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Die 34. Schwangerschaftswoche – in der 34. SSW ist die Lunge voll ausgebildet

Nadine Scheiner Von Nadine Scheiner 26.03.2026 Lesezeit 11 Min.
Die 34. Schwangerschaftswoche – in der 34. SSW ist die Lunge voll ausgebildet

Auf einen Blick

  • Die Lunge eures Babys ist jetzt voll ausgereift – bei einer Geburt in der 34. SSW sind die Überlebenschancen sehr gut
  • Euer Baby wiegt etwa 2.100 Gramm und ist rund 44 cm groß – es wird immer enger im Bauch
  • Die Gebärmutter hat ihren höchsten Stand erreicht, ab jetzt wird es wieder leichter zu atmen

Nur noch sechs Wochen bis zum errechneten Geburtstermin! Ihr seid mitten im 9. Monat und spürt euer Baby jetzt besonders intensiv – kein Wunder, denn im Bauch wird es richtig eng. Gleichzeitig macht euer Körper sich bereit für die Geburt und auch euer Kleines legt die letzten wichtigen Entwicklungsschritte zurück.

👶 So entwickelt sich euer Baby in der 34. SSW

Mit 33+0 beginnt die 34. Schwangerschaftswoche und euer Baby hat nun eine beeindruckende Größe von rund 44 cm erreicht. Das Gewicht liegt bei etwa 2.100 Gramm – in den letzten Wochen hat es ordentlich zugelegt und ist immer besser in der Lage, selbst seine Temperatur zu regulieren.

Die Lunge ist jetzt ausgereift

Die Lunge hat in den letzten Wochen echte Entwicklungssprünge gemacht. Euer Baby hat fleißig die Atmung trainiert und nun ist es soweit: In der 34. Schwangerschaftswoche wird die Lungenreife abgeschlossen. Sollte euer Baby jetzt geboren werden, kann es dennoch sein, dass es noch Unterstützung bei der Atmung braucht. Viele Frühchen sind aber bereits in der Lage, selbstständig zu atmen. Eine Lungenreife würde bei vorzeitigen Wehen nicht mehr gegeben werden.

Achtung: Auch wenn die Überlebenschancen sehr gut sind – es ist nach wie vor wichtig, eine Frühgeburt zu vermeiden. Bei Fruchtwasserverlust oder Wehen solltet ihr sofort reagieren und euch ins Krankenhaus begeben.

Bewegungen werden intensiver und seltener

In der Gebärmutter ist es nun richtig eng für euer Ungeborenes geworden. Die Arme und Beine können kaum noch zu den Seiten ausgestreckt werden, was die Bewegungen anstrengender macht. Ihr bemerkt die Tritte jetzt umso stärker – manchmal kann das auch schon einmal schmerzhaft sein.

Die meisten Babys befinden sich jetzt schon in der Geburtsposition mit dem Kopf nach unten. Es kann aber auch sein, dass euer Baby noch in der Beckenendlage ist. Eine Wendung ist noch möglich.

Gut zu wissen: Vielleicht habt ihr das Gefühl, dass die Bewegungen nachlassen. Bis zu einem gewissen Maß ist das normal, denn euer Baby kann sich nicht mehr so gut bewegen. Werden die Bewegungen jedoch sehr schwach oder nehmen stark ab, lasst das bitte im Krankenhaus oder beim Gynäkologen kontrollieren.

Gehör und Organe reifen weiter

Die Organe sind schon sehr gut ausgereift und in der Lage, ihre Aufgaben zu übernehmen. In den letzten Wochen der Schwangerschaft werden sie noch etwas weiter reifen. Besonders interessant ist die Entwicklung des Gehörs: Mit jedem Tag kann euer Baby Geräusche besser wahrnehmen und auch Töne unterscheiden. Es erkennt eure Stimme und lässt sich davon gerne beruhigen.

Die Geschlechtsteile schwellen an

Die Geschlechtsteile sind schon lange komplett ausgereift. Bei Mädchen sind die Schamlippen nun leicht geschwollen, bei Jungen sammelt sich Flüssigkeit in den Hoden an, wodurch sie anschwellen. Das heißt, sie sind auf dem Ultraschall nun sehr gut zu erkennen. Wenn die letzte Vorsorgeuntersuchung noch aussteht, habt ihr vielleicht noch einmal die Chance, das Geschlecht zu sehen. Nach der Geburt schwellen Schamlippen und Hoden nach und nach ab – Grund dafür sind die mütterlichen Hormone sowie mögliche Wassereinlagerungen.

Gut zu wissen: Auch wenn die Verknöcherung des Skeletts schon weit vorangeschritten ist, dauert es noch, bis die Knochen richtig ausgehärtet sind.

🌸 Das verändert sich in eurem Körper

Die Haut an eurem Bauch steht nun sehr stark auf Spannung, denn sie dehnt sich immer weiter aus. Es kann also sein, dass sie noch immer juckt. Die Linea Alba wird immer dunkler. Versorgt eure Haut mit Feuchtigkeit, damit das Spannungsgefühl nachlässt. Auch euer Baby genießt die sanften Berührungen, wenn ihr Öl oder Creme einreibt.

Die Gebärmutter hat ihren Höchststand erreicht

In der 34. Schwangerschaftswoche hat die Gebärmutter den höchsten Stand erreicht. Sie hat die Organe zur Seite gedrängt und erstreckt sich in eurem Unterbauch. Daher kann es sein, dass ihr noch immer verstärkte Atembeschwerden habt. Kurzatmigkeit gehört zu den häufigsten Schwangerschaftsbeschwerden.

Die gute Nachricht: Wenn die Senkwehen einsetzen, sinkt die Gebärmutter wieder nach unten und das Atmen wird deutlich leichter. Viele Frauen empfinden diese Phase als echte Erleichterung.

Nadine Scheiner · Gründerin moms.de, zweifache Mutter

Auch Sodbrennen ist nach wie vor ein Thema. Achtet darauf, dass ihr euren Oberkörper ein wenig nach oben lagert, um die Speiseröhre zu entlasten.

Schmerzen im Becken und Rücken

Rückenschmerzen sind vielleicht schon seit einigen Wochen eure treuen Begleiter. Sie können sich nun noch verstärken. Einige Frauen verspüren auch die Senkwehen oder Vorwehen eher im Rückenbereich. Möglicherweise bemerkt ihr aber auch zunehmende Schmerzen im Becken. Eure Symphyse wird stark belastet und das Baby sinkt immer weiter nach unten. Dadurch entsteht auch eine höhere Belastung auf das Becken.

Tipp: Lagert euer Becken etwas höher und nehmt die Belastung durch ein Stillkissen von eurem Körper. Das kann die Schmerzen deutlich lindern.

Muskelverspannungen und Krämpfe

Wenn ihr eine längere Zeit nicht in Bewegung gewesen seid, zeigen sich Krämpfe in den Waden? Eure Muskeln werden stark beansprucht und das zeigt sich nun in Verhärtungen und Verspannungen. Hier kann es angenehm sein, ein warmes Bad einzunehmen und sich zu entspannen.

Gut zu wissen: Solltet ihr noch immer Magnesium in einer hohen Dosis einnehmen, ist nun die Zeit gekommen, dieses langsam abzusetzen. Sprecht dazu am besten mit eurer Hebamme.

💪 So könnt ihr euch auf die Geburt vorbereiten

Die Dammmassage

Im Geburtsvorbereitungskurs habt ihr jetzt möglicherweise schon einige Hinweise rund um die richtige Atmung erhalten. Vielleicht setzt ihr euch auch immer mehr mit der Frage auseinander, wie und wo ihr entbinden möchtet. Langsam ist es gut, wenn ihr euren Körper noch weiter vorbereitet.

Habt ihr schon einmal von der Dammmassage gehört? Der Damm muss sich unter der Geburt deutlich dehnen. Wenn ihr bereits einige Wochen vorher mit der Massage dieses empfindlichen Bereiches beginnt, könnt ihr euren Körper entlasten. Lasst euch von der Hebamme zeigen, wie die Massage funktioniert. So kann auch die Wahrscheinlichkeit für einen Dammriss verringert werden.

Verdauung im Blick behalten

Zu Beginn der Schwangerschaft ist die Verdauung ganz besonders träge. Dies hängt mit der hormonellen Umstellung zusammen. In den folgenden Schwangerschaftsmonaten ändert sich daran kaum etwas – das ist auch in der 34. Schwangerschaftswoche noch der Fall. Inzwischen kann es aber auch sein, dass Probleme mit der Verdauung Wehen auslösen. Es handelt sich meist um Kontraktionen, die bisher noch keinen Einfluss auf euren Gebärmutterhals haben. Das kann sich aber auch schnell ändern.

Tipp: Achtet darauf, ausreichend Flüssigkeit zu trinken. Das hilft der Verdauung und kann unangenehme Kontraktionen verhindern.

Ausfluss und Blutungen beobachten

Möglicherweise habt ihr wieder vermehrt Ausfluss. Durch die Kontraktionen kann es sein, dass sich einzelne Teile von eurem Schleimpfropf lösen. Auch leichte Blutungen sind keine Seltenheit.

Achtung: Blutungen solltet ihr immer durch den Frauenarzt oder die Hebamme abklären lassen – auch wenn sie nur leicht sind.

🍼 Ernährung bleibt wichtig

Nach wie vor ist eure Ernährung ein wichtiger Faktor. Sowohl ihr als auch euer Baby brauchen Nährstoffe und Spurenelemente. Es kann sein, dass ihr noch immer Heißhunger habt und gerne zu Süßigkeiten greift. Das ist auch in Ordnung. Allerdings sollte der große Teil eurer Ernährung besonders ausgewogen sein. Obst und Gemüse gehören ebenso dazu wie ausreichend Flüssigkeit und Ballaststoffe.

📅 Organisatorisches nicht vergessen

Mit jedem Tag rückt der Entbindungstermin laut Mutterpass näher. Nur die wenigsten Kinder machen sich auch wirklich am Entbindungstermin auf den Weg. Es kann auch früher oder später losgehen. Daher ist es gut, wenn ihr die Vorbereitungen schon getroffen habt.

Vaterschaftsanerkennung

Wie sieht es mit der Vaterschaftsanerkennung aus? Seid ihr nicht verheiratet und möchtet das gemeinsame Sorgerecht, muss eine Anerkennung der Vaterschaft erfolgen. Das könnt ihr natürlich nach der Entbindung durchführen. Entspannter ist es aber, wenn ihr diesen Weg vor der Entbindung geht.

Je nach Amt kann es sein, dass ihr einige Zeit Vorlauf braucht, um einen Termin für die Urkunde zu erhalten. Erkundigt euch vielleicht einfach, wann der nächste Termin frei ist.

Unterlagen für das Krankenhaus

Die Vorbereitung der Unterlagen ist generell ein Thema, welches jetzt eine wichtige Rolle spielt. Packt alles zusammen, was ihr für das Krankenhaus braucht. Den Mutterpass führt ihr generell mit euch. Einige Krankenhäuser bieten an, dass sie die Geburtsurkunde beantragen. Dafür braucht ihr aber eure Geburtsurkunden sowie eine Heiratsurkunde oder die Vaterschaftsanerkennung.

Tipp: Eine Checkliste für die Kliniktasche kann schon jetzt in Angriff genommen werden. Neben den genannten Unterlagen könnt ihr aufschreiben, was ihr noch alles für die Entbindung und die Zeit danach gerne einpacken möchtet. Bequeme Kleidung, ein Still-BH und auch ein Spucktuch für den Nachwuchs sind nur einige Dinge, die auf der Liste nicht fehlen sollten.

Häufig gestellte Fragen

Was passiert, wenn mein Baby jetzt geboren wird?

Euer Baby wäre noch ein Frühchen, aber die Überlebenschancen sind sehr gut. Die Lunge ist ausgereift, allerdings kann es sein, dass euer Baby noch Unterstützung bei der Atmung braucht. Eine Lungenreife würde nicht mehr gegeben werden.

Ist es normal, dass sich mein Baby weniger bewegt?

Ja, bis zu einem gewissen Maß ist das normal. Im Bauch ist es jetzt sehr eng und euer Baby kann sich nicht mehr so gut bewegen. Werden die Bewegungen jedoch sehr schwach oder nehmen stark ab, solltet ihr das im Krankenhaus oder beim Gynäkologen kontrollieren lassen.

Warum habe ich so starke Atembeschwerden?

Die Gebärmutter hat in der 34. SSW ihren höchsten Stand erreicht und drängt die Organe zur Seite. Das führt zu Kurzatmigkeit. Die gute Nachricht: Sobald die Senkwehen einsetzen und die Gebärmutter nach unten sinkt, wird das Atmen wieder leichter.

Wann sollte ich mit der Dammmassage beginnen?

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um mit der Dammmassage zu beginnen. Lasst euch von eurer Hebamme zeigen, wie die Massage funktioniert. Regelmäßig durchgeführt kann sie die Wahrscheinlichkeit für einen Dammriss verringern.

Sollte ich jetzt noch Magnesium nehmen?

Wenn ihr noch immer Magnesium in einer hohen Dosis einnehmt, ist nun die Zeit gekommen, dieses langsam abzusetzen. Sprecht dazu am besten mit eurer Hebamme, die euch individuell beraten kann.

Wann sollte die Kliniktasche gepackt sein?

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um die Kliniktasche zu packen. Euer Baby kann sich jederzeit auf den Weg machen. Packt alle wichtigen Unterlagen (Mutterpass, Geburtsurkunden, Heiratsurkunde oder Vaterschaftsanerkennung), bequeme Kleidung, einen Still-BH und Spucktücher ein.

Nadine Scheiner

Gründerin von moms.de, zweifache Mutter (Kinder geboren 2014 und 2016). Sie schreibt seit 2017 Ratgeber rund um Schwangerschaft, Geburt und Familienleben.

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