Kinderfahrräder

Inhaltsverzeichnis

Was muss man beim Kinderfahrradkauf beachten?

Das größte Augenmerk solltet Ihr beim Kauf eines Kinderfahrrads darauf legen, dass es in Größe, Optik und Verarbeitung zu eurem Schützling passt. Natürlich gibt es eine große Bandbreite an Merkmalen, die beim Kauf zu beachten sind. Dies sind unter anderem:

  • Altersklasse
  • Ausführung
  • Preisklasse

Je nach Alter des Kindes unterscheiden sich die Fahrräder in Ihrer Ausstattung. Für Schulkinder sind Gepäckträger und stadtsichere Fahrräder unabdingbar, während die kleinste Altersklasse oft noch mit Stützrädern fährt. Schon ab 2 Jahren, können die Kleinsten mit 12-Zoll-Rädern ihre Fahrkünste erproben. Erreicht man das Grundschulalter, können bereits Bikes mit 20 Zoll gefahren werden, immer auf die Größe des Kindes abgestimmt. Ab Zollgröße 24, das erste eigene Jugendbike, wird auch die im Folgenden erläuterte Ausstattung besonders wichtig, da sich hier erste eigene Einsatzwünsche bei den Kindern bilden.

Nicht jedes Fahrrad und jede Bauweise ist gleich. Ein Fahrrad kann sich in der Ausführung sehr stark unterscheiden und sollte deshalb auch mit den Wünschen Eures Kindes zusammenpassen. Deshalb solltet Ihr vorher unterscheiden, ob Euer Kind ein Mountainbike, Trekkingrad, Stadtrad oder Allroundrad bekommen soll. Jedes der Modelle hat ganz eigene Vorteile. Ein Mountainbike eignet sich besonders für aktive Kinder, die gerne über Feld und Wiesen fahren und ihre meiste Zeit draußen verbringen. Ein Trekkingrad ist nicht ganz so robust wie ein Mountainbike, aber auch gut für Querfeldein-Fahrten, Feldwege und längere Touren geeignet. Mit einem Stadtrad, das eher dünnere Reifen hat, kann Euer Kind wunderbar in die Schule radeln oder Ausflüge machen. Hier lassen sich auch toll Körbe und Gepäckträger anbringen. Ein Allroundrad bietet Euch die Möglichkeit, verschiedene Reifen zu montieren und sowohl mal Feldwege als auch Straße zu fahren. Damit lassen sich auch toll Radurlaube bestreiten.

In der Preisklasse sind beim Kinderfahrrad genauso viele Spielräume wie beim Autokauf. Während die Kleinsten oft schon ein neues Fahrrad im Bereich bis 120 Euro finden, werden die Kindergarten- und Grundschulfahrräder oft schon mit Preisen bis 400 Euro ausgezeichnet. Nach Oben hin gibt es keine Grenze, denn je nach Ausstattung und Zubehör könnt Ihr auch für ein Jugendfahrrad schon ein Monatsgehalt ausgeben.

Was ist wichtig beim Kinderfahrrad?

Steht erst einmal fest, welche Ausstattung und Altersklasse Ihr erwerben möchtet, sollte besonders auf die Robustheit und Sicherheit des Fahrrades geachtet werden. Sie ist beim Kauf ausschlaggebend. Dem Fahrrad wird im Laufe der Nutzungsdauer einiges abverlangt und sollte deshalb qualitativ hochwertig ausgestattet sein. Jedes Kinderfahrrad muss mit einer Lichtanlage ausgestattet sein. Hinzu kommen funktionierende und gepflegte Bremsen, die sich individuell einstellen lassen. Eine leichte Pflege macht das Fahrrad auch im Winter zu einem treuen Begleiter. Wichtig ist außerdem, dass das Fahrrad einiges aushält, denn oft wird es von Kindern einfach hingeschmissen oder unvorsichtig abgelegt. Einzelne Teile sollten also bruchsicher sein. Auch Kameraden und Freunde werden gerne mal auf dem Gepäckträger transportiert, weshalb das Bike für entsprechend hohes Gewicht ausgelegt sein muss.

Achten Sie also auf:

  • eine stabile Bauweise
  • einfachen und selbsterklärenden Gebrauch
  • verkehrssicheres Zubehör

Nur wenn Lenker, Rahmen und Gepäckträger robust und qualitativ hochwertig gebaut sind, ist die Sicherheit des Kindes gewährleistet. Neben der stabilen Bauweise, ist vor allem wichtig, dass dem Kind alle Teile und die Ausstattung des Fahrrades gut erklärbar sind. Nur, wenn es versteht, wie Bremsen, Licht und Ständer funktionieren, kann es die Teile entsprechend nutzen. Durch verkehrssicheres Zubehör könnt Ihr Euer Kind auch alleine mit dem Rad auf Tour gehen lassen.

Was braucht ein verkehrssicheres Fahrrad?

Einige Voraussetzungen müssen erfüllt sein, dass ein Fahrrad heute als verkehrssicher gilt. Dies betrifft:

  • Bremsen
  • Licht
  • Reflektoren
  • Kettenschutz

Wie bei jedem Gefährt, ob Fahrrad, Auto oder Bus müssen funktionierende und sichere Bremsen vorhanden sein, um es verkehrstüchtig zu machen. Für Kinder eignen sich vor allem eine Kombination aus Vorder- und Rücktrittbremse, denn oftmals können Sie im jungen Alter das Bremsen nur mit der Hand noch nicht so gut koordinieren. Die Rücktrittbremse hingegen wird sehr intuitiv benutzt und bietet somit viel Sicherheit. Mit der Vorderbremse (Handbremse)erfolgt die größte Bremswirkung, deshalb bietet es sich an, das schon früh zu üben und Euren Kindern beizubringen. Genauso wichtig wie die Bremsen ist aber auch das Licht am Fahrrad. Eine funktionierende Lichtanlage schützt Euer Kind vor allerlei Gefahren, da es im Straßenverkehr besonders gut gesehen wird. Dazu gehören Vorder- und Rücklicht. Beides sollte fest installiert sein. Am einfachsten ist der Antrieb über ein Nabendynamo, so können die Kleinen ihre Lichter nirgends vergessen und sobald die Räder rollen, leuchten beide Lichter auf. Zusätzlich zum Licht sind besonders Reflektoren gut. Sie können sowohl an den Speichen, als auch am Gepäckträger angebracht werden. Auch eine Fahrradweste, die Licht reflektiert eignet sich gut, für Kinder, die ihren Schulweg mit dem Rad bestreiten.
Der Kettenschutz ist bei Kinderfahrrädern eigentlich unumgänglich, da er sowohl verhindert, dass sich Kleidungsstücke und Schnürsenkel in der Kette verklemmen sowie dass sich Hosenbeine oder Kleidung stark verschmutzt. Der Kettenschutz verhindert viele Unfälle.

Welche Kinderrad-Größe ist die Richtige?

Entgegen der Messung bei den Erwachsenenrädern, werden Kinderräder in Zoll bestimmt. Dabei richtet sich die Raddurchmessergröße nach der Körpergröße des Kindes. Nicht die Rahmengröße ist deshalb entscheidend, ob Euer Kind mit dem Fahrrad zurechtkommt. Für die Kleinsten, gibt es tolle 12-Zoll-Räder mit Stützrädern, z.B. von Puky. Oft sind außerdem Gepäckträger und Boxen am Fahrrad angebracht, in dem die Kleinen Puppen und Spielzeug transportieren können. Ist Euer Schatz schon etwas größer, darf es gleich mit 16-18-Zoll-Rädern starten. Jedoch gilt immer, wenn das Kind auf dem Sattel sitzt, sollte es mit den Fußspitzen noch den Boden berühren können. Dies kann man leicht mit dem Maßband testen, indem man die Innenbeinlänge vom Schritt bis zu den Fußsohlen misst und den Sattel dann so hoch einstellt. Auch der Lenker sollte auf die Größe des Kindes angepasst sein, so dass es bequem schulterbreit den Lenker umgreifen kann und die Bremsen gut zu fassen bekommt.

Ab 20-Zoll können die meisten Kinder schon recht sicher Rad fahren, es handelt sich also um das erste „richtige“ Rad. Ab dieser Klasse kann man auch schon nach oben beschriebener Ausstattung wählen und ein Mountainbike, Trekkingrad oder sogar Rennrad kaufen. Hier könnt Ihr dann auch zwischen Ketten- und Nabenschaltung und zwischen verschiedenen Bereifungen wählen. Je nachdem wie lange und wie gern Euer Kind das Rad nutzt, lohnt es sich schon, zum qualitativ hochwertigeren Modell zu greifen. Erreicht Euer Kind dann 24-Zoll-Räder, so wachsen die Ansprüche. Hier wird ein Bike erworben, das Eure Kleinen gut und gerne über 4-5 Jahre begleiten kann und danach noch von Geschwistern oder Verwandten gebraucht wird. Es lohnt sich, die Ausstattung gut zu überdenken und lieber ein paar Euro mehr in die Hand zu nehmen. Hochwertige Hersteller wie z.B. Cube, Scott oder Bergamont, die auch Erwachsenenräder produzieren, bieten tolle kindgerechte Ausstattungen an.

Zubehör fürs Kinderfahrrad

Das wichtigste Zubehör für das Kinderfahrrad sollte der Helm sein, der den Kopf Eurer Kleinen vor Verletzungen schützt. In Deutschland besteht bis zum 12. Lebensjahr eine Helmpflicht für Kinder. Deshalb ist es besonders wichtig, gleichzeitig mit dem Rad auch immer einen passenden Helm zu erwerben. Nur so könnt Ihr die Kinder beruhigt fahren lassen.
Zusätzlich gibt es einige wichtige und nützliche Accessoires, die besonders für den Schulweg oder längere Radtouren hilfreich sind. Dazu zählt vor allem die Klingel, mit der sich Kinder auf Fahrradwegen oder im Straßenverkehr bemerkbar machen können. Sie sollte gut erreichbar am Lenker angebracht und von Zeit zu Zeit nachjustiert werden. Außerdem ist der Gepäckträger ein wichtiger Zusatz, denn er kann Schulranzen, Sporttaschen oder Fußbälle leicht transportieren, während die Kinder die Hände frei haben.

Ein Trinkflaschenhalter im Rahmen bietet sich dann an, wenn Ihr gerne Ausflüge mit dem Rad unternehmt oder sogar im Urlaub längere Touren fahrt.

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