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Kinderauto – Infos und Modelle

Nadine Scheiner
16 Sep 2021
7 min.
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Kinderauto
Von Irina Wilhauk - Shutterstock
  • Kinderautos sollten sich an verschiedene Körpergrößen anpassen lassen, da Kinder recht schnell wachsen, das Auto aber über einen längeren Zeitraum verwenden möchten.
  • Die Kosten für ein hochwertiges Kinderauto betragen selten mehr als 200 Euro. Alles, was darüber liegt, sollte man kritisch hinterfragen.
  • Der Vorteil von Kinderautos ist der, dass sie sich in allen Jahreszeiten nutzen lassen.

Welche Kinderautos gibt es?

Das wohl bekannteste Kinderauto auf dem Markt stellt das Bobby Car dar. Fast jedes Kind ist irgendwann einmal in den Genuss dieses Kinderfahrzeugs gekommen. Es handelt sich um ein vierrädriges Kinderauto aus Kunststoff, welches sich für Kinder ab 12 Monaten eignet und in seiner Grundausführung etwa 60 cm und 40 cm hoch ist. Erstmals wurde das Bobby Car 1972 in Deutschland produziert. Klassischerweise kommt es in rotem Design daher und besitzt vorne sowie hinten eine Kupplung für Anhänger. Damit auch größere Kinder damit fahren können, besitzt es eine Kniemulde. Eine andere Variante des Kinderautos ist das GoKart. Dieses fällt wesentlich größer aus und wird mit Pedalen betrieben, wodurch deutlich höhere Geschwindigkeiten erreicht werden können. Im Prinzip handelt es sich also um das klassische Tretauto, die man Kindern ab 2 Jahren zutrauen kann. Größere Modelle gibt es für Kinder ab 4 Jahren. Verschiedenste Modelle und Ausführungen bedienen dabei die zahlreichen Geschmäcker der Kinder. Beim Kauf eines solchen Gefährts sollte man darauf achten, dass es folgende Kriterien erfüllt:

  • Verstellbar in der Größe
  • vorhandene Feststellbremse
  • Rückwärtsgang
  • Freilauffunktion

Was sollte man beim Kauf beachten?

Wer ein anständiges Kinderauto kaufen will, der sollte sich vorab mit den Kaufkriterien vertraut machen. Denn nur dann wird es dem Kind richtige Freude bereiten. Wichtig ist zum Beispiel, nicht nur auf das empfohlene Alter zu achten, sondern auch auf das maximal zulässige Körpergewicht. Dadurch, dass Kinder unterschiedlich schnell wachsen, kann es passieren, dass sie zwar im richtigen Alter sind, aber das Gewichtskriterium nicht mehr erfüllen. Und das kann zu fehlerhaften Funktionen im Gebrauch führen. Ebenso wichtig wie das Gewicht ist daher die Körpergröße. Wenn man sich an diese beiden Maßstäbe hält, kann im Grunde genommen wenig schief gehen. Abgesehen von den Kriterien, die die Kinder erfüllen sollten, ist aber auch auf verschiedene Faktoren des Kinderautos zu achten. So sollte dieses Features wie eine Feststellbremse, einen Leerlauf, eine Handbremse und eine Größenverstellbarkeit beinhalten. Besonders wichtig ist außerdem die Bereifung. Denn diese garantiert den Abtrieb auf der Straße und somit auch einen zuverlässigen Geschwindigkeitsaufbau. Zuletzt kann man auch die Aufkleberqualität und das Design aus Kaufkriterium heranziehen.

Wie viel kosten Kinderautos?

Es ist ein Trugschluss, dass gute Kinderautos ein Vermögen kosten müssen. Viel wichtiger ist das Preis-Leistungs-Verhältnis. Anhand dieses Maßstabs stellt man fest, dass es hochwertige Modelle für bereits unter 200 Euro zu kaufen gibt. Natürlich existieren auch deutlich teurere Fahrzeuge. Bei diesen sollte man allerdings skeptisch hinterfragen, wofür man eigentlich den Aufpreis bezahlt. Denn nicht immer ist es die Qualität, die mehr kostet. Manchmal gibt es den Aufschlag für den Firmennamen, manchmal für ein besonders aufwendiges Design. Wichtig ist am Ende, dass man den Aufpreis als sinnvoll erachtet.

Gibt es Kinderautos für Mädchen?

Kinderautos werden häufiger für Jungs als für Mädchen gekauft. Demnach sind auch die Designs vieler Modelle eher an deren Geschmack orientiert. Doch wer wirklich ein Kinderauto speziell für Mädchen haben will, wird es auch finden. Solche Kinderautos sind prinzipiell genau so gefertigt, wie ein Modell für Jungs. Der Unterschied besteht lediglich im Design und der Farbwahl. Da die meisten Mädchen eher andere Farben bevorzugen als Jungs, kommen ihnen einige Hersteller entgegen und produzieren spezielle Designs.

Was ist besser: Tretauto oder Elektroauto?

Diese Frage ist grundsätzlich nicht sehr einfach zu beantworten, da beide Versionen ihre Vor- und Nachteile bieten. Zum Elektroauto lässt sich sagen, dass dieses automatisch betrieben wird und von Kindern daher leicht unterschätzt werden kann. Sie können sich, ohne es zu merken, in gefährliche Situationen begeben, was gerade im Straßenverkehr leicht passiert. Bei Tretautos ist diese Problematik weniger ausgeprägt, da die Kinder schon rein intuitiv wissen, wie sie das Auto zum Stoppen bringen. Wer aber dennoch beschließt, sich ein Elektroauto zu kaufen, sollte auf Folgendes achten:

  • Eine mitgelieferte Fernbedienung, mit der die Eltern auch aus Entfernung in die Fahrt des Kindes eingreifen können. Auf diese Weise lassen sich die meisten gefährlichen Situationen verhindern.
  • Eine anständige Bereifung, die nach Möglichkeit aus Gummi bestehen sollte. Dadurch gibt es nicht nur besseren Halt, sondern auch eine entsprechende Langlebigkeit.
  • Eine begrenzte Fahrgeschwindigkeit, die vor allem zum Alter des Kindes passt.
  • Eine hohe Akkukapazität. Bestenfalls hält ein Akku bis zu 4 Stunden am Stück.

Wer sich an diese Kaufkriterien hält, kann durchaus hochwertige Elektroautos erwerben. Gleichzeitig sollte man nicht die Vorteile von Tretautos vernachlässigen, die auch durch ein qualitativ ansprechendes Elektroauto nicht bedient werden können. Diese sind zum Beispiel:

  • Unabhängigkeit von jeglicher Elektronik
  • Förderung von Dynamik und Motorik
  • volle Kontrolle über Geschwindigkeit und Lenkung
  • günstigere Preise

Kann man Kinderautos auch im Winter nutzen?

Wie auch der Sommer kommt der Winter jedes Jahr. Und jedes Jahr fragt man sich aufs Neue, welche Unternehmungen am besten passen. Für Kinder gilt, dass sie ihr Kinderauto nicht zwingend für die kalte Jahreszeit verstauen müssen. Denn auch im Winter ist das Fahren sinnvoll, wofür verschiedene Gründe sprechen:

  • Stärkung des Immunsystems: Aus gesundheitlicher Sicht ist es sinnvoller, die Kinder auch bei Kälte draußen spielen zu lassen. Gerade der Wechsel zwischen warmer Raumluft und kalter Außenluft dient dazu, sich vor Krankheiten zu schützen. Auf ganz natürliche Weise steigen so die Abwehrkräfte des Kindes.
  • Zusätzliche Bewegung: Der Winter sollte kein Anlass dafür sein, sich weniger zu bewegen. Muskeln, Koordination und Ausdauer kann man auch bei Kälte fördern. Und hier für eignet sich das Kinderauto besonders gut.
  • Wichtig: Sobald man sein Kind im Winter Auto fahren lässt, sollte man akribisch auf die Bereifung achten. Denn gerade im Winter kommt es auf den richtigen Grip an, was eine Gummibereifung fast unverzichtbar macht.

Gibt es Zubehör für Kinderautos?

Natürlich ist es möglich, Kinderautos mit verschiedenem Zubehör auszustatten. Ganz klassisch sind an dieser Stelle natürlich die beliebten Anhänger, aber auch Wimpel, Fahnen und Sirenen gehören dazu. Ob sich das jeweilige Zubehör für den Wagen eignet, sollte man natürlich vorab prüfen. Abgesehen davon zählen auch Reflektoren oder Lichter zu den beliebten Features.

Welche Zertifizierungen gelten für Kinderautos?

Das häufigste Zeichen, welches man auf Kinderautos finden wird, ist das GS-Zeichen. Dieses ist freiwillig und belegt, dass der Hersteller sein Produkt freiwillig eine Prüfstelle vorgestellt hat. Hat das Produkt alles Prüfungen bestanden, bekommt der Hersteller das Zertifikat und kann es beim Verkauf anbringen. Als Verbraucher kann man sich bei diesem Siegel also sicher sein, dass es allen Anforderungen gemäß §21 ProdSG in Bezug auf die Gewährleistungen von Gesundheit und Schutz von Personen entspricht. Ein weiteres Zeichen, das man auf Kinderautos findet, ist das CE-Zeichen. Dieses ist obligatorisch und findet sich vorrangig auf Elektroautos. Produkte, die damit versehen sind, haben die offizielle Erlaubnis, im EU-Handelsraum verkauft zu werden. Zuletzt gibt es die in der EU bekannte Norm 2009/48/EG, die folgende Punkte berücksichtigt:

  • höchste Lautstärke des Produkts
  • Vorhandensein einer Gebrauchsanweisung
  • Zurückverfolgbarkeit aller Produkt-Einzelteile
  • Pflicht der Hersteller, Gefahrenquellen zu überprüfen (Entflammbarkeit usw.)

Fazit - Kinderautos

Kinderautos gibt es in ganz verschiedenen Ausführungen, was den Eltern viele Möglichkeiten eröffnet, ihren Kindern eine Freude zu bereiten. Bei der Auswahl eines entsprechenden Fahrzeugs sollte man sich aber die Frage stellen, was man damit eigentlich erreichen möchte. Allein anhand dieser Grundsatzfrage kann beispielsweise die Entscheidung zwischen Elektroauto und Tretauto gefällt werden. Während das Elektroauto ein ganz bestimmtes Fahrgefühl verleiht, wird mit dem Tretauto die Motorik und sportliche Belastbarkeit des Kindes trainiert. Beides hat somit seine Vor- und Nachteile. Wer sich entschließt, ein Tretauto zu kaufen, sollte darauf achten, dass es solide verbaut ist und keine verschluckbaren Einzelteile enthält. Ein wesentlicher Faktor ist außerdem die hochwertige Bereifung, die nicht nur für guten Grip, sondern auch für eine Minimierung der Lautstärke beim Fahren sorgt.

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