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Elektroauto Kinder – Fahrspaß für Groß und Klein

Nadine Scheiner
30 Aug 2021
7 min.
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Kinder Elektroauto
Von VAKS-Stock Agency - Shutterstock
  • die meisten Elektroautos werden mit 2 Motoren betrieben und erreichen eine Höchstgeschwindigkeit zwischen 4 und 8 km/h
  • es gibt verschiedenste Modelle, die detailgetreu verarbeitet sind und den Kindern damit größtmögliche Echtheit suggerieren
  • zwar fürchten sich viele Eltern vor dem Zusammenbau der Gefährten, doch die zu erledigenden Montagearbeiten sind in den meisten Fällen schnell und ohne komplizierte Zwischenfälle geschafft

Was zeichnet ein Elektro Kinderauto aus?

Kinder mögen Spielzeug, vor allem dann, wenn es groß ist und besondere Funktionen bietet. Genau diesen Kriterien werden Elektro Kinderautos gerecht. Es handelt sich um Modellautos, die Originalen nachempfunden und an die Größe von Kindern angepasst sind. Sie bekommen damit die tolle Chance, selbst in einem Fahrzeug zu sitzen und ganz eigenhändig zu lenken. Zudem bieten Elektroautos einen klaren Vorteil gegenüber klassischen Tretmodellen: Sie werden mit Strom betrieben und nicht etwa mit Körperkraft. Dadurch kommt umso mehr das Gefühl zustande, in einem richtigen Fahrzeug zu sitzen. Natürlich verfügen sie weiterhin über alle nötigen Details, um authentisch zu erscheinen.

Welche Modelle gibt es?

Einer der großen Vorteile von Elektro Kinderautos ist der, dass die Auswahl schier unerschöpflich ist. Man hat also die Möglichkeit, seinen Kindern verschiedenste Modelle zu bieten. Ganz egal, ob sie lieber Traktoren, Sportautos oder Oldtimer mögen.

Elektro Kinderautos: Ab welchem Alter?

Zwar findet man bei allen Herstellern aus rechtlichen Gründen Altersspannen vor, die für das Fahrzeug passend erscheinen, doch die Erfahrungen zeigen, dass man diese Angaben nicht einfach verallgemeinern kann. Ausschlaggebend sollte immer die Motivation sowie der Spaß und die Reife des Kindes sein. Viele Kinder haben schon mit knapp 2 Jahren Spaß daran, ein Auto zu fahren. Wichtig ist dabei, dass das Fahrzeug über die nötigen Sicherheitskriterien verfügt, so zum Beispiel eine moderate Geschwindigkeit, eine gute Manövrierbarkeit und eine Bedienung, die zu den motirischen Fähigkeiten des Kindes passt. Während bei Tretautos die ergonomischen Gesichtspunkte wichtig sind, weil sie mit Körperkraft bewegt werden, kommt es bei elektronischen Autos auf andere Faktoren an. Dort ist beispielsweise entscheidend, ob eine Fernbedienung für die Eltern vorliegt, sodass sie jederzeit einschreiten können. Ebenso sollte die Leistung bedacht werden. Zu Beginn reichen 6 Volt und eine daraus hervorgehende Geschwindigkeit von 4 km/h. Bei leistungsstärkeren und schnelleren Modellen empfiehlt man ein Alter von 3 bis 8 Jahren.

Wie stark variiert die Geschwindigkeit?

Die meisten Elektro Kinderautos bekommt man mit zwei verschiedenen Höchstgeschwindigkeiten. Die 6-Volt-Modelle bieten ein Maximum von 4 km/h, was etwa halber Schrittgeschwindigkeit entspricht. Bei diesem Tempo haben die Eltern jederzeit die Möglichkeit, direkt einzugreifen. Das Kind selbst kann das Fahrzeug abbremsen, indem es einfach dem Fuß vom Pedal nimmt. Ein separates Bremspedal erübrigt sich natürlich. Darüber hinaus gibt es die 12-Volt-Kinderautos, die eine Höchstgeschwindigkeit von 8 km/h bieten, was man üblicherweise als Schrittgeschwindigkeit benennt. Gebremst wird ebenfalls, indem man nicht mehr das Gaspedal betätigt, wobei das Auto beginnt, langsam auszurollen. Zusätzlich verfügen die 12-Volt-Modelle über einen Knopf „N“, der das Auto sofort zum Stillstand bringt.

Was gibt es bei der Bereifung zu beachten?

Ob das Auto eine Matt- oder Chrom-Optik bietet ist egal, worauf es ankommt, ist der Grip. Denn nur so kann eine angemessene Leistung auf die Straße gebracht werden. Die meisten Räder von Elektro Kinderautos bestehen aus Hartplastik, was gerade auf einem harten Untergrund wie Stein oder Asphalt nicht allzu viel Haftung bieten kann. Wer seinem Kind mehr Fahrspaß bieten will, sollte daher auf einen hohen Weichgummianteil in den Reifen setzen. Dadurch rollen sie nicht nur deutlich leiser ab, sondern sorgen für mehr Abtrieb. Noch besser als Weichgummi sind natürlich Luftreifen, wobei sich diese Qualität auch im Preis niederschlägt. Erfahrungen zeigen außerdem, dass Kinderautos nicht nur draußen, sondern auch in der Wohnung gefahren werden. Das ist gerade dann der Fall, wenn es erst kürzlich angeschafft wurde. Auch dann sind Reifen aus Weichgummi die bessere Lösung, nicht nur um den Boden zu schützen, sondern auch, um die Lärmbelästigung zu reduzieren.

Wie einfach ist der Zusammenbau?

Kaum ein Elektro Kinderauto wird vollwertig montiert geliefert. Meist bleiben ein paar Montagearbeiten an den Eltern haften, weshalb die Komplexität des Zusammenbaus ebenfalls ein Kaufkriterium sein kann. Es versteht sich von selbst, dass der Zusammenbau eines Elektroautos ein wenig schwieriger ist, als der eines Tretautos. Doch aufgrund der meist beiliegenden Anleitung stellt auch das kein Problem dar. Die nötigen Schritte sind:

  • Montage der Räder
  • Einbau des Akkus
  • Befestigung des Sitzes
  • Aufstecken des Lenkrads

Es gibt also nicht sehr viele zu erledigende Schritte. Meist sind sie innerhalb von 30 Minuten geschafft, selbst dann, wenn man sich zu den handwerklich weniger begabten Menschen zählt. Von Vorteil ist dabei, dass spezielles Werkzeug niemals benötigt wird. Allenfalls reicht ein guter Schraubendreher.

Gibt es Elektro Kinderautos mit Fernsteuerung?

Gerade die Modelle mit einer Höchstgeschwindigkeit von 8 km/h werden oft mit Fernsteuerung geliefert, sodass die Eltern jederzeit die Möglichkeit haben, die Kontrolle über das Fahrzeug zu übernehmen. Zwar verfügen viele Modelle gleichzeitig über einen „N-Knopf“, mit dem sich das Fahrzeug augenblicklich abstellen lässt. Doch niemand will die ganze Zeit nebenher laufen, wenn man stattdessen eine Fernbedienung nutzen kann. Beachten sollte man allerdings, dass die Fernsteuerung nicht missbraucht werden sollte. Oberste Priorität ist immer noch der Wille des Kindes. Nur in brenzligen Situationen legitimiert sich ihr Gebrauch.

Fazit - Kinder Elektroauto

Wenn es um Kinderautos geht, so stehen grundsätzlich zwei Möglichkeiten zur Verfügung: Tretautos und Elektroautos. Während Tretautos eher die klassische Sparte repräsentieren und mit Körperkraft betrieben werden, sind Elektroautos detailgetreu gefertigt und mit Elektroenergie gespeist. Dazu befinden sich leistungsstarke Motoren im Auto sowie ein wiederaufladbarer Akku. Keines der frei verkäuflichen Modelle überschreitet dabei eine Fahrgeschwindigkeit von 8 km/h. Der Vorteil von Elektro Kinderautos ist außerdem, dass sie den Kindern das Gefühl verleihen, in einem richtigen Fahrzeug zu sitzen. Es kommt ein ganz anderes Erlebnis zustande, als es in einem Tretauto der Fall wäre. Zusätzlich bieten Extras wie die Fernbedienung den Eltern die Möglichkeit, jederzeit die Kontrolle über das Fahrzeug zu behalten. Sofern das Auto keine verschluckbaren Einzelteile enthält und sonst aus festem Kunststoff gefertigt ist, spricht nichts mehr gegen den Kauf.

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