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Babywaage – Lohnt sich eine Anschaffung

Nadine Scheiner Von Nadine Scheiner 16.03.2026 Lesezeit 13 Min.
Babywaage - Lohnt sich eine Anschaffung

Auf einen Blick

  • Eine Babywaage hilft Dir, die Gewichtsentwicklung Deines Babys zu Hause zu kontrollieren – besonders wichtig beim Stillen
  • Schalenwaagen sind sicher und einfach zu bedienen, Hängewaagen sind mobil und platzsparend
  • Kombinierte Geräte wachsen mit und können bis ins Schulalter genutzt werden – das spart langfristig Geld

Isst mein Baby genug? Nimmt es richtig zu? Diese Fragen kennen wohl alle frischgebackenen Eltern. Eine Babywaage gibt Dir die Sicherheit, die Entwicklung Deines Kindes jederzeit im Blick zu haben – ohne ständig zum Kinderarzt zu müssen.

🍼 Warum eine Babywaage sinnvoll ist

Das Gewicht Deines Babys ist ein wichtiger Indikator für seine Entwicklung und Gesundheit. Ganz besonders in den ersten Lebensmonaten ist es wichtig, dass Du das Gewicht Deines Babys regelmäßig überprüfst, denn in dieser Zeit sollte es ständig zunehmen. Aber auch für die Kontrolle der Nahrungsaufnahme ist das Gewicht ein wichtiger Faktor.

Wird ein Baby gestillt, dann kann nur sehr schwer überprüft werden, ob es die notwendige Menge an Nahrung, also Milch zu sich genommen hat. Doch wenn es mit einer exakten Babywaage vor und nach dem Stillen gewogen wird, dann kann anhand der Gewichtszunahme überprüft werden, wie viel Nahrung es aufgenommen hat.

Gut zu wissen: Eine normale Personenwaage ist für Babys ungeeignet – sie ist nicht präzise genug und bietet keine sichere Liegefläche für Dein Kind.

Diese Fragen rauben Dir den Schlaf

Es gibt mehrere gute Gründe, warum eine Babywaage angeschafft werden sollte. Vor allem ist es die Sorge, die wohl alle frischgebackenen Eltern teilen:

  • Isst das Baby zu wenig oder zu viel?
  • Entwickelt es sich vom Gewicht her richtig?
  • Kann es sein, dass der Nachwuchs trotz ausreichender Nahrung einfach nicht zunimmt?

Diese und auch andere Fragen können Eltern den ohnehin schon raren Schlaf rauben und dann letztendlich dazu führen, dass beim Kinderarzt eine Vielzahl von Terminen gemacht werden, die eigentlich nicht notwendig sind.

✨ Wann Gewichtskontrollen besonders wichtig sind

Besonders wenn Du stillst, ist es unerlässlich, eine Babywaage zu besitzen, denn ansonsten kannst Du nicht überblicken, ob Dein Baby genügend Milch aufnimmt. Eine hochwertige Waage erlaubt es Dir, das Baby vor und dann nach dem Stillen zu wiegen und so zu erkennen, wie viel es gerade getrunken hat.

Zudem gibt das Gewicht des Babys auch Aufschluss darüber, ob der Säugling gesund ist oder ob es trotz genügend Nahrung nicht zunimmt. Selbstverständlich kann auch genau das entgegengesetzte Problem auftreten: Das Kind nimmt zu schnell zu. Damit kommen dann wieder vollkommen neue Probleme auf Dich zu und diese kannst Du eben nur mit einer entsprechenden Babywaage und regelmäßigen Kontrollen rechtzeitig erkennen.

Achtung: Wenn Dein Baby krank ist, kann es durch Erbrechen und Durchfall schnell Gewicht verlieren. Die Babywaage hilft dabei, diese kritischen Veränderungen bereits frühzeitig zu erkennen.

Bei meinen beiden Kindern hat mir die Babywaage so viel Sicherheit gegeben – gerade beim Stillen. Zu sehen, dass mein Baby wirklich genug trinkt, hat mir viele schlaflose Nächte erspart.

Nadine Scheiner · Gründerin moms.de, zweifache Mutter

Was ist mit der Hebamme?

In der Regel bringt die Hebamme bei ihren Besuchen eine Babywaage mit. Doch die Hebamme führt nur in der ersten Zeit Kontrollen durch und auch die Termine beim Kinderarzt sind nicht sehr zeitnah und dadurch können eben kritische Veränderungen, die in der Zwischenzeit auftreten, unentdeckt bleiben.

🔍 Welche Arten von Babywaagen gibt es?

Wie bei so vielen Dingen gilt auch bei diesem Produkt: Babywaage ist nicht gleich Babywaage. Jede dieser Modelle hat seine Vor- und Nachteile, die entweder den Einsatz erleichtern oder erschweren. Welche Art sich für Dich persönlich eignet, das richtet sich nach dem persönlichen Bedarf, den individuellen Gegebenheiten und Ansprüchen.

Hängewaagen – mobil und platzsparend

Bei den Hebammen sind vor allem die Hängewaagen besonders beliebt. Diese sind sehr klein und passen ohne Probleme in eine Hand. Dazu kommt, dass sie kostengünstig sind und jederzeit und überall eingesetzt werden können.

Das Wiegen in einer Hängewaage bedeutet allerdings auch, dass der Säugling in einer Decke oder einem Handtuch an die Waage gehängt werden muss. Dabei handelt es sich nicht gerade um die sicherste Variante und ist auch aufwendiger, als das Baby auf die Waage zu legen.

Schalenwaagen – sicher und komfortabel

Die zweite Hauptgruppe sind die Schalenwaagen und ihr Vorteil ist darin zu finden, dass hier das Baby einfach in die Schale gelegt wird und das ist zumeist sicher. Somit gestaltet sich das Wiegen besonders einfach und Du kommst ohne viel Aufwand aus.

Doch eine Schalenwaage ist auch zumeist kostenintensiver als eine Hängewaage und weniger mobil. Dazu kommt, dass sie auch in vielen Fällen aufgrund ihrer Größe beschränkt sind und das bedeutet, passt das Kind nicht mehr in die Schale, dann kann sie bei festen Schalen nicht mehr sinnvoll verwendet werden. Umgehen kannst Du das Problem, wenn Du eine Waage mit wechselbaren Aufsätzen wählst.

Klappwaagen – der Kompromiss

Die Klappwaage ist eine Unterart der Schalenwaage und bietet die gleichen Vorteile wie die Schalenwaagen. Doch sie können nach der Verwendung platzsparend zusammengeklappt und besser verstaut werden. Durch diesen Fakt sind sie auch mobil einsetzbar.

Kombinationsgeräte – die langfristige Lösung

Die letzte Variante stellen die Kombinationsgeräte dar, bei denen es sich ebenfalls um eine Variation der Schalenwaage handelt. Doch diese Babywaagen eignen sich nicht nur für Babys, sondern können eingesetzt werden bis zum Schulalter. Möglich wird das durch die größere Tragfähigkeit und dadurch, dass die Schale abgenommen und ausgetauscht werden kann.

Selbst wenn der Nachwuchs nicht mehr auf ihr liegen kann, so kann das Kind im Sitzen oder Stehen gewogen werden. Diese Modelle sind etwas teurer als die einfachen Schalenwaagen – muss aber nicht grundsätzlich der Fall sein.

Tipp: Kombinationsgeräte sind nicht teurer als reine Babywaagen, können aber bis ins Schulalter genutzt werden. Das spart langfristig Geld und Platz im Schrank.

🌸 Bekannte Marken und ihre Vorteile

Bei Babywaagen setzen sich einige Hersteller schon allein aufgrund der Qualität durch und überzeugen durch exakte Messungen und zahlreichen weiteren Vorteilen und heben sich davon auch von der breiten Masse ab. Zu den Vorteilen zählen beispielsweise auch Langlebigkeit, zusätzliche Funktionen und sehr kleine Messschritte. Zu diesen Herstellern gehören beispielsweise:

  • Soehnle
  • Beurer
  • MyWeigh
  • Chicco

Aber das heißt nicht, dass jedes Modell dieser Hersteller besser ist als ein anderes Modell eines anderen Herstellers. Jedoch haben sie generell die Nase vorn und schneiden auch in den Tests und Vergleichen häufig besser ab.

🏥 Babywaagen mit Medizinzulassung

Wenn die Messwerte absolut exakt sein müssen bzw. sollen, weil beispielsweise eine Krankheit vorliegt oder da es sich um ein Frühchen handelt, dann sollte die Wahl auf eine Babywaage mit Medizinzulassung fallen. Nicht immer sind diese Modelle teurer als andere, aber sie haben den Vorteil, dass sie geeicht sind und damit wesentlich verlässlichere Messwerte bieten.

Hersteller solcher Waagen sind beispielsweise Kern und MyWeigh. Aber für den privaten Gebrauch ist in der Regel keine Babywaage mit medizinischer Zulassung notwendig im Gegensatz zur Arztpraxis. Wenn es dann doch eine solche Waage sein soll, dann musst Du lediglich auf die Medizinzulassung nach 93/42/EWG achten.

Besondere Anforderungen für Neugeborene

Vor allem Neugeborene und Frühchen sollten sehr regelmäßig gewogen werden und das in kurzfristigen Zeitabständen. Besonders dann, wenn das Baby gestillt wird oder mit gesundheitlichen Problemen auf die Welt gekommen ist, ist eine engmaschige Überprüfung des Gewichts notwendig. Hier sind Geräte ideal, die in sehr kleinen Abständen messen, also in 2 g- oder 5-g-Schritten.

💰 Kaufen oder leihen?

Wenn Du erst am Beginn Deiner Familienplanung stehst, dann solltest Du auf jeden Fall in eine gute Babywaage investieren. Denn langfristig ist das günstiger. Besonders dann, wenn Du eine Waage wählst, die über weitere Verwendungsmöglichkeiten verfügt. So gibt es beispielsweise Modelle, die bis in das Schulalter genutzt werden können oder die später auch als Haushaltswaage Verwendung finden.

Solltest Du in diesen Bereichen schon ausgestattet sein und nur ein Kind planen, dann gibt es auch die Möglichkeit, eine Babywaage auszuleihen. Doch langfristig ist auch hier die Anschaffung zumeist günstiger, denn die Waage wird immerhin für mehrere Monate oder sogar noch länger benötigt.

📅 Worauf Du beim Kauf achten solltest

Eine Babywaage sollte stets mit Bedacht ausgewählt werden und das Beste ist, sie wird bereits schon vor der Geburt gekauft. Beim Kauf sind dann gleich mehrere Faktoren zu beachten:

  • Sicherheit und Genauigkeit des Gerätes
  • Möglichkeit der platzsparenden Verstauung und des mobilen Einsatzes
  • Komfort
  • Tragfähigkeit
  • sinnvolle oder auch sinnlose Funktionen

Batterie oder Netzbetrieb?

Wenn die Babywaage nur an einem festen Ort steht, ist der Betrieb mit einem Netzstecker ideal, denn dann musst Du Dich nicht mit Batterien herumärgern und auch das Display wird nicht schwächer und damit schlecht ablesbar, da die Stromversorgung mangelhaft ist.

Durch den Einsatz von Batterien hingegen ist die Babywaage mobil und das ist optimal, wenn an dem Ort des Wiegens keine Steckdose vorhanden ist oder die Waage mit auf Reisen genommen wird. Besonders praktisch und empfehlenswert ist eine Verbindung von beiden Betriebsarten, mit der die Babywaage sowohl übers Netz als auch über Batterie läuft.

Tipp: Achte auf eine Waage mit beiden Betriebsarten – so bist Du flexibel und musst Dich nicht zwischen Mobilität und konstantem Display entscheiden.

Preisklassen im Überblick

Grob kann gesagt werden, dass die Babywaagen in vier Preisklassen eingeteilt werden können:

  • bis zu 50 Euro
  • bis 100 Euro
  • bis 200 Euro
  • über 200 Euro

Die ersten drei Preisklassen kommen für den ganz normalen Haushaltsgebrauch in Frage, doch wenn es um den Einsatz bei einem Frühchen, dem Einsatz in einer Kinderarzt- oder Hebammenpraxis handelt, dann eher die letzten beiden Gruppen. Selbstverständlich spielt auch das eigene Budget, das zur Verfügung steht, eine große Rolle, sowie die eigenen Anforderungen. Babywaagen mit medizinischer Zulassung sind auch bereits in der zweiten Preisgruppe zu finden, ebenso wie die kombinierten Geräte.

Häufig gestellte Fragen

Welche Babywaage ist die richtige für mich?

Wenn Du mit dem Kind sehr viel unterwegs bist, dann bist Du auf jeden Fall mit einer festen Schalenwaage oder einer Klappwaage schlecht beraten, auch wenn sie die Nase vorn haben, wenn es um Sicherheit, Stabilität und Genauigkeit geht. Hier ist dann die Hängewaage die bessere Wahl. Entgegengesetzt verhält es sich, wenn Du ein Gerät benötigst, das fest an einem Platz steht und dann auch noch direkt neben einer Steckdose. Hier solltest Du dann auf eine Schalenwaage oder ein kombiniertes Gerät setzen, welches über Netzstrom betrieben wird.

Muss ich eine Babywaage kaufen oder kann ich sie auch leihen?

Wenn Du erst am Beginn Deiner Familienplanung stehst, lohnt sich der Kauf – besonders bei Kombinationsgeräten, die bis ins Schulalter nutzbar sind. Planst Du nur ein Kind und bist sonst gut ausgestattet, kannst Du auch leihen. Allerdings ist die Anschaffung meist günstiger, da die Waage mehrere Monate benötigt wird.

Brauche ich eine Babywaage mit Medizinzulassung?

Für den normalen Haushaltsgebrauch ist keine Medizinzulassung notwendig. Nur bei Frühchen oder bestehenden Erkrankungen, wo es auf absolut exakte Messwerte ankommt, solltest Du eine geeichte Waage mit Medizinzulassung nach 93/42/EWG wählen. Diese sind bereits ab der mittleren Preisklasse erhältlich.

Wie oft sollte ich mein Baby wiegen?

In den ersten Lebensmonaten ist regelmäßiges Wiegen wichtig, besonders beim Stillen. Du kannst Dein Baby vor und nach dem Stillen wiegen, um die Trinkmenge zu kontrollieren. Bei gesunden Babys reicht eine wöchentliche Kontrolle, bei Frühchen oder kranken Babys können tägliche Messungen sinnvoll sein.

Was ist besser – Schalenwaage oder Hängewaage?

Schalenwaagen sind sicherer und komfortabler, da Du Dein Baby einfach hineinlegen kannst. Sie sind ideal für den festen Einsatz zu Hause. Hängewaagen sind mobil, platzsparend und günstiger, aber das Wiegen ist aufwendiger und weniger sicher. Für unterwegs sind sie praktisch, für zu Hause empfehlen sich Schalenwaagen.

Bis zu welchem Alter kann ich eine Babywaage nutzen?

Reine Babywaagen sind meist nur in den ersten Monaten nutzbar, bis das Baby nicht mehr in die Schale passt. Kombinationsgeräte mit wechselbaren Aufsätzen und höherer Tragfähigkeit (bis 20 kg) können hingegen bis ins Schulalter verwendet werden und lohnen sich daher langfristig mehr.

Nadine Scheiner

Gründerin von moms.de, zweifache Mutter (Kinder geboren 2014 und 2016). Sie schreibt seit 2017 Ratgeber rund um Schwangerschaft, Geburt und Familienleben.

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