Abstillen – wie und wann ihr das Stillen beenden könnt
Auf einen Blick
- Die WHO empfiehlt Stillen bis zum zweiten Lebensjahr und darüber hinaus – es gibt kein "zu lange"
- Sanftes Abstillen über mehrere Wochen ist schonender für Mama und Kind als abruptes Abstillen
- Kühlung, Salbeitee und Ausstreichen (statt Abpumpen) helfen, die Milchproduktion sanft zu reduzieren
Die Stillbeziehung zwischen dir und deinem Kind ist etwas ganz Besonderes – und doch kommt irgendwann der Moment, an dem ihr beide bereit seid, dieses Kapitel zu beenden. Vielleicht fragst du dich gerade, wann der richtige Zeitpunkt ist, wie du es am sanftesten angehst und was dein Körper dabei braucht. Hier findest du alle wichtigen Infos rund ums Abstillen – von natürlichen Methoden bis zu praktischen Alltagstipps.
🌸 Bis wann ist Stillen eigentlich gesund?
Muttermilch ist die perfekte Nahrung für dein Baby. Wenn du dich fürs Stillen entscheidest, gehst du mit deinem Baby aber auch eine körperliche Beziehung ein, die eine gewisse Abhängigkeit mit sich bringt. Daher ist es völlig in Ordnung, wenn du an deine Grenzen kommst und irgendwann darüber nachdenkst, das Abstillen anzugehen. Dabei ist es grundsätzlich egal, wie alt dein Baby ist. Wichtig ist, dass eure Stillbeziehung für euch beide gesund ist – sowohl körperlich als auch emotional.
Die Muttermilch passt sich in ihrer Zusammensetzung sowie in der Menge grundsätzlich an die Bedürfnisse deines Kindes an. Daher kann es gar nicht ungesund sein, wenn dein Baby gestillt wird.
Immer wieder gibt es die Hinweise, dass die Muttermilch an Nährstoffen verliert, je älter das Kind ist. Das ist nicht korrekt. Du tust deinem Baby oder deinem Kind etwas Gutes, wenn du Muttermilch anbietest.
Gut zu wissen: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht die Empfehlung aus, Säuglinge bis zu einem Alter von sechs Monaten vollständig zu stillen und anschließend mit der Beikost zu beginnen. Die WHO gibt aber auch an, dass sie empfiehlt, bis zum zweiten Lebensjahr und darüber hinaus zu stillen. Das natürliche Abstillalter von Kindern kann bei bis zu sieben Jahren liegen.
📅 Wie finde ich den richtigen Zeitpunkt?
Es gibt keinen optimalen Zeitpunkt für das Abstillen, da dieser von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst wird. Mögliche Gründe dafür sind:
- Du bist erneut schwanger und möchtest dadurch nicht mehr stillen
- Du leidest häufiger unter Schmerzen beim Stillen
- Du hast oft Stillprobleme, wie eine Brustentzündung oder einen Milchstau
- Deine Milch lässt nach
- Du musst Medikamente einnehmen
- Du möchtest wieder in den Job einsteigen
Der wichtigste Prozess bei der Suche nach dem passenden Zeitpunkt ist es, dass es für dich und dein Baby oder dein Kind optimal ist. Stillen ist mehr als nur eine Nahrungsaufnahme. Es handelt sich um eine Zeit, die du nur mit deinem Kind hast, ihr steht in engem Körperkontakt, das Saugbedürfnis wird gestillt und es stellt sich eine umfassende Zufriedenheit ein.
Bedenke daher, dass das Abstillen für dich und dein Kind eine echte Herausforderung werden kann und Zeit braucht.
🔍 Welche Abstill-Methoden gibt es?
Das primäre Abstillen
Das primäre Abstillen ist der Begriff dafür, wenn du dich entscheidest, dein Baby gar nicht zu stillen oder das Stillen körperlich nicht möglich ist. Direkt nach der Geburt wird dafür gesorgt, dass die Milchbildung gar nicht in Schwung kommt. Auch mit der Säuglingsnahrung und dem Fläschchen wird dein Baby sehr gut versorgt.
Hier kommen Medikamente zum Einsatz. Diese verhindern, dass sich die Milch bildet. Stattdessen bekommt dein Baby Milchnahrung.
Das natürliche Abstillen
Beim natürlichen Abstillen handelt es sich um einen Prozess, den die Natur vorgesehen hat. Schonender geht es nicht. Hier stehen die Bedürfnisse deines Kindes im Fokus. Die Stilldauer wird durch dein Kind beeinflusst. Grundsätzlich bedeutet dies, dass dein Kind entscheidet, wann es stillt, wann es die Brust ablehnt oder einfach die Zeitpunkte zwischen den Stillmahlzeiten verlängert.
Durch die automatische Anpassung der Milchmenge nach dem Bedürfnis des Kindes, wird die Milch nach und nach weniger. Das Stillhormon Prolaktin wird vom Körper reduziert und es kommt nur in den wenigsten Fällen zu körperlichen Problemen beim Entwöhnen.
Problematisch wird das natürliche Abstillen dann, wenn du die Stillzeit von dir aus gerne beenden wolltest oder musst.
✨ Sanftes Abstillen – der schonendste Weg
Abzustillen mit dem sanften Abstillen wird besonders gerne empfohlen. Es handelt sich um einen Prozess, bei dem die Geborgenheit im Vordergrund steht. Es wird über mehrere Wochen abgestillt. Du nimmst dir Zeit für dich und dein Baby und lässt dem Abstillen seinen Lauf. Das heißt, es gibt keinen festgelegten Zeitpunkt, zu dem die Abgewöhnung erfolgt sein muss.
Beim sanften Abstillen sorgst du dafür, dass dein Kind langsam entwöhnt wird. Das kann auf verschiedenen Wegen oder mit einer Kombination von Maßnahmen erfolgen. Grundsätzlich wird dein Kind abgelenkt, wenn es an die Brust möchte. Du ziehst die Dauer zwischen die Mahlzeiten also in die Länge.
Beim sanften Abstillen habe ich gemerkt, wie wichtig es ist, auf die eigenen Gefühle zu hören. Es ist okay, wenn man selbst noch nicht bereit ist – und genauso okay, wenn man an seine Grenzen kommt.
Die besten Tipps für sanftes Abstillen
1. Ausstreichen statt Abpumpen
Für eine schonende Reduktion der Milchbildung ist es wichtig, dass du die Brust nicht sofort zu stark belastest. Wenn die Zeit zwischen den Stillmahlzeiten länger wird, kann es zu Spannungen in der Brust kommen. Der unangenehme Druck muss nicht ausgehalten werden. Du solltest aber auch nicht abpumpen, da dadurch die Milchbildung weiter angeregt wird.
Stattdessen nutzt du das Ausstreichen. Massiere sanft deine Brust und streiche die Milch aus, bis deine Brüste nicht mehr spannen.
2. Kühlung der Brust
Um die Milchmenge zu reduzieren ist es wichtig, die Brust zu kühlen. Gleichzeitig sorgt es dafür, dass die Spannung in der Brust nachlässt. Nutze hierfür Kühlkompressen oder auch Quarkwickel. Dadurch wird die Durchblutung verlangsamt. Kühlung hemmt die Milchbildung.
3. Kräuter hemmen die Milchbildung
Zu Beginn der Stillzeit hast du versucht, alle Lebensmittel zu meiden, die einen negativen Einfluss auf die Milchbildung haben können. Jetzt geht es darum, genau diese Produkte zu dir zu nehmen. Eine wichtige Empfehlung sind dabei Kräuter. In einer gewissen Menge können einige Kräuter dafür sorgen, dass weniger Milch gebildet wird. Dazu gehören beispielsweise Johanniskraut oder auch Petersilie. Zudem kann es hilfreich sein, Bärentraube oder Walnussblätter in den Salat oder das Essen zu geben.
4. Nuckeln unterbinden
Dein Kind nuckelt gerne an der Brust? Es fühlt sich dabei sicher und geborgen. Allerdings wird auch beim Nuckeln durchaus die Milchbildung angeregt. Je nach Lebensmonat des Kindes ist es daher empfehlenswert, dies zu unterbinden. Das gilt sowohl für das nächtliche Nuckeln als auch für das Nuckeln am Tag.
5. Spezielle Tees trinken
Sicher hast du von deiner Hebamme die Empfehlung zum Beginn der Stillzeit bekommen, möglichst viel Stilltee zu trinken. Dieser enthält eine Auswahl an Kräutern, die dafür sorgen, dass die Milchbildung angeregt wird. Doch es gibt auch Tees, die genau das Gegenteil bewirken und dazu gehören Pfefferminz und Salbei. Nimm täglich eine oder auch mehrere Tassen Pfefferminztee oder Salbeitee zu dir. Dadurch kann es sein, dass die Brüste weniger Milch bilden und das Interesse deines Kindes am Stillen nachlässt.
Achtung: Manchmal gibt es die Empfehlung, dass du als Stillende weniger trinken sollst. Es gibt jedoch keine Ergebnisse dafür, dass die Milchmenge sich reduziert, wenn die Stillende weniger trinkt. Stattdessen kann es eher passieren, dass du dich unwohl fühlst. Du solltest also Wasser oder andere Getränke nicht weglassen.
⚡ Was ist das schnelle Abstillen?
Es kann Gründe dafür geben, dass die Stilldauer abrupt verkürzt werden muss. Schonender ist immer das sanfte Abstillen und daher auch ratsam, wenn du die Zeit hast. Musst du jedoch abstillen und hast nicht viel Zeit dafür, geht manchmal nur die schnelle Methode. Beachte aber, dass diese Form seelische Folgen für dein Baby mit sich bringen kann. Daher ist es wichtig, dass du auf die Zeichen deines Kindes achtest.
Beim schnellen Abstillen wird dem Kind – je nach Alter – Milchnahrung gefüttert oder die Beikost verstärkt. Es ist empfehlenswert, hier eine Stillberaterin oder Hebamme zu befragen, welche Tipps es gibt.
Beim schnellen Abstimmen kann es passieren, dass sich ein Milchstau oder auch Brustentzündungen ausbilden. Streiche deine Brust regelmäßig aus und kühle sie. Du kannst auch Schmerzmittel einnehmen, falls du einen Milchstau hast.
Viel Nähe geben
Beim schnellen Abstillen werden die Bedürfnisse des Kindes nicht so berücksichtigt, wie du es eigentlich gerne möchtest und wie es dein Kind braucht. Umso wichtiger ist es, mit viel Feingefühl zu arbeiten. Schenke deinem Kind viel Nähe, biete Alternativen an und halte den Frust aus.
Abhängig vom Alter kann es eine Möglichkeit sein, einen Nuckel anzubieten. Vielleicht greift dein Kind auch von selbst zum Daumen. In einigen Fällen ist es eine bessere Lösung, gerade zum Einschlafen oder zum Trösten den Partner anzubieten, da dieser nicht nach Milch riecht.
Hier muss jede Familie ihren eigenen Weg finden. Da jedes Kind individuell ist, gibt es keine Empfehlungen, die vielleicht direkt auf dich zutreffen. Zusammengefasst kannst du aber die folgenden Punkte testen:
- Setze neue Rituale ein: Ihr könnt gemeinsam ein Buch ansehen, bei einer Geschichte kuscheln oder anderweitige Rituale einsetzen, um die Trauer über das Abstillen zu begleiten
- Gib dem Partner mehr Raum: Eure Stillbeziehung war eine intensive Zeit zwischen euch und dem Kind. Nun ist es an der Zeit, dem Partner mehr Raum zu geben und in dem Zusammenhang dem Kind das Abstillen zu erleichtern
- Biete Alternativen an: Gerade dann, wenn dein Kind noch sehr stark an die Milch gebunden ist, kannst du als Alternative eine Flasche anbieten. PRE-Milch kann von Geburt an gegeben werden und zwar in der Menge, in der dein Kind sie möchte
- Lenke dein Kind ab: Es wird immer wieder Situationen geben, in denen stark nach der Brust verlangt wird. Hier kannst du stark mit Ablenkung arbeiten. Spiele, Bücher und auch Spaziergänge sind eine große Hilfe
🍼 Muttermilch ohne zu stillen – geht das?
Wusstest du, dass einige Frauen ihre Babys mit Muttermilch versorgen, ohne diese anzulegen? Es kann durchaus sein, dass du deinem Baby gerne die wertvolle Milch geben, es aber nicht an die Brust legen möchtest oder kannst. Gründe sind:
- Eine Fehlentwicklung der Brustwarzen, die ein Saugen nicht ermöglicht
- Du gehst wieder arbeiten
- Du möchtest gerne dem Partner die Möglichkeit geben, ebenfalls zu füttern
In dem Fall kannst du abgepumpte Milch reichen. Hier ist es aber ebenfalls sehr wichtig, den Milchfluss in Schwung zu halten. Das wird durch regelmäßiges Abpumpen erzielt. Das heißt, du kannst dir eine elektrische Milchpumpe verschreiben lassen. Nimm viel Flüssigkeit zu dir, pumpe alle zwei Stunden ab und bewahre die Muttermilch hygienisch auf.
Beachte, dass du abgepumpte Milch von verschiedenen Zeitpunkten nicht zusammenkippen solltest.
Tipp: Du hast so viel Milch, dass dein Baby diese gar nicht schafft? Im Tiefkühler ist sie bis zu sechs Monate haltbar und kann dir später vielleicht sogar beim Abstillen helfen. Einige Kinder nehmen die Muttermilch auch aus der Flasche gerne an und geben sich damit zufrieden.
🔄 Die Kombination vom Stillen und Milchnahrung
Du denkst darüber nach, ob du dein Baby abstillst? Du hast möglicherweise nicht genug Milch und machst dir darüber Sorgen, dass dein Kind nicht satt wird? In dem Fall kann es, vor dem Abstillen, vielleicht auch eine Lösung sein, sich für das Teilstillen zu entscheiden. Hierbei handelt es sich um eine Kombination aus Stillen und Milchnahrung.
Viele Mütter entscheiden sich dafür, wenn ihr Baby nach dem Stillen noch Hunger hat oder sie sich mehr Flexibilität wünschen. Es ist kein Problem, wenn du dein Baby erst anlegst und anschließend noch etwas Milchnahrung gibst.
Achtung: Möchtest du grundsätzlich jedoch eher stillen, hast aber nicht genug Milch, solltest du keine Stillmahlzeit komplett durch eine Milchnahrung ersetzen.
Beim Teilstillen ist das Abstillen normalerweise ein deutlich leichterer Prozess, da die Kinder sich schon an die Flasche gewöhnt haben. Dennoch kann es auch hier sein, dass du viel Geduld brauchst und auch Frust aushalten musst.
🛏️ Die Nächte als besondere Herausforderung beim Abstillen
Vielleicht wirst du feststellen, dass es beim Abstillen vor allem in der Nacht zu Schwierigkeiten kommt. Am Abend und in der Nacht braucht dein Kind sehr viel Geborgenheit und genießt es, diese über das Stillen zu bekommen. Daher braucht es hier noch etwas mehr Geduld, bis du den Weg des Abstillens geschafft hast.
Es gibt einige Tipps, die dir dabei helfen können, den Prozess zu unterstützen. Auch hier gilt, dass es immer eine Frage von eurer Stillbeziehung und dem Charakter deines Kindes ist, wie gut die einzelnen Tipps funktionieren und ob sie für dich überhaupt eine Lösung darstellen.
- Sicherheit: Sicherheit möchtest du deinem Baby schenken. Du solltest dir selbst aber auch ganz sicher sein. Das heißt, mache dir noch einmal Gedanken darüber, ob du die Stillbeziehung wirklich beenden möchtest. Bist du dir nicht komplett sicher, kann es passieren, dass du es nicht durchhältst und falsche Signale an dein Kind sendest.
- Reden: Abhängig vom Alter deines Kindes kann es durchaus sinnvoll sein, über das Ende der Stillbeziehung zu sprechen. Du kannst darüber reden, dass die Milch jetzt langsam nicht mehr gebraucht wird. Damit bereitest du dein Kind besser vor.
- Rituale: Viele Stillbeziehungen sind unter anderem dadurch geprägt, dass du dein Kind in den Schlaf stillst. Das ist ein lieb gewonnenes Ritual, von dem sich Kinder nur schwer trennen möchten. Daher ist es gut, wenn sie ein neues Ritual bekommen. Führe eines ein.
- Wasser: Es kann durchaus sein, dass dein Kind in der Nacht Durst verspürt und daher die Brust einfordert. Auch hier kann mit Alternativen gearbeitet werden. Biete stattdessen etwas Wasser an. Oft reicht das schon, um das nächtliche Stillen deutlich zu reduzieren.
- Verständnis: Habe Verständnis dafür, dass es für dein Kind ein schwerer Weg ist, sich von der Brust und der Milch zu verabschieden. Es wird Frust verspüren, Ängste, Sorgen und Stress. Jetzt ist es wichtig, dass du ganz viel Verständnis hast, tröstest, kuschelst und einfach da bist.
- Rückschläge wahrnehmen: Es kann sein, dass das nächtliche Abstillen nicht direkt funktioniert. Gehe davon aus, dass es erst einmal zu Rückschlägen kommen kann. Achte darauf, was der Auslöser ist. Manchmal braucht es vielleicht noch etwas Zeit, bis auch in der Nacht auf die Brust verzichtet werden kann.
Achtung: Vielleicht erhältst du die Empfehlung, für einige Tage wegzufahren und dein Kind beim Partner zu lassen, damit es sich schnell abstillt. Das mag zwar funktionieren. Denke aber daran, dass sich dies auch auf das Urvertrauen auswirken und für starken Stress bei deinem Kind sorgen kann.
💪 Fazit: Das Abstillen ist mehr als nur das Ende einer Stillbeziehung
Eine Stillbeziehung ist eine enge Beziehung zwischen dir und deinem Baby oder deinem Kind. Es ist mehr als nur Nahrung, es ist Nähe und Zusammengehörigkeit. Daher ist das Abstillen auch vergleichbar mit einer Trennung von etwas, das man sehr liebgewonnen hat.
Unabhängig davon, aus welchem Grund du dich für das Abstillen entscheidest, ist es aber wichtig, dir nicht reinreden zu lassen. Es ist wichtig, dass Stillen sowohl für dein Kind als auch für dich eine schöne Sache ist. Daher liegt die Entscheidung, wann und wie du das Abstillen angehst, ganz bei dir.
Häufig gestellte Fragen
Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Abstillen?
Es gibt keinen "perfekten" Zeitpunkt – der richtige Moment ist dann, wenn es für dich und dein Kind passt. Die WHO empfiehlt Stillen bis zum zweiten Lebensjahr und darüber hinaus, aber letztlich entscheidest du, wann deine persönlichen oder körperlichen Grenzen erreicht sind.
Wie lange dauert sanftes Abstillen?
Sanftes Abstillen ist ein Prozess über mehrere Wochen, manchmal auch Monate. Es gibt keinen festgelegten Zeitpunkt, zu dem die Abgewöhnung erfolgt sein muss. Du nimmst dir Zeit für dich und dein Baby und lässt dem Abstillen seinen natürlichen Lauf.
Was hilft gegen Milchstau beim Abstillen?
Streiche deine Brust regelmäßig sanft aus (nicht abpumpen!), kühle sie mit Kühlkompressen oder Quarkwickeln und trinke Salbei- oder Pfefferminztee. Bei starken Beschwerden kannst du auch Schmerzmittel einnehmen.
Kann ich nachts weiterstillen und tagsüber abstillen?
Ja, das ist möglich. Viele Mamas stillen tagsüber ab und behalten das nächtliche Stillen noch eine Weile bei. Bedenke aber, dass gerade das nächtliche Abstillen oft die größere Herausforderung ist, da dein Kind dann besonders viel Geborgenheit braucht.
Muss ich weniger trinken beim Abstillen?
Nein, das ist ein Mythos. Es gibt keine Belege dafür, dass weniger Trinken die Milchmenge reduziert. Stattdessen fühlst du dich dadurch nur unwohl. Trinke weiterhin ausreichend Wasser und andere Getränke.
Was kann ich tun, wenn mein Kind die Flasche verweigert?
Versuche, dass der Partner die Flasche gibt – er riecht nicht nach Milch. Biete verschiedene Sauger an, lenke dein Kind ab und setze neue Rituale ein. Manchmal hilft es auch, abgepumpte Muttermilch aus der Flasche anzubieten, bevor ihr auf Milchnahrung umsteigt.
Gründerin von moms.de, zweifache Mutter (Kinder geboren 2014 und 2016). Sie schreibt seit 2017 Ratgeber rund um Schwangerschaft, Geburt und Familienleben.
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