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Kreislaufprobleme beim Eisprung verstehen: Ursachen, Symptome und bewährte Lösungen

Nadine Scheiner Von Nadine Scheiner 05.05.2026 Lesezeit 21 Min.
Kreislaufprobleme beim Eisprung verstehen: Ursachen, Symptome und bewährte Lösungen

Auf einen Blick

  • Hormonelle Schwankungen beim Eisprung können Schwindel, Übelkeit und Kreislaufprobleme auslösen
  • Östrogen und Progesteron beeinflussen Blutdruck, Herzfrequenz und Wasserhaushalt
  • Mit ausreichend Flüssigkeit, salzhaltigen Snacks und Bewegung lassen sich die Beschwerden meist gut lindern

Kennst du das? Mitten im Zyklus wird dir plötzlich schwindelig, dein Kreislauf macht schlapp und du fühlst dich wie nach einer durchzechten Nacht – obwohl du nichts getan hast. Viele Frauen erleben genau das beim Eisprung. Die gute Nachricht: Du bist nicht allein und es gibt wirksame Lösungen.

🌸 Was passiert beim Eisprung in deinem Körper

Der hormonelle Ablauf während der Ovulation

Der Eisprung ist ein komplexer Vorgang, der durch ein präzises Zusammenspiel verschiedener Hormone gesteuert wird. Bereits zu Beginn des Zyklus beginnt unter dem Einfluss des follikelstimulierenden Hormons (FSH) das Wachstum mehrerer Follikel in den Eierstöcken. Dabei setzt sich ein Follikel durch und wird zum dominanten Follikel, der hohe Mengen an Östrogen produziert.

Sobald der Östrogenspiegel einen kritischen Wert erreicht, löst dies einen massiven Anstieg des luteinisierenden Hormons (LH) aus. Dieser LH-Peak wird 10 bis 12 Stunden vor dem Eisprung von der Hypophyse ausgeschüttet. Der Anstieg des luteinisierenden Hormons bewirkt eine Vorwölbung des dominanten Follikels auf der Oberfläche des Eierstocks, bis dieser reißt und die Eizelle freisetzt. Die Ovulationsphase dauert gewöhnlich 16 bis 32 Stunden und endet nach Freisetzung der Eizelle, circa 10 bis 12 Stunden nach dem Anstieg des luteinisierenden Hormonspiegels.

Gut zu wissen: Die freigesetzte Eizelle kann nur bis zu 12 Stunden nach dem Eisprung befruchtet werden. Nach der Austreibung der Eizelle bilden die zurückbleibenden Follikelschichten den Gelbkörper, der nun große Mengen an Progesteron produziert.

Progesteron bewirkt während des Eisprungs durch eine Sollwertverstellung im Regelkreis der Temperaturregulation einen Temperaturanstieg von 0,2 bis 0,5°C. Dieser Anstieg erfolgt innerhalb von 48 Stunden nach dem Eisprung.

Auswirkungen auf Herz und Kreislauf

Die hormonellen Veränderungen während des Eisprungs haben direkte Auswirkungen auf dein Herz-Kreislauf-System. Um den Zeitpunkt des Eisprungs herum erreichen Östrogen und das luteinisierende Hormon ihren Höchstwert. Bei manchen Menschen kommt es zu diesem Zeitpunkt zu einem leichten Anstieg der Ruheherzfrequenz und einem Rückgang der Herzfrequenzvariabilität.

In der Follikelphase, der ersten Hälfte des Zyklus, steigt der Östrogenspiegel allmählich an. Einige Studien deuten darauf hin, dass diese Phase eine stärkere parasympathische Aktivität begünstigt, was zu einer niedrigeren Ruheherzfrequenz und einer höheren Variabilität führt. Nach dem Eisprung verringert sich die Konzentration des Hormons Östrogen, was zur Folge haben kann, dass Blutdruck und Puls ansteigen.

In der Lutealphase, der zweiten Hälfte des Zyklus, dominiert Progesteron. Einige Studien bringen diese Phase mit einer erhöhten Aktivität des sympathischen Nervensystems in Verbindung, was zu einer Erhöhung der Ruheherzfrequenz und einer Verringerung der Herzfrequenzvariabilität führen kann. Diese Veränderungen im autonomen Nervensystem können bei empfindlichen Frauen zu spürbaren Kreislaufproblemen beim Eisprung führen.

Östrogen senkt das Cholesterin durch Hochregulation der LDL-Rezeptoren in der Leber, wobei Cholesterin schneller abgebaut und das schützende HDL-Cholesterin vermehrt gebildet wird. Gleichzeitig sorgt Östrogen dafür, dass sich die Blutgefäße mehr entspannen und mehr Blut fließt. Dies geschieht durch die Freisetzung von Stickstoffmonoxid und eine Hemmung des Kalziumeinstroms in die Zellen.

Warum Frauen besonders betroffen sind

Frauen sind hormonellen Schwankungen stärker ausgesetzt als Männer. Der weibliche Zyklus mit den Hormonen Östrogen und Progesteron beeinflusst Herz und Kreislauf. Während bei der Einnahme von Kontrazeptiva und in der Menopause in der Regel stabile Hormonverhältnisse herrschen, schwanken bei einem normalen Ovarialzyklus die Hormone innerhalb eines Monats erheblich.

Diese Hormonschwankungen haben nicht nur Einfluss auf dein körperliches und emotionales Befinden, sondern auch auf den Kreislauf. Folglich ist die Bewertung von Frauen mit einem normalen Ovarialzyklus eine besondere Herausforderung. Das Wissen um den aktuellen Zyklusstand ist bei Frauen mit normalem weiblichem Zyklus von besonderer Bedeutung, gerade bei Kreislaufmessungen.

Frauen vor der Menopause haben aufgrund der schützenden Wirkung von Östrogen ein deutlich geringeres Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen als Männer in diesem Lebensalter. Allerdings gleichen sich die Risiken zwischen beiden Geschlechtern 5 bis 10 Jahre nach der Menopause wieder an. Dies unterstreicht die zentrale Rolle der weiblichen Geschlechtshormone für die Herz-Kreislauf-Gesundheit und erklärt, warum Übelkeit und Kreislaufprobleme beim Eisprung besonders in den fruchtbaren Jahren auftreten können.

🔍 Ursachen von Kreislaufproblemen beim Eisprung

Hormonelle Schwankungen durch Östrogen und Progesteron

Die rasch wechselnden Hormonspiegel während des Eisprungs setzen eine Kaskade physiologischer Veränderungen in Gang. Östrogen steigt kurz vor dem Eisprung stark an und sorgt dafür, dass dein Körper mehr Wasser im Gewebe speichert, besonders im Unterbauch, an den Hüften und Oberschenkeln. Viele Frauen fühlen sich dadurch rund um die Zyklusmitte aufgedunsen oder geschwollen.

Besonders das Östradiol, unser Hauptöstrogen, hat einen wasserbindenden Effekt. Es ist mitverantwortlich an der Durchlässigkeit der Gefäße für Wasser und Proteine. Bei jüngeren Frauen wird dieser Effekt normalerweise durch das Progesteron ausgeglichen, das entwässernd wirkt. Liegt aber ein Ungleichgewicht vor, kann sich das in hormonellen Beschwerden wie Kreislaufproblemen beim Eisprung äußern.

Ich kenne das selbst nur zu gut: Mitten im Zyklus fühlt sich der Körper plötzlich anders an. Die Hormone spielen verrückt und der Kreislauf macht, was er will. Das Wichtigste ist, auf die Signale zu hören und sich nicht zu überfordern.

Nadine Scheiner · Gründerin moms.de, zweifache Mutter

Nach dem Eisprung übernimmt Progesteron die Kontrolle. Es wirkt entspannend auf die glatte Muskulatur und somit auch auf den Darm. Dadurch verlangsamt sich die Verdauung, was zusätzlich zu Druck im Bauchraum führen kann. Der plötzliche LH-Anstieg löst den Eisprung selbst aus, wobei der Follikel im Eierstock platzt. Dabei kann es zu leichten Flüssigkeitsansammlungen und einem Spannungsgefühl im Bauch, in den Beinen oder im Gesicht kommen.

Blutdruckveränderungen in der Zyklusmitte

In der zweiten Zyklushälfte nach dem Eisprung hat das Absinken des Östrogens und das Ansteigen des Progesterons Einfluss auf die Eindickung des Blutes und auch das Ansteigen der Körperkerntemperatur. Dadurch sind Anstiege von Puls, Blutdruck und Atemfrequenz zu verzeichnen. Dieser Effekt normalisiert sich häufig mit Eintreten der Menstruationsblutung wieder, wenn die Hormone sich wieder ins Gegenteil verschieben.

Hormonelle Umstellungen können das sensible System aus dem Gleichgewicht bringen. Frauen bemerken oft deutliche Blutdruckschwankungen rund um den Zyklus. Der Grund liegt darin, dass Hormone wie Östrogen und Progesteron Gefäße, Herzfrequenz und Spannungsregulation beeinflussen. Sinkt der Östrogenspiegel, verliert die Gefäßwand an Elastizität, was den Blutdruck steigen lässt.

Wassereinlagerungen und Blutvolumen

Das Zusammenspiel verschiedener hormoneller Veränderungen nimmt Einfluss auf Flüssigkeitshaushalt, Gewebe und Verdauung. Der Anstieg des luteinisierenden Hormons, gefolgt von einem Rückgang des Östrogens und einem Anstieg des Progesterons um den Eisprung herum kann zu einer Flüssigkeitsretention führen.

Tipp: Viele Frauen kennen das Phänomen der Wassereinlagerungen besonders in der zweiten Zyklushälfte vor der Menstruation. Die gute Nachricht: Diese zyklusbedingten Wassereinlagerungen verschwinden meist mit Einsetzen der Periode wieder von selbst.

Frauen mit weicherem oder empfindlicherem Bindegewebe reagieren besonders stark auf hormonbedingte Flüssigkeitsschwankungen. Bei ihnen zeigen sich Wassereinlagerungen in Bauch, Po, Beinen, Füßen, Händen und Gesicht häufig deutlicher als bei anderen. Die Gewichtszunahme kann durch Wassereinlagerungen zwischen 0,5 bis 2 kg betragen. Die Symptome klingen meist innerhalb von ein bis drei Tagen nach dem Eisprung wieder ab.

Einfluss auf die Gefäßweite

Östrogen scheint den zerebralen Blutfluss zu steigern. Eine Verbindung zwischen dem zerebralen Blutfluss und physiologisch veränderten Hormonspiegeln aufgrund des Menstruationszyklus wurde nachgewiesen. Es gab eine signifikante Korrelation zwischen Anstiegen der Östrogenspiegel und Anstiegen des zerebralen Blutflusses.

Die mittlere Blutflussgeschwindigkeit erhöhte sich signifikant um 15,7% und 16,9%. Währenddessen verringerte sich der zerebrale Gefäßwiderstand signifikant um 17,6% und 26,5% während der späten Follikel- und mittleren Lutealphasen. Es gab eine signifikante Korrelation zwischen einem Anstieg der Östrogenspiegel und einer Abnahme des zerebralen Gefäßwiderstands.

Diese Veränderungen deuten auf eine geschlechtshormon-assoziierte intrakranielle Gefäßerweiterung hin, die zu erhöhtem zerebralem Blutfluss führt. Folglich können diese Gefäßveränderungen bei empfindlichen Frauen zu spürbaren Kreislaufproblemen beim Eisprung führen, insbesondere wenn die Anpassungsmechanismen des Körpers überfordert sind.

🌸 Typische Symptome erkennen

Schwindel und Benommenheit

Viele Frauen berichten von plötzlichen Schwindelgefühlen rund um den Eisprung. Das Gefühl kommt oft wellenartig: In einem Moment geht es dir gut, im nächsten kippt die Welt zur Seite. Verantwortlich dafür ist hauptsächlich ein Progesteronmangel oder eine Östrogendominanz. Infolgedessen kann es zu Wassereinlagerungen kommen: Dabei tritt Flüssigkeit aus den Blutgefäßen ins Gewebe, sodass sich der Wasseranteil im Blut verringert.

Das führt dazu, dass das Blut zähflüssiger wird, sich die Fließgeschwindigkeit verlangsamt und so der Blutdruck sinkt. Die Folge: ein schwächerer Kreislauf. Gerade Frauen mit dem prämenstruellen Syndrom (PMS) machen vor der Menstruation häufiger Kreislaufprobleme zu schaffen, die dann auch zu Schwindelgefühlen führen können. Die schwankende Versorgung mit Sauerstoff kann das Gehirn nicht immer zeitnah ausgleichen und reagiert mit Schwindel und Benommenheit.

Übelkeit und Kreislaufprobleme beim Eisprung

Ab und an leiden Frauen während des Eisprungs an Übelkeit, auch wenn sie nicht schwanger sind. Der hohe Östrogenspiegel reizt in der Zyklusmitte das Brechzentrum im Gehirn. Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall und Erbrechen können die Folge sein. Spätestens ein Tag nach der Ovulation verschwinden diese Symptome in der Regel wieder.

Übelkeit kann mit Schwindel oder leichten Kopfschmerzen einhergehen. Manche Frauen berichten von vermehrtem Speichelfluss oder kurzem Erbrechen. Die Symptome treten in der Regel zeitgleich mit dem Eisprung auf und klingen innerhalb von 24 bis 48 Stunden wieder ab. Besonders unangenehm wird es, wenn Übelkeit und Kreislaufprobleme beim Eisprung zusammentreffen. Einige Frauen beschreiben diesen Zustand als so intensiv, dass sie befürchten, auf der Arbeit umzukippen.

Herzrasen und Herzklopfen

Nach dem Eisprung lässt Progesteron das Herz schneller schlagen: im Schnitt 2,33 Schläge pro Minute mehr in der zweiten Zyklushälfte. Das klingt nicht viel, kann aber für Patientinnen mit hohem Herz-Kreislauf-Risiko fatal sein. Bei ihnen treten in der zweiten Zyklushälfte häufiger Herzrhythmusstörungen und kardiovaskuläre Ereignisse auf.

Frauen berichten in Foren von richtigen Herzrasen-Episoden kurz vor dem Eisprung, die drei bis fünf Tage andauern können. Zu den häufigsten Begleitern gehören Herzrasen und Schweißausbrüche als unmittelbare Reaktionen des Körpers auf die Fehlermeldungen im Gehirn. Herzrasen kann dabei so stark sein, dass Betroffene nachts aufwachen oder tagsüber das Gefühl haben, gerade einen Marathon gelaufen zu sein, obwohl der Kopf müde ist.

Schwächegefühl und Müdigkeit

Generell fühlt sich der Körper in dieser Zeit schnell schwach. Die Hormonachterbahn kann nebst schlechter Stimmung, Müdigkeit und Schlappheit auch zu Kopfschmerzen führen. Viele Frauen beschreiben ein starkes Krankheitsgefühl vor dem Eisprung mit Gliederschmerzen und einem allgemeinen Unwohlsein.

Die körperliche und geistige Erschöpfung steht oft im Zusammenhang mit Ängsten und Schwindel. Währenddessen können auch Bewusstsein von Herzschlägen (Palpitationen), Benommenheit einschließlich Schwindel, Ohnmacht und Erschöpfung auftreten. Diese Symptome können unter Stress oder während der Perimenopause stärker werden.

Kalte Hände und Füße

Kreislaufprobleme beim Eisprung äußern sich häufig auch durch kalte Hände und Füße. Niedriger Blutdruck führt in vielen Fällen zu Müdigkeit, Schwindelgefühlen beim Aufstehen oder langem Stehen und häufig kalte Hände oder Füße. Die Blutgefäße in Händen und Füßen ziehen sich zusammen, wodurch die Extremitäten weniger gut durchblutetet werden. Wo weniger Blut ist, da ist auch wenig Wärme.

Während der Menstruation sinkt der Östrogenspiegel, was zu kälterer Haut und schlechterer Durchblutung führt. Psychische Beschwerden wie emotionaler Stress, Ängste und Depressionen wirken auch auf das vegetative, nicht willentlich steuerbare Nervensystem. Daher kann es bei psychischen Belastungen auch zu Veränderungen der Durchblutung kommen, die sich unter anderem in kalten Händen oder Füßen bemerkbar machen.

🏥 Wann solltest du einen Arzt aufsuchen

Nicht jede Beschwerde während des Eisprungs erfordert sofort einen Arztbesuch. Allerdings gibt es bestimmte Anzeichen, die du ernst nehmen solltest.

Warnsignale, die du nicht ignorieren solltest

Bei Frauen mit Unterleibsschmerzen sind bestimmte Symptome besorgniserregend: Benommenheit oder plötzliche Bewusstlosigkeit (Ohnmacht) gehören zu den Warnsignalen. Ein gefährlich niedriger Blutdruck mit Herzrasen kann ein Anzeichen für einen Kreislaufschock sein und erfordert sofortige medizinische Hilfe.

Achtung: Plötzliche, heftige Schmerzen, vor allem in Begleitung von Übelkeit, Erbrechen, übermäßigem Schwitzen oder Unruhe, sollten umgehend abgeklärt werden. Ebenso sind Fieber oder Schüttelfrost Alarmzeichen, die nicht ignoriert werden dürfen.

Zum Arzt oder ins Krankenhaus solltest du auf jeden Fall gehen, wenn du ohnmächtig geworden und kollabiert bist. Durch einen Sturz kann es nämlich zu einer Plazentaablösung kommen. Zudem sollten Frauen ihren Arzt kontaktieren, wenn konstante oder sich stetig verschlimmernde Schmerzen auftreten.

Unterschied zwischen normalen und bedenklichen Beschwerden

Jedoch ist es wichtig, dass du bei Unsicherheit immer einen Arzt aufsuchst, um Mittelschmerz von anderen gynäkologischen Erkrankungen oder einer Blinddarmentzündung abzugrenzen. Einzelne Symptome des Eisprungs treffen keine zuverlässige Aussage über deine fruchtbaren Tage. Daher solltest du deine Körpersignale über mehrere Monate hinweg genau beobachten und dokumentieren.

Nicht jede Frau nimmt alle Anzeichen gleich stark wahr, und einzelne Symptome allein sind kein zuverlässiger Indikator. Bei regelmäßigen Beschwerden während des Eisprungs solltest du mit deinem Arzt oder deiner Ärztin sprechen. Insbesondere wenn du einen Kinderwunsch hast, ist eine ärztliche Konsultation sinnvoll.

Eine ärztliche Abklärung von Schwindel oder Kreislaufproblemen beim Eisprung macht Sinn, wenn sie erstmals auftreten. So kannst du dich absichern, dass es sich lediglich um niedrigen Blutdruck handelt und nicht um Blutzuckerprobleme, einen zu hohen Blutdruck oder sonstige gefährlichere Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen. Folglich ist es nie falsch, wenn du plötzlich starke Beschwerden registrierst, sich damit an den Arzt oder die Ärztin zu wenden.

Auch wenn sich der Zyklus anders verhält als vorher, zum Beispiel länger oder kürzer wird oder sich Begleiterscheinungen verändern, solltest du diese Punkte bei einer der regulären Vorsorgeuntersuchungen ansprechen. Bei starkem oder regelmäßigem Schwindel sollte immer ärztlicher Rat eingeholt werden.

Welche Untersuchungen sind sinnvoll

Die körperliche Untersuchung beginnt mit der Messung der Vitalzeichen wie Körpertemperatur, Blutdruck und Puls. Anschließend konzentriert sich der Arzt auf den Bauch und das Becken. Der Arzt tastet den Bauch sanft ab. Die Ärzte führen dann eine Untersuchung des Beckens durch, um festzustellen, welche Organe betroffen sind und ob eine Infektion vorliegt.

Professionelle Praxen verfügen über einen hohen Standard:

  • Eingehende Befragung zu Symptomen, Zyklus und Verhütung
  • Herzultraschall zur Überprüfung von Pumpleistung und Herzklappenfunktion
  • Ruhe-EKG und Belastungs-EKG
  • Stress-Echokardiografie
  • Duplex-Sonografie der Halsarterien
  • Messung der Körpertemperatur
  • Kreislaufmessung mit Blutdruck und Blutfluss mittels Photoplethysmografie
  • Laborschnell-Tests zum Ausschluss von Herzinfarkt und Lungenembolie

💪 Kreislaufprobleme beim Eisprung: Was tun - Bewährte Lösungen

Ausreichend Flüssigkeit trinken

Flüssigkeitsmangel führt zu Kreislaufproblemen und Kopfschmerzen. Wer zu wenig trinkt, wird müde und kann sich schlecht konzentrieren. Bereits nach wenigen Tagen kann anhaltend starker Flüssigkeitsmangel durch Kreislauf- und Nierenversagen lebensbedrohlich werden. Ein gesunder Erwachsener verliert pro Tag rund 2,6 Liter Wasser über Urin, Stuhl, Haut und Atem.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Erwachsenen, pro Tag 1,5 Liter Wasser zu trinken. Bei Hitze, Sport oder schwerer Arbeit solltest du zusätzlich 0,5 bis 1 Liter Wasser pro Stunde erhöhter Aktivität trinken. Über den Verdauungstrakt können nämlich pro Stunde nur circa 0,5 bis 0,8 Liter verwertet werden. Folglich ist es besser, über den Tag verteilt immer wieder kleinere Mengen zu trinken.

Tipp: Bei akutem Schwindel solltest du einen halben Liter in kleinen Schlucken trinken. Wenn Kreislaufbeschwerden durch Hitzewallungen und den damit einhergehenden Elektrolytverlust ausgelöst werden, hilft viel Wasser und ungesüßte Kräutertees zu trinken.

Darüber hinaus können spezielle Elektrolytpräparate aus der Apotheke helfen, einem dauerhaften Mangel vorzubeugen.

Salzhaltige Snacks zur Stabilisierung

Frauen aller Ethnien und jeden Alters reagieren empfindlicher auf Salz als Männer. Das Einspeichern des Salzes in den Körper lässt den Blutdruck steigen. Bei niedrigem Blutdruck können mehr Flüssigkeit und Salz aufnehmen sowie die Dosierung von Medikamenten anpassen helfen. Eine ausgewogene, eher salzhaltige und vitaminreiche Ernährung kann hilfreich sein.

Außerdem stabilisieren regelmäßige Mahlzeiten deinen Blutzuckerspiegel. Wenn der Schwindel akut ist, iss ein Stückchen Schokolade oder Traubenzucker. Das bringt deinen Kreislauf in Schwung. Kreislauf stärkende Maßnahmen wie ausreichend Flüssigkeit, Bewegung, ausgewogene Ernährung oder Stressreduktion können je nach Ursache helfen.

Kompressionsstrümpfe tragen

Kompressionsstrümpfe oder Kompressionsstrumpfhosen fördern den Bluttransport und helfen dabei, einen Blutrückstau in den Venen zu vermeiden. Der gezielte Druck entlastet deine Beine und steigert dein Wohlbefinden. Mehrere Frauen berichten in Foren, dass Kompressionsstrümpfe bei Kreislaufproblemen während der Schwangerschaft extrem geholfen haben.

Das Tragen von Stützstrümpfen kann den Blutdruck stabilisieren. Zudem beugt es einem Blutstau in den Beinen vor. Währenddessen stärkt regelmäßige körperliche Aktivität von mäßiger Intensität den Muskeltonus in den Blutgefäßwänden, wodurch sich weniger Blut in den Beinen ansammelt.

Langsames Aufstehen praktizieren

Langsames und schrittweises Aufstehen, insbesondere morgens, gehört zu den wichtigsten Maßnahmen. Spezielle Übungen vor dem Aufrichten, beispielsweise das Anspannen und Lockerlassen der Wadenmuskulatur, können helfen. Betroffene wissen, wann die Kreislaufstörungen auftreten, und können aktiv etwas zur Stabilisierung des Blutdrucks beitragen.

Falls die Beschwerden zu heftig erscheinen, setzt oder legst du dich wieder hin, und gehst erst weiter, wenn du dich sicher auf den Beinen fühlst. Falls eine längere Bettruhe erforderlich ist, solltest du dich möglichst jeden Tag im Bett aufrecht hinsetzen und Übungen machen.

Regelmäßige Bewegung und Sport

Regelmäßige Bewegung verbessert das Herz-Kreislauf-System, reguliert den Blutzuckerspiegel und reduziert Stress. Bei Frauen sorgt sie für regelmäßigere Eisprünge und eine bessere ovarielle Reaktion. Die nationalen Bewegungsempfehlungen lauten mindestens 30 Minuten am Tag an mindestens fünf Tagen in der Woche, das entspricht 150 Minuten Bewegung moderater Intensität pro Woche.

Zu empfehlen sind vor allem aerobe Ausdauerbelastungen wie Radfahren, Laufen oder

Nadine Scheiner

Gründerin von moms.de, zweifache Mutter (Kinder geboren 2014 und 2016). Sie schreibt seit 2017 Ratgeber rund um Schwangerschaft, Geburt und Familienleben.

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