Me-Time im Mutteralltag: Selbstfürsorge für zufriedene Mütter
Auf einen Blick
- Me-Time ist bewusste Ich-Zeit, die Du Dir aktiv erobern musst – sie kommt nicht von allein
- Regelmäßige Auszeiten schützen Dich vor Erschöpfung und kommen auch Deinen Kindern zugute
- Plane Me-Time als festen Termin im Kalender – genauso wichtig wie Arzttermine oder Elternabende
Du kennst das: Nach der Arbeit wartet zu Hause der zweite Job. Wäsche, Geschirr, Staubwischen – und zwischendurch bist Du für Deine Familie da. Immer. Dabei kommst ausgerechnet Du selbst viel zu kurz. Höchste Zeit, das zu ändern. Denn nur wenn es Dir gutgeht, geht es auch Deiner Familie gut.
💪 Was ist Me-Time und warum brauchst Du sie?
Der Begriff „Me-Time" stammt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „Ich-Zeit". Gemeint ist Zeit, die Du ganz mit Dir allein verbringst und genauso gestalten kannst, wie es Dir gefällt. Es geht dabei darum, Dich um Deine eigenen Bedürfnisse zu kümmern, Dich auszuruhen und Dir selbst etwas Gutes zu tun – ohne Dich dabei mit den Wünschen anderer beschäftigen zu müssen. Diese Zeit ist notwendig, um aktive Innenschau zu betreiben, zur Ruhe zu kommen und Dein eigenes Leben zu reflektieren.
Für Mütter ist diese Quality Time mit sich selbst besonders wichtig – und gerade ihnen fällt es oft schwer, sie sich zuzugestehen. Im Haushalt gibt es immer etwas zu tun. Die Wäsche will gewaschen werden, das Geschirr spült sich nicht von selbst und Staubwischen sollte man auch mal wieder. Im Gegenteil zu einer Erwerbstätigkeit, bei der es klare Arbeitszeiten gibt, ist es im Haushalt deutlich schwerer, Grenzen zu setzen. Viele Frauen sagen sich, dass sie endlich Zeit für sich nehmen würden, wenn sie endlich alles erledigt hätten. Dieser Tag wird aber schlichtweg nicht kommen. Die freie Zeit ist also nicht einfach so da – Du musst sie Dir bewusst selbst erobern.
Achtung: Erschöpfung, Schlafmangel und Überforderung sollten keinesfalls zur Gewohnheit werden. Sie zehren nicht nur an Deiner Gesundheit – auch Deine Kinder bekommen es mit, wenn es Dir nicht gutgeht.
Warum Deine Kinder profitieren, wenn es Dir gutgeht
Fast alle Eltern kennen diese Zustände von Erschöpfung, Schlafmangel und Überforderung – manchmal fühlst Du Dich einfach ausgelaugt. Die meisten Kinder haben sehr feine Antennen und beziehen vieles auf sich. Ist eine Mutter beispielsweise ständig gestresst und erschöpft, könnten ihre Kinder den Glaubenssatz verinnerlichen, eine Last zu sein oder zu stören. Jede Mutter sollte auch aus diesem Grund darauf achten, sich ausreichend Me-Time zu gönnen. Entspannt und zufrieden gehen die alltäglichen Aufgaben viel besser von der Hand, der Alltag gelingt mit Leichtigkeit und Freude. Dazu wirkt sich Deine innere Ausgeglichenheit positiv auf die ganze Familie aus.
✨ Ideen für Deine Me-Time
Wie kannst Du also Deine freie Zeit so gestalten, dass Du Deine Batterien auflädst? Das hat zum Großteil damit zu tun, was Du gern tust und welche Tätigkeiten Dir am meisten Freude bereiten. Die eine braucht es, sich beim Sport auszupowern und so richtig Dampf abzulassen. Eine andere unternimmt lange Spaziergänge in der Natur, schreibt Tagebuch oder beschäftigt sich mit Büchern über Persönlichkeitsentwicklung. Diese Produkte stammen aus zweiter Hand und tun so auch der Umwelt gut, da sie direkt in der Kreislaufwirtschaft bleiben. Damit wird die Me-Time auch gleichzeitig nachhaltig.
Ich habe gelernt: Me-Time ist kein Luxus, sondern Notwendigkeit. Wenn ich mir bewusst Zeit für mich nehme, bin ich eine viel gelassenere Mama – und das spürt die ganze Familie.
🌸 Self-Care: Kümmere Dich um Dich selbst
Auch Self-Care kann ein wichtiger Aspekt der Selbstfürsorge sein. Vor allem mit einem Neugeborenen sind Mütter oft so sehr gefordert, dass sie kaum Zeit haben, sich um ihr eigenes Äußeres zu kümmern. Das ist auch mehr als verständlich – mit der Geburt eines Kindes gehen diverse Herausforderungen einher und die Prioritäten liegen schlichtweg anderswo. Dennoch tut es gut, so weit es geht auf ein gepflegtes Äußeres zu achten. Wer sich im eigenen Körper nicht mehr wohlfühlt, strahlt dies oft auch aus. Das Energielevel sinkt und wir werden immer unzufriedener. So kann es dem allgemeinen Wohlbefinden unglaublich guttun, sich einmal ausgiebig um den eigenen Körper zu kümmern.
Tipp: Starte klein! Schon 15 Minuten für eine Peeling-Maske oder ein kurzes Workout können Wunder wirken.
Hier einige Ideen zur Inspiration:
- Einen Termin bei einer Kosmetikerin wahrnehmen
- Die Beine rasieren oder waxen
- Ein Workout einlegen
- Eine Peeling-Maske auflegen
- Sich die Haare schneiden lassen
🔍 Hobbies mit Sinn entdecken
Wem es insgesamt schwerfällt, sich Zeit für das eigene Wohlbefinden zu nehmen, der könnte versuchen, ein neues Hobby für sich zu entdecken – beispielsweise eines dieser sechs Hobbies mit Sinn. Feste Termine lassen sich anfangs leichter einhalten, als wenn man die Me-Time im eigenen Zuhause stattfinden lässt. In den eigenen vier Wänden ist möglicherweise die ganze Familie da und es ist schwerer, sich wirklich ungestört und frei zu fühlen.
Folgende Ideen kannst Du wunderbar draußen umsetzen:
- Ins Café setzen und ein Buch lesen
- Allein einen Ausflug in die Natur unternehmen
- Einen Kreativkurs besuchen
- Ins Museum oder in eine Ausstellung gehen
- Allein ins Kino oder ins Theater gehen
- Sich eine Massage gönnen
- Ins Fitnessstudio gehen
📅 So integrierst Du Me-Time in Deinen Alltag
Wenn Du keine Kinder hast, dann bist Du es möglicherweise gewöhnt, dass freie Zeit einfach so vorhanden ist. Mütter hingegen werden es nur schaffen, sich Zeit für sich zu nehmen, wenn sie diese fest einplanen.
Schritt 1: Trage Me-Time als festen Termin ein
Eine Möglichkeit ist es, Dir die Me-Time als festen Termin in den Kalender zu schreiben und Dir zu dieser Zeit dann nichts anderes vorzunehmen. Ja, Deine Freizeit ist genauso wichtig wie Elternabende, Arzttermine oder die Hobbies der Kinder! Dieser Termin erfordert unter anderem auch deswegen Planung, weil möglicherweise Aufgaben, die in dieser Zeit anfallen, delegiert werden müssen: An den Partner, die Eltern, eine Putzhilfe oder einen Babysitter.
Gut zu wissen: Ein soziales Netz hilft enorm. Vielleicht kann Dein Kind zu einer Freundin mitgehen – und beim nächsten Mal passt Du auf beide auf. So haben beide Mamas gewonnene Zeit.
Schritt 2: Delegiere und nutze Helfer
Im Haushalt kannst Du Dir viele Aufgaben auch von modernen technischen Geräten abnehmen lassen: Saugrobotter, Spülmaschine, Waschmaschine und andere elektronische Helfer vereinfachen das Leben um ein Vielfaches.
Schritt 3: Nimm Dich selbst wichtig
Der wichtigste Tipp ist jedoch der: Nehme Dich selbst wichtig. Lerne, Deine eigene Freizeit ebenso selbstverständlich einzuplanen wie die Deiner Kinder. Selbstfürsorge ist nicht egoistisch, im Gegenteil: Nur, wenn Du gut für Dich sorgst, wirst Du dauerhaft eine zufriedene und ausgeglichene Mutter sein.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel Me-Time brauche ich als Mutter?
Das ist individuell verschieden. Manche Mamas brauchen täglich 30 Minuten, andere kommen mit zwei längeren Auszeiten pro Woche gut zurecht. Wichtig ist, dass Du regelmäßig Zeit für Dich einplanst – bevor die Erschöpfung Dich übermannt.
Ist Me-Time nicht egoistisch?
Nein, ganz im Gegenteil! Selbstfürsorge ist die Grundlage dafür, dass Du für Deine Familie da sein kannst. Nur wenn es Dir gutgeht, kannst Du auch eine ausgeglichene, geduldige Mutter sein. Deine Kinder profitieren direkt davon.
Was mache ich, wenn ich mich schuldig fühle, Zeit für mich zu nehmen?
Schuldgefühle sind normal, aber unbegründet. Erinnere Dich daran: Du bist nicht nur Mutter, sondern auch ein Mensch mit eigenen Bedürfnissen. Deine Freizeit ist genauso wichtig wie die Termine Deiner Kinder. Mit der Zeit wird es leichter, diese Zeit anzunehmen.
Wie finde ich heraus, was mir in meiner Me-Time guttut?
Probiere verschiedene Dinge aus! Was hast Du früher gern gemacht? Was gibt Dir Energie? Manche Mamas brauchen Bewegung, andere Ruhe. Es gibt kein Richtig oder Falsch – wichtig ist nur, dass es Dir guttut.
Was, wenn mein Partner nicht versteht, warum ich Me-Time brauche?
Sprich offen mit ihm darüber, wie wichtig diese Zeit für Dein Wohlbefinden ist. Erkläre, dass Du dadurch eine bessere Partnerin und Mutter sein kannst. Vielleicht plant ihr auch gemeinsam feste Zeiten ein, in denen jeder von euch Me-Time hat.
Kann ich Me-Time auch zu Hause verbringen?
Ja, aber es ist oft schwieriger, wirklich abzuschalten. Wenn Du zu Hause bleibst, kommuniziere klar, dass Du nicht gestört werden möchtest. Manchmal hilft es, sich in ein Zimmer zurückzuziehen oder Kopfhörer aufzusetzen. Anfangs sind Termine außer Haus oft leichter einzuhalten.
Gründerin von moms.de, zweifache Mutter (Kinder geboren 2014 und 2016). Sie schreibt seit 2017 Ratgeber rund um Schwangerschaft, Geburt und Familienleben.
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