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Migräne & Kopfschmerzen in der Schwangerschaft

Nadine Scheiner
24 Jan 2022
4 min
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Kopfschmerzen oder sogar Migräne sind in der Schwangerschaft nicht selten. Trotz alledem sind die Ursachen dafür besonders vielfältig. Oftmals handelt es sich bei Euren Kopfschmerzen um harmlose Beschwerden, die nach einer Weile wieder zurückgehen. Besonders in den ersten drei Monaten Eurer Schwangerschaft kann es zu einem stärkeren und häufigerem Leiden kommen. Es wird vermutet, dass Eure Hormonumstellung dafür verantwortlich ist.
Es gibt Frauen, die in der Schwangerschaft jedoch an starken Migräneattacken leiden. Diese verschwinden nicht so schnell, wie Kopfschmerzen und haben meistens einen deutlich schwereren Verlauf. Was ihr bei Kopfschmerzen und Migräne in der Schwangerschaft tun könnt, haben wir Euch in diesem Artikel zusammengefasst.

Kopfschmerzen Schwangerschaft – Was bedeutet das genau?

Kopfschmerzen in der Schwangerschaft können verschiedene Ursachen haben. Beispielsweise kann der Verzicht auf Koffein in Eurer Schwangerschaft für die ständigen Kopfschmerzen verantwortlich sein. Doch auch unregelmäßiger Schlaf, zu viel Stress, Verspannungen oder sogar ein niedriger Blutzuckerspiegel sind der Grund dafür, warum ihr in der Schwangerschaft unter Kopfschmerzen leidet. Viele Frauen leiden unter Kopfschmerzen, da sie deutlich zu wenig trinken. Doch auch menstruationsbedingte Kopfschmerzen, oftmals bis hin zu Migräne, sind bei Frauen keine Seltenheit. Frauen, die während der Menstruation unter starken Kopfschmerzen leiden, können in vielen Fällen in der Schwangerschaft aufatmen. Oftmals leiden Frauen während der Schwangerschaft seltener unter Kopfschmerzen und sind in der Regel schmerzfrei. Oftmals bekommen Frauen in der sogenannten Schwangerschaftsdepression Kopfschmerzen. Die Schwangerschaftsdepression vergeht meistens nach wenigen Wochen wieder.

Vorsicht ist jedoch geboten, wenn die Kopfschmerzen in Verbindung mit Bluthochdruck stehen. Gerade dann kann es zu Eiweiß in Eurem Urin kommen, was wiederum die ersten Anzeichen für eine sogenannte Präeklampsie, eine Schwangerschaftsvergiftung sein kann. Es gibt noch weitere Warnsignale, die ihr beachten solltet. Dies sind die folgenden: Anschwellen des Gesichtes, Oberbauchschmerzen und Schwellungen an Händen und Füßen.

Migräne Schwangerschaft – was passiert in der Schwangerschaft?

Besonders schmerzhaft im Gegensatz zu Kopfschmerzen ist Migräne in der Schwangerschaft. Pulsierende und quälende Schmerzen sind einer der ersten Symptome für Migräne. Besonders an der Stirn und den Schläfen können diese Schmerzen auftreten. Viele Frauen sind bei einer Migräneattacke Lichtempfindlich und Erbrechen im schlimmsten Fall.

Migräneanfälle kündigen sich häufig schon eine gewisse Zeit vorher an. Meistens fängt eine Attacke mit Wahrnehmungsstörungen an, auch Aura genannt. Es gibt verschiedene Auren, die mit Migräne in Verbindung stehen. Bei diesen Störungen kann es beispielsweise zu Gesichtsfeldausfällen und leichten Lähmungen kommen. Auch eine Störung des Gleichgewichtes ist nicht selten. Viele Frauen berichten darüber, dass ein Migräneanfall über mehrere Stunden andauern kann. Durch Bewegung verschlechtert sich der Zustand. Es ist daher sehr wichtig, dass ihr Euch vor allem in Eurer Schwangerschaft bei einem Migräneanfall sehr viel Ruhe gönnt.

Bisher gibt es keine genauen Ursachen für die Entstehung von Migräne. Es kann besonders in der Schwangerschaft eine Vielzahl von Auslösern geben. Die Hormonschwankungen und beispielsweise auch Stress können in der Schwangerschaft zu diesen Problemen führen. Wie bei Kopfschmerzen auch kann Migräne allerdings auch aufgrund von Schlafmangel, Koffeinentzug oder sogar bestimmten Wetterlagen abhängen. Aufgrund Eures erhöhten Hormonhaushaltes kommt es deutlich öfter zu Migräneattacken in der Schwangerschaft. Diese müssen jedoch anders behandelt werden, da ihr in Eurer Schwangerschaft auf Medikamente verzichten solltet.

Besonders im ersten Drittel Eurer Schwangerschaft sind Schmerzmittel tabu. Diese sind schlecht für Euer ungeborenes Kind und sollten daher gänzlich vermieden werden. Im zweiten Drittel Eurer Schwangerschaft ist es möglich Paracetamol einzunehmen. Besprecht des jedoch im Vorfeld mit Eurem Arzt.

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Valeriya Anufriyeva via Shutterstock

Kopfschmerzen & Migräne in der Schwangerschaft – was tun?

Gerade in der Schwangerschaft können Kopfschmerzen und Migräne zu einem echten Dilemma werden. Schließlich möchtet ihr Euer ungeborenes Kind nicht schaden und dennoch die Schmerzen bekämpfen. Es gibt einige Möglichkeiten, wie ihr Eure Kopfschmerzen und Migräne vorbeugen könnt. Mit den nachfolgenden Tipps könnt ihr vorbeugende Maßnahmen in Eurer Schwangerschaft treffen:

  • Sportliche Aktivitäten: Leichter Sport kann in Eurer Schwangerschaft viel bewirken. Er dient nicht nur zur Vorbeugung von Kopfschmerzen und Migräne, sondern sorgt gleichzeitig für ausreichend Bewegung. Gymnastik, Yoga oder Schwimmen eignen sich in der Schwangerschaft besonders gut und fördern das Wohlbefinden. Vergesst dabei nicht, Euch regelmäßige Ruhephasen zu gönnen, damit sich Eure Körper erholen kann.
  • Regelmäßiger Schlaf: In der Schwangerschaft ist es noch wichtiger, dass ihr regelmäßig schlaft und Euch in der Nacht die Ruhe gönnt. Zu wenig oder ein zu unruhiger Schlaf kann sehr schnell zu Kopfschmerzen führen. Aufgrund dessen ist es umso wichtiger, dass ihr in Eurer Schwangerschaft auf ausreichend Schlaf wert legt.
  • Ausreichend Flüssigkeit: Besonders in Eurer Schwangerschaft ist es wichtig, dass ihr ausreichend Flüssigkeit zu Euch nehmt. Genauer genommen sollten es bis zu zwei Liter Flüssigkeit am Tag sein. Wasser, Tee oder verdünnte Fruchtschorlen sind in der Schwangerschaft am besten geeignet.
  • Blutzuckerspiegel: Ist Euer Blutzuckerspiegel in der Schwangerschaft zu niedrig, kommt es meistens zu starken Kopfschmerzen. Von Vorteil ist es, wenn ihr gleich mehrere Mahlzeiten über den Tag verteilt zu Euch nehmt, damit ihr Euren Blutzuckerspiegel konstant halten könnt. Für unterwegs eignen sich besonders gut Snacks, wie beispielsweise Müsliriegel oder sogar ein paar Nüsse.
  • Essgewohnheiten prüfen: Solltet ihr ständig unter Migräneattacken leiden ist es sinnvoll, auch mal die Essgewohnheiten zu prüfen. Schokolade und vereinzelte Käsesorten stehen unter dem Verdacht, dass sie Migräne auslösen. Eine bewusste und gesunde Ernährung ist in Eurer Schwangerschaft daher sehr wichtig.
  • Massagen helfen: Sollte es zu schlimm werden und die Beschwerden nicht mindern ist es möglich mit Hilfe von Massagen bei einem Physiotherapeut zu arbeiten. Verspannungen im Nacken oder Rücken können ebenfalls ein Auslöser für Migräne sein.
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Tanya Yatsenko via Shutterstock

Was tun bei Migräne in der Schwangerschaft? – Die alternativen Methoden

Jeder von Euch hat sich wahrscheinlich schon einmal mit der Frage „Migräne in der Schwangerschaft was hilft?“ befasst. Schließlich ist es bekannt, dass ihr keine Medikamente zu Euch nehmen solltet. Es gibt jedoch einige Alternativen, die bei diesen typischen Schwangerschaftsbeschwerden helfen können. Akupunktur ist eine gute Möglichkeit, um die Schmerzen im Kopfbereich zu lindern. Auch weitere naturheilfreundliche Verfahren können eingesetzt werden. Besprecht dies am besten mit Eurer Hebamme und holt Euch einen Hebammentipp ein, welche Heilmethoden auch bei Euch in der Schwangerschaft eingesetzt werden können. Einige Heilpraktiker arbeiten mit Schüßler Salzen, die sich positiv auf Euren Körper auswirken und die Kopfschmerzen auf natürliche Art und Weise lindern können.

Beispielsweise kann auch die Osteopathie helfen, Eure Kopfschmerzen und die Migräne zu bekämpfen und in der Schwangerschaft zu lindern. Die Frage „Migräne Schwangerschaft was tun?“ ist daher vielseitig beantwortbar, je nachdem für welche alternativen Heilmethoden ihr Euch entscheidet. Sollten diese jedoch nicht helfen, ist der Ganz zum Arzt sehr wichtig. Dieser kann Euch eventuelle Medikamente verschreiben, die weder Euch noch Eurem Kind schaden werden.

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