Spielen macht fit fürs Leben
Auf einen Blick
- Spielen ist die natürliche Art, wie Kinder fürs Leben lernen – ganz ohne Druck
- Beim Spielen entwickeln Kinder motorische Fähigkeiten, Kreativität und soziale Kompetenz
- Draußen spielen fördert die Bewegung und Entwicklung mehr als digitale Spiele
Dein Kind spielt den ganzen Tag – und das ist auch gut so! Denn während es mit Bauklötzen eine Rakete baut oder durchs Haus flitzt, lernt es spielerisch alles, was es für sein Leben braucht. Warum Spielen so viel mehr ist als nur Zeitvertreib und wie Du die Spielfreude Deines Kindes am besten unterstützt.
🌸 Warum Spielen so wichtig für Dein Kind ist
Wir lieben es zu spielen. Und zwar unabhängig davon, wie alt wir sind, nur leider haben wir mit den Jahren immer weniger Zeit dafür. Da haben es Kinder schon besser, denn sie verbringen ihre ersten Lebensjahre fast ausschließlich damit zu spielen. Dabei lernen sie auf vergnügliche Weise, wie das Leben funktioniert.
Gut zu wissen: Spielend fürs Leben lernen ist keine leere Floskel – Kinder entwickeln beim Spielen tatsächlich alle wichtigen Fähigkeiten für ihr späteres Leben.
✨ Gefahrlos ausprobieren – so lernt Dein Kind
Beim Spielen kann Dein Kind gefahrlos Dinge ausprobieren, die in der Realität schlimm ausgehen könnten, wenn es sie versuchen würde. Es kann sich auf sein Rutschauto schwingen und wilde Runden durchs Haus drehen. Dabei holt es sich vielleicht ein paar Beulen, aber mehr passiert zum Glück meistens nicht. Doch die Beulen sind ihm eine Lehre, dass es beim nächsten Mal besser aufpassen sollte, damit es diese schmerzhafte Erfahrung nicht noch einmal machen muss.
Tipp: Lass Dein Kind ruhig kleine "Fehler" beim Spielen machen – diese harmlosen Erfahrungen sind wertvolle Lektionen für später.
👶 Soziale Kompetenz durch gemeinsames Spielen
Spielend lernen macht Freude, ganz gleich ob man dabei allein oder in Gesellschaft ist. Zusammen mit anderen bietet Spielen interaktive Highlights, die jedes Kind toll findet; gleichzeitig ist es eine wertvolle Übung für soziale Kompetenz. Denn die Erfahrung, dass ein anderes Kind hat, was man selbst haben möchte, endet üblicherweise in einem deftigen Streit, der wahrscheinlich nur durch einen erfahrenen Schlichter beendet werden kann.
Dass unser Miteinander nur funktioniert, wenn wir uns alle an bestimmte Regeln halten, vermittelt wohl erst die Zeit im Kindergarten. Dort macht Dein Kind aber auch die motivierende Erfahrung, dass es für empathisches Verhalten gelobt wird und möglicherweise sogar eine Belohnung erhält.
Ich habe bei meinen beiden Kindern gesehen, wie wichtig freies Spielen ist – gerade draußen an der frischen Luft. Dort lernen sie mehr fürs Leben als vor jedem Bildschirm.
🌸 Kreativität und Fantasie entwickeln
Die Freude am Spielen bringt Kinder dazu, ihre Persönlichkeit zu entwickeln und wichtige Fähigkeiten fürs Leben zu erwerben. Die Freiheit, ihrer Kreativität dabei freien Lauf zu lassen, erweitert ihren Horizont, weil sie so spielend fürs Leben lernen können. Dass die Mondrakete aus Bausteinen nicht wirklich fliegen kann, spielt dabei keine große Rolle, denn die kindliche Fantasie macht es möglich, dass sie damit eine abenteuerliche Reise zum Mond antreten können.
💪 Draußen spielen – das beste Training für Körper und Geist
Am meisten Spaß macht das Spielen natürlich im Freien. Hier können die Kinder ihrem Bewegungsdrang freien Lauf lassen. Sie laufen, springen, klettern und absolvieren dabei ganz automatisch ein perfektes Training für ihre motorischen Fähigkeiten. Davon profitieren sie wesentlich mehr, als wenn sie ihre Zeit zu Hause mit Videospielen verbringen würden.
Achtung: Digitale Spiele sind okay, aber achte darauf, dass diese Video-Games für Kinder geeignet sind und die Zeit begrenzt bleibt.
Zugegeben, ohne diesen digitalen Zeitvertreib geht es vermutlich auch nicht, aber Du solltest zumindest darauf achten, dass diese Video-Games für Kinder geeignet sind. Und Du solltest vor allem mit gutem Beispiel vorangehen und beispielsweise Deinen Tipp für den Eurojackpot erst abgeben, wenn die Kleinen schlafen.
✨ Den perfekten Spielraum schaffen
Auch wenn die Chance auf den Hauptgewinn nicht allzu groß ist, kann es ja nicht schaden, wenn man dem Glück eine Einladung zukommen lässt, mal kurz vorbeizuschauen und der Familie eine freudige Überraschung zu bescheren. Denn auch mit einem kleineren Gewinn können Wünsche in Erfüllung gehen, die mit dem normalen Haushaltsetat nicht bezahlbar wären. Und solche Wünsche gibt es vor allem in Familien mit Kindern ja meistens mehr als genug.
Zum Beispiel eine gemütliche Spielecke, die sich die Kinder schon lange wünschen. Mit lustigen Möbeln und einer kleinen Sitzgruppe, an der alle Platz haben, um sich die Zeit mit schönen Spielen zu vertreiben.
Tipp: Eine gemütliche Spielecke muss nicht teuer sein – oft reichen ein paar Kissen, eine Decke und die Lieblingsspielzeuge Deines Kindes.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel sollte mein Kind täglich spielen?
Kinder im Vorschulalter sollten möglichst den ganzen Tag spielen dürfen – das ist ihre natürliche Art zu lernen. Wichtig ist dabei eine gute Mischung aus freiem Spiel, Bewegung draußen und ruhigeren Aktivitäten.
Ist es schlimm, wenn mein Kind viel alleine spielt?
Nein, überhaupt nicht! Alleine spielen ist genauso wertvoll wie gemeinsames Spielen. Dabei entwickelt Dein Kind Kreativität, Selbstständigkeit und lernt, sich selbst zu beschäftigen.
Wie viel Bildschirmzeit ist für Kinder okay?
Experten empfehlen für Kinder unter 3 Jahren möglichst keine Bildschirmzeit, für 3-6-Jährige maximal 30 Minuten täglich. Wichtig ist, dass digitale Spiele altersgerecht sind und Bewegung im Freien nicht ersetzen.
Muss ich immer mitspielen oder kann mein Kind auch alleine spielen?
Beides ist wichtig! Gemeinsames Spielen stärkt Eure Bindung, aber Dein Kind braucht auch Zeit für freies, selbstbestimmtes Spielen ohne Anleitung. So entwickelt es Eigenständigkeit und Kreativität.
Wie fördere ich die Spielfreude meines Kindes am besten?
Gib Deinem Kind Zeit und Raum zum freien Spielen, sowohl drinnen als auch draußen. Weniger ist oft mehr – zu viele Spielsachen können überfordern. Lass Dein Kind selbst entscheiden, womit und wie es spielen möchte.
Was kann ich tun, wenn mein Kind nicht gerne draußen spielt?
Geh mit gutem Beispiel voran und verbringe selbst Zeit im Freien. Lade andere Kinder zum gemeinsamen Spielen ein oder finde Aktivitäten, die Dein Kind besonders interessieren – ob Sandkasten, Schaukel oder Naturerkundung.
Gründerin von moms.de, zweifache Mutter (Kinder geboren 2014 und 2016). Sie schreibt seit 2017 Ratgeber rund um Schwangerschaft, Geburt und Familienleben.
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