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Ab wann ist mein Baby keine Frühgeburt mehr?

Nadine Scheiner
03 Jan 2022
3 Min.
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Auch wenn ein Baby zu früh geboren wird, bedeutet dies nicht automatisch, dass es sich um ein Frühchen handelt. Denn mit Beginn der 37. Schwangerschaftswoche gilt ein Neugeborenes nicht mehr als Frühchen. Jeder Tag zu früh oder zu spät kann sich aber trotzdem auf euer neugeborenes Kind auswirken.

Um euer Baby aber Best möglichst zu fördern und bei der Entwicklung zu unterstützen, könnt ihr euch aber schon vorher darüber informieren, welche Möglichkeiten ihr habt. Wir haben Mütter nach ihren besten Tipps gefragt, wie ein zu früh geborenes, aber nicht als Frühchen geltendes Baby gefördert werden kann.

Das Wichtigste in Kürze

  • Aus Sicht der Medizin wird nur von einer Frühgeburt gesprochen, wenn das Kind vor Beginn der 37. SSW zur Welt kommt.
  • Die Förderung der Entwicklung ist nicht nur bei Frühchen besonders wichtig, wer sein Baby schon frühzeitig anregt, kann aktiv zur Entwicklung beitragen.
  • Eltern sollten sowohl die körperliche als auch geistige Entwicklung fördern, aber auch auf die gesundheitliche Entwicklung ihrer zu früh geborenen Babys ein Auge haben.
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Ratchat via Shutterstock

3 Tipps, wie ihr euer zu frühgeborenes Baby fördern könnt

Die Entwicklung des Babys beginnt lange vor der Geburt. Das neurologische System des Kindes beginnt sich ab den ersten Schwangerschaftswochen zu bilden und entwickelt sich grundsätzlich in der vierten Schwangerschaftswoche.

Mit 17 Wochen kann das Baby Geräusche von außen und von seiner eigenen Mutter hören. Es ist also nie zu früh, eurem Baby vorzulesen und zu singen und an entwicklungsfördernden Aktivitäten für Kinder teilzunehmen. Ihr könnt aber auch zu Hause und ohne Hilfe anderer Personen euer Baby bei der Entwicklung zu unterstützen.

#1 Verbindet euch mit eurem Baby

Auch wenn dies eigentlich normal ist, sollte dieser Punkt auf jeder Tipp-Liste ganz oben stehen – Die Verbindung zu eurem Baby. Auch von der Medizin wird empfohlen, dem Baby den körperlichen Kontakt so früh wie möglich zu ermöglichen, um die motorischen und sprachlichen Fähigkeiten zu fördern.

Der Förderung beginnt schon damit, dass ihr euer neugeborenes Baby nah an eurem Körper zu halten, mit ihm zu sprechen oder zu singen und andere Dinge zu tun, die das Gehör stimulieren. Zudem ist es auch wichtig, das Sehvermögen des Babys zu stimulieren. Wenn euer Baby wach ist, könnt ihr beispielsweise sicherstellen, dass es euer Gesicht sehen kann.

Ihr helft eurem neugeborenen Kind so schon früh das Hör- und Sehvermögen zu schärfen und gleichzeitig eure Bindung zu festigen, denn euer Baby wird sich schnell euer Gesicht und eure Stimme merken.

#2 Sorgt für Sicherheit

Schon in den ersten Wochen ist es für euer Baby von essenzieller Bedeutung, das Gefühl von Sicherheit zu haben. Bei einem frisch geborenen Kind kann dies am besten umgesetzt werden, indem es die Gewissheit hat, dass seine Bedürfnisse befriedigt werden.

Es ist sehr wichtig, dass ihr auf die Bedürfnisse eingeht, um die Entwicklung eures Babys zu fördern. Es gibt Eltern, die einen Zeitplan für das Füttern, Nickerchen und Baden erstellen, da dies ein Gefühl der Kontrolle vermittelt. Aus eurem frühgeborenen Baby wird so ein Kind mit sicherer und unabhängiger Bindung.

#3 Sprecht mit eurem Baby

Sobald euer Baby geboren ist, könnt ihr anfangen, eurem Baby bei der Sprachentwicklung zu helfen. In den ersten zwei Monaten ahmt ihr euer Baby einfach nach und sprecht mit übertriebener Mimik. Später könnt ihr auch damit anfangen, die Sprach- und Kommunikationsentwicklung aktiv zu fördern, indem ihr mit einfachem „Geplapper“, also Silben- wie „ba-ba“, „ga-ga“ und „da-da“ euer Baby anregt, euch nachzuahmen.

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Auch als Nicht-Frühchen will euer Baby gefördert werden

Auch wenn es aus medizinischer Sicht keine Frühgeburt ist und euer Arzt oder eure Hebamme kein Risiko für Probleme oder Komplikationen sieht, ist es wichtig, dass ihr euer Baby in jedem Fall fördert. Egal ob Frühchen, das in der 34. SSW, 36. SSW oder drei Tage vor dem Geburtstermin geboren ein Baby sollte immer gefördert werden.

Wichtig ist zudem sicherzustellen, sowohl bei einer Frühgeburt als auch einer normal verlaufenen Schwangerschaft und Geburt, dass euer Baby alle wichtigen Stoffe über die Muttermilch oder geeignete Zusatznahrung erhält. Bemerkt ihr beispielsweise, dass euer Baby seit der Geburt zu wenig Gewicht hat, sprecht mit eurer Hebamme oder eurem Arzt über eine mögliche Behandlung.

Dies ist besonders wichtig, wenn es sich um eine Frühgeburt handelt, ob im Krankenhaus anerkannt oder nicht. Wir empfehlen euch, euer Baby sowohl als anerkannte Frühgeburt als auch nicht anerkannte Frühgeburt genau zu beobachten und in jedem Fall entsprechend zu fördern, um es auf das Leben vorzubereiten. Schaut auch auf die gesundheitliche Förderung, denn Frühchen sind oft anfälliger für Infektionen.

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