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So motivierst Du Dein Kind zum Sport

Nadine Scheiner
04 Sep 2018
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Es gibt Kinder, die nicht still sitzen können und am Liebsten den ganzen Tag draußen rumrennen würden. Bei diesen Kindern ist es ein leichtes, sie zu einem Sport zu motivieren und ihren Bewegungsdrang sinnvoll einzusetzen.

Doch es gibt auch Kinder, die eher zu der bequemen Sorte gehören. Doch auch, oder besonders für diese Kinder ist es wichtig, sich aufzuraffen und Sport zu treiben. Nicht nur ist Bewegung an sich gesund, aber ein Sportverein ist eine gute Möglichkeit für Kinder Freunde zu finden und ein Hobby fürs Leben zu entdecken. Wie könnt ihr aber kleine Bewegungsmuffel zum Sport begeistern? Wir haben zunächst ein paar gute Tipps und Antworten auf die häufigtsen Fragen gesammelt und für Euch zusammengestellt.

Kinder zum Sport motivieren
Von NataSnow - Shutterstock

Wer? Die Eltern sollten ein gutes Vorbild sein

Vielleicht hat Euer Kind ja seine bequeme Art von Euch geerbt? Wenn dem so ist, könnt ihr gemeinsam euren inneren Schweinehund besiegen und anfangen gemeinsam zu sporteln. Spaziergänge und Besuche im Schwimmbad sind da ein guter Anfang. Vielleicht ist eine Anmeldung im Schwimmverein der nächste Schritt. Es gibt auch, gerade für jüngere Kinder Kurse, die mit den Eltern zusammen belegt werden können.

Wer kein großer „Draußen“ Fan ist und keine Lust auf einen Verein hat, kann auch Zuhause sportlich werden. Bei youtube finden sich kostenlose Videos für Kinderyoga oder andere Übungen, die ihr bequem zu Hause ausprobieren könnt. Vielleicht verwandet Ihr euch ja dann gemeinsam in Sportkanonen.

Was? Den passenden Sport finden

Sport sollte keine Strafe sein, sondern Eurem Kind vor allem Spaß machen. Dann ist die Motivation auch viel einfacher und die Gegenwehr für Euch umso geringer. Perfekt ist es natürlich, wenn euer Kind einen Freund im Sportverein hat, der ein zusätzlicher Grund ist regelmäßig hinzugehen.

Es dauert vielleicht ein wenig, bis der passende Sport für den Nachwuchs gefunden wird. Nehmt Euch Zeit mit den Kindern auszuprobieren und setzt eure Kinder nicht unter Druck! Vor allem solltet ihr nicht probieren Eure Kinder für einen Sport zu begeistern, der ihnen nicht liegt, nur weil ihr ihn mögt. Viele Sportvereine bieten Schnupperkurse an und gerade für jüngere Kinder Sportstunden, in denen alles mal ausprobiert werden kann. Ansonsten müsst Ihr euch damit abfinden, dass Ihr kleine Fußballerinnen nicht zu Ballerinas machen könnt.

Wo? Der Alltag muss weiter laufen

Denkt immer daran – an einem stressigen Tag mit vielen Terminen muss es noch möglich sein, das Kind zum Sport zu bringen. Vielleicht schließt ihr euch mit anderen Eltern zusammen und wechselt euch ab? Ein Sportverein um die Ecke ist dem Verein, 6 Kilometer entfernt immer vorzuziehen. Wenn ihr keine Lust habt, die Kinder zum Sport zu bringen, ist das eine leichte Ausrede für euer Kind nicht zu gehen!

Wie? Auf den Prozess aufmerksam machen und am Ball bleiben

Es ist wichtig, die Entwicklung und den Fortschritt des Kindes zu sehen. Hat Euer Kind nach Wochen endlich einen Purzelbaum geschafft? Super! Vielleicht sieht es aber seinen Fortschritt gar nicht, weil alle anderen Kinder schon ein Rad schlagen können. Da ist es doppelt wichtig seinem Kind zu zeigen, dass auch hier der Weg das Ziel ist. Nicht jeder kleine Fussballer muss der nächste Mario Götze werden, aber es ist wichtig, dass Ihr stolz auf eure Kinder seid.

Manchmal haben Kinder einfach keine Lust, sind frustriert oder müde, dann ist etwas Nachdruck gefragt. Manchmal müsst Ihr das Kind auch zum Training schleifen. Das sollte aber die Ausnahme bleiben. Wenn Ihr dann da seid und das Kind hat Spaß, habt Ihr alles richtig gemacht! Sollte Euer Kind auch vor Ort verweigern mitzumachen, müsst ihr vielleicht mal mit den Trainern sprechen. Ist die Entwicklung schon länger so, ist ein Wechsel der Sportart vielleicht angebracht.

Und dann? Dabei sein!

Natürlich müsst ihr nicht bei jeder Turnstunde danebensitzen! Da würdet ihr wahrscheinlich eher ablenken. Aber Ihr könnt beim Abholen fragen, wie es war, euch merken woran die Kinder gerade arbeiten und euren Kindern aufrichtiges (!) Interesse entgegen bringen. Wirklich hilfreich ist Sport vor allem dann, wenn es zu einer dauerhaften Angewohnheit wird. Bleibt also mit Euren Kindern gemeinsam am Ball!

Fazit - Kinder zum Sport motivieren

Kleine Sportmuffel werden nur schwer zu Supersportlern werden. Das ist okay, Kinder haben unterschiedliche Interessen und Stärken. Mit etwas Liebe, Unterstützung und manchmal sanften Druck kann aber jedes Kind seinen Lieblingssport finden.

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