rücken stärker belastet wird. Sanfte Bewegung, Schwangerschaftsyoga und Wärme können helfen. Auch ein Stützgürtel kann den Rücken entlasten.

Sind Braxton-Hicks-Kontraktionen in der 23. SSW normal?

Ja, Übungswehen (Braxton-Hicks-Kontraktionen) sind in dieser Phase normal. Der Bauch wird dabei immer wieder hart. Wenn sie jedoch häufig auftreten oder schmerzhaft sind, solltest du das von deiner Hebamme oder deinem Frauenarzt kontrollieren lassen.

Was hilft gegen Schwindelgefühle in der Schwangerschaft?

Schwindelgefühle können auf einen Eisenmangel oder Kreislaufprobleme hinweisen. Lege die Beine hoch, trinke ausreichend Flüssigkeit und achte auf eine nährstoffreiche Ernährung mit viel grünem Gemüse. Bei häufigem Schwindel solltest du deine Blutwerte überprüfen lassen.

Nadine Scheiner

Gründerin von moms.de, zweifache Mutter (Kinder geboren 2014 und 2016). Sie schreibt seit 2017 Ratgeber rund um Schwangerschaft, Geburt und Familienleben.

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