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Magnesiummangel in der Schwangerschaft

Nadine Scheiner Von Nadine Scheiner 09.05.2026 Lesezeit 8 Min.
Magnesiummangel in der Schwangerschaft

Auf einen Blick

  • Schwangere brauchen täglich 300-310 mg Magnesium – meist über ausgewogene Ernährung möglich
  • Magnesiummangel kann zu Wadenkrämpfen, vorzeitigen Wehen oder Präeklampsie führen
  • Magnesiumreiche Lebensmittel: Bananen, grünes Gemüse, Nüsse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte

Nächtliche Wadenkrämpfe, Muskelzucken, ein unangenehmes Ziehen – viele Schwangere kennen diese Symptome. Oft steckt ein Magnesiummangel dahinter. Warum Dein Körper jetzt mehr von diesem wichtigen Mineralstoff braucht und wie Du Deinen Bedarf am besten deckst, erfährst Du hier.

💪 Wofür braucht Dein Körper Magnesium?

Magnesium gehört zu den lebenswichtigen Mineralstoffen für Deinen Körper – und übernimmt gerade in der Schwangerschaft viele wichtige Aufgaben. Der Mineralstoff unterstützt die Reizweiterleitung von Nerven- und Muskelzellen und sorgt dafür, dass Deine Muskeln richtig arbeiten können. Das gilt auch für die Gebärmutter, die ebenfalls aus vielen Muskeln besteht.

Doch Magnesium kann noch mehr: Es stabilisiert Deine Knochen und trägt zur Funktion Deiner Herz- und Gefäßmuskelzellen bei. Gerade jetzt, wo Dein Körper Höchstleistungen vollbringt, ist eine gute Versorgung besonders wichtig.

Gut zu wissen: Die meisten Schwangeren nehmen Magnesium über eine gesunde, ausgewogene Ernährung auf. Nahrungsergänzungsmittel wie Biolectra sind nur nötig, wenn die Ernährung allein nicht ausreicht.

🔍 Woran erkennst Du einen Magnesiummangel?

Ein Magnesiummangel kann sich durch verschiedene Symptome bemerkbar machen. Achte auf folgende Anzeichen:

  • Nächtliche Wadenkrämpfe
  • Muskelkrämpfe
  • Antriebslosigkeit
  • Schwindel
  • Verstopfung oder Durchfall
  • Herzrasen oder Herzrhythmusstörungen
  • Kribbeln oder Taubheitsgefühl
  • Verstimmungen
  • Gesteigerte Unruhe

Achtung: Wenn Du mehrere dieser Symptome bei Dir bemerkst, sprich mit Deinem Arzt oder Deiner Hebamme. Sie können Deinen Magnesiumspiegel überprüfen und Dir bei Bedarf ein geeignetes Präparat empfehlen.

📅 Wie viel Magnesium brauchst Du in der Schwangerschaft?

In der Schwangerschaft steigt Dein Magnesiumbedarf leicht an. Pro Tag solltest Du etwa 310 mg Magnesium zu Dir nehmen. Bist Du zwischen 25 und 51 Jahre alt, liegt der Bedarf bei 300 mg täglich.

Wichtig für Dich: Hierbei handelt es sich um die empfohlene Tagesmenge beziehungsweise eine Verzehrsempfehlung. Diese kann von Frau zu Frau variieren, sodass Du notfalls Deinen Arzt oder Deine Hebamme fragen solltest, wie Dein individueller Magnesiumbedarf am Tag ist.

Grundsätzlich ist es über eine gesunde und ausgewogene Ernährung allemal möglich, die Differenz in Deiner Schwangerschaft abzudecken. Viele schwangere Frauen können auf ein Nahrungsergänzungsmittel oder Ergänzungspräparate verzichten.

Ich habe in beiden Schwangerschaften auf eine magnesiumreiche Ernährung geachtet – mit Nüssen, Bananen und viel grünem Gemüse. Das hat mir geholfen, Wadenkrämpfe zu vermeiden.

Nadine Scheiner · Gründerin moms.de, zweifache Mutter

🍼 Diese Lebensmittel sind reich an Magnesium

Damit Du Deinen Magnesiumbedarf auch in der Schwangerschaft abdecken kannst, solltest Du wissen, in welchen Lebensmitteln ausreichend Magnesium enthalten ist. Hier ein kleiner Einblick der Lebensmittel, die reich an Magnesium sind:

  • Bananen, Himbeeren und weitere Obstsorten
  • Alle grünen Gemüsesorten plus Kartoffeln und Möhren
  • Nüsse
  • Sonnenblumenkerne
  • Sojaprodukte
  • Fleisch
  • Hülsenfrüchte
  • Milch und Milchprodukte

Achtung: Achte darauf, dass Du beispielsweise auf Rohmilch oder nicht durchgegartes Fleisch in Deiner Schwangerschaft verzichtest.

Gerade im Sommer und in der Schwangerschaft ist es nicht selten, dass Dein Körper wichtige Mineralstoffe verliert. Vergiss daher nicht, die verlorene Flüssigkeit über eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wieder aufzunehmen.

🖤 Welche Komplikationen kann ein Magnesiummangel verursachen?

Rein aus medizinischer Sicht ist es in vielen Fällen ratsam, in der Schwangerschaft zusätzlich Magnesium zu sich zu nehmen. Es kann bei einem Mangel schließlich zu schwerwiegenden Problemen kommen. Zu diesen gehört nicht nur die Präeklampsie und die Eklampsie, sondern auch vorzeitige Wehen oder Wadenkrämpfe.

Wadenkrämpfe

Wadenkrämpfe sind wahrscheinlich nicht weiter schlimm und können sehr schnell behoben werden. Doch gerade in der Nacht können auch diese für schwangere Frauen mehr als unangenehm sein. Mit den passenden Arzneimitteln lassen sich auch diese Beschwerden sehr schnell lindern.

Vorzeitige Wehen

Solltest Du unter vorzeitigen Wehen leiden, wirst Du schnell bemerken, dass sich diese gegenüber den typischen Wehen unterscheiden. Oftmals treten die vorzeitigen Wehen eher in kurzen Abständen und zugleich auch über einen längeren Zeitraum auf. Sollte Dein Geburtstermin noch weit entfernt sein und es trotz alledem zu vorzeitigen Wehen kommen, ist es sehr wichtig, dass Du sofort einen Arzt aufsuchst und Dich von diesem untersuchen lässt.

Präeklampsie (Schwangerschaftsvergiftung)

Bei einer Präeklampsie hingegen, also einer Schwangerschaftsvergiftung, musst Du sofort handeln. Oftmals zeichnet sich diese durch einen hohen Blutdruck aus oder durch Wasseransammlungen im Gewebe. Es kann bei einer Schwangerschaftsvergiftung sogar zu einer Frühgeburt kommen. Auch die Entwicklung Deines ungeborenen Babys kann stark beeinflusst werden. Daher ist es umso wichtiger, dass Du in Deiner Schwangerschaft auf einen guten Magnesiumspiegel achtest. Solltest Du jedoch bemerken, dass ein Mangel herrscht und schon Symptome hast, such sofort einen Arzt auf, der Dir helfen kann.

Tipp: Bei der Einnahme von Magnesium als Ergänzungspräparat ist immer auf die korrekte Verzehrsempfehlung zu achten. Diese kann Dir Dein Arzt mitteilen. In der Regel werden diese sogar als Brausetabletten mit Zitronengeschmack angeboten, sodass Du sie mit einem Glas Wasser zu Dir nehmen kannst.

✨ Kann man Magnesium auch zur Vorsorge einnehmen?

Auch mit dieser Frage befassen sich heute immer mehr Frauen. Besonders in der Schwangerschaft möchte man gerne alles richtig machen und versuchen, vor Krankheiten, Komplikationen und anderen Problemen vorzubeugen. Keine werdende Mutter möchte, dass das eigene Kind Probleme mit dem Wachstum hat oder an einer Präeklampsie erkrankt.

Solltest Du Dir daher nicht sicher sein, ob Du Deinen Magnesiumspiegel über die eigene Ernährung aufbauen kannst, besprich dies mit einem behandelnden Arzt. Dieser kann Dir dabei helfen, die offenen Fragen zu klären und Dir zu helfen.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel Magnesium brauche ich in der Schwangerschaft?

In der Schwangerschaft liegt der empfohlene Tagesbedarf bei 300-310 mg Magnesium. Der genaue Bedarf kann individuell variieren – sprich am besten mit Deinem Arzt oder Deiner Hebamme über Deine persönliche Situation.

Kann ich meinen Magnesiumbedarf nur über die Ernährung decken?

Ja, bei den meisten Schwangeren ist das möglich. Eine ausgewogene Ernährung mit magnesiumreichen Lebensmitteln wie Nüssen, grünem Gemüse, Bananen und Vollkornprodukten reicht oft aus. Nur bei nachgewiesenem Mangel oder besonderen Umständen sind Nahrungsergänzungsmittel nötig.

Woran erkenne ich, dass ich zu wenig Magnesium habe?

Typische Anzeichen sind nächtliche Wadenkrämpfe, Muskelzucken, Antriebslosigkeit, Schwindel oder Herzrasen. Wenn Du mehrere dieser Symptome bemerkst, lass Deinen Magnesiumspiegel beim Arzt überprüfen.

Welche Lebensmittel enthalten besonders viel Magnesium?

Zu den magnesiumreichsten Lebensmitteln gehören Nüsse, Sonnenblumenkerne, Hülsenfrüchte, grünes Gemüse, Bananen, Vollkornprodukte sowie Milch und Milchprodukte. Achte auf eine abwechslungsreiche Ernährung mit diesen Lebensmitteln.

Kann ein Magnesiummangel gefährlich für mein Baby werden?

Ein ausgeprägter Magnesiummangel kann zu Komplikationen wie vorzeitigen Wehen oder einer Präeklampsie (Schwangerschaftsvergiftung) führen. Diese können die Entwicklung Deines Babys beeinflussen. Deshalb ist es wichtig, auf eine ausreichende Magnesiumversorgung zu achten und bei Symptomen den Arzt aufzusuchen.

Soll ich Magnesium vorsorglich einnehmen?

Eine vorsorgliche Einnahme von Magnesiumpräparaten ist nicht generell nötig. Besprich mit Deinem Arzt oder Deiner Hebamme, ob in Deinem Fall eine zusätzliche Einnahme sinnvoll ist. Bei ausgewogener Ernährung reicht diese meist aus, um den Bedarf zu decken.

Nadine Scheiner

Gründerin von moms.de, zweifache Mutter (Kinder geboren 2014 und 2016). Sie schreibt seit 2017 Ratgeber rund um Schwangerschaft, Geburt und Familienleben.

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