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Menstruationsschmerzen – Ursachen und Lösungen

Nadine Scheiner
08 Apr 2021
2 min.
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Laut einer Studie leiden rund 25 % – 35 % aller Frauen unter Menstruationsschmerzen, auch Periodenschmerz oder Dysmenorrhoe genannt. Dabei kann das Schmerzempfinden sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Von leichten bis mittelschweren Krämpfen bis hin zu Schmerzen, die sogar einem Herzinfarkt ähneln können, ist die körperliche Belastung nicht das einzige Problem – auch die Seele leidet mit. Wie es zu diesen Schmerzen kommt und was Sie dagegen tun können, erfahren Sie jetzt in unserem praktischen Ratgeber.

Menstruationsschmerzen - Die Ursachen

Nachdem sich kein befruchtetes Ei eingenistet hat, versucht der weibliche Körper jeden Monat die natürlich aufgebaute Gebärmutterschleimhaut wieder loszuwerden. Das Zusammenziehen der Gebärmutter, also die sogenannte Kontraktion führt zu unterschiedlich starken Schmerzen und Krämpfen im Unterleib. Dabei treten oft auch diverse Begleitsymptome auf, zum Beispiel Übelkeit, Kopfschmerzen oder Durchfall. Das wiederum steht oft in Verbindung mit der Freisetzung zu vieler Botenstoffe, den Prostaglandinen. Grundsätzlich spielen in diesem Zusammenhang aber auch weitere Faktoren eine wichtige Rolle: etwa aktuelle Lebensumstände, Stress, mangelnde und ungesunde Ernährung, aber auch Krankheiten wie Myome (gutartige Geschwülste), Zysten oder Endometriose. Eine Vorstellung beim Frauenarzt kann betroffenen Frauen helfen, die Ursache für Regelbeschwerden herauszufinden. Auch wenn sich das Regelverhalten plötzlich ändert, also die Periode auf einmal stärker oder länger geht und neue Beschwerden auftreten, ist der ärztliche Rat unbedingt empfehlenswert. Tipp: Auch während der Periode führt der Gynäkologe Untersuchungen durch. Lediglich Vorsorgeuntersuchungen müssen während der Menstruation verschoben werden, da Abstriche keine gültigen Ergebnisse liefern und die Krebsvorsoge nicht durchzuführen ist.

Natürliche Therapiemöglichkeiten

Nach Abklärung der Schmerzen beim Frauenarzt stehen der betroffenen Frau viele Möglichkeiten zu, die nicht-krankheitsbedingten Beschwerden effektiv und ohne Zusatz von Chemie zu lindern. Viele von ihnen empfinden beispielsweise Wärme als wohltuend und krampflösend. In diesem Fall empfiehlt sich eine einfache Wärmflasche oder ein in der Mikrowelle erwärmtes Kirschkernkissen, das für längere Zeit auf den Unterleib gelegt wird. Aber auch ein warmes Bad bewirkt häufig Besserung. Die Einnahme von verschiedenen Teesorten, zum Beispiel einem Schwangerschaftstee kann helfen. Darin enthaltene Kräuter wie der Frauenmantel oder Himbeerblätter haben sich bei der Behandlung von Regelbeschwerden bewährt. Zu weiteren Heilkräutern gehören der Salbei, Rotklee oder Schafgarbe. Gegen depressive Verstimmungen oder PMS-Symptome, etwa Brustspannen, Reizbarkeit, Lustlosigkeit, die circa vier bis vierzehn Tage vor dem Einsetzen der Menstruation auftreten, empfiehlt sich die Einnahme von Lavendel oder Melisse. Auch die in der Apotheke erhältlichen Schmerzmittel sind eine Möglichkeit der Schmerzlinderung. Hier ist jedoch Achtsamkeit geboten, die Einnahme sollte nicht dauerhaft und nicht jeden Monat erfolgen. Im Zweifelsfall ist das Gespräch mit dem Arzt zu suchen.

Fazit - Menstruationsschmerzen

Zahlreiche Frauen leiden jeden Monat unter unangenehmen bis krampfhaften Unterleibsschmerzen, die mit einfachen Mitteln wie Wärme oder Heilkräuter unkompliziert und natürlich behandelt werden können. Sollten diese Maßnahmen jedoch keine Besserung bringen oder andere Zyklus- und Regelveränderungen auftreten, ist der Gang zum erfahrenen Gynäkologen das Mittel der Wahl. Neben harmlosen Kontraktionen könnten auch unterschiedliche Krankheiten hinter den Symptomen stecken, die einer Abklärung und entsprechenden Therapie bedürfen. Der Einsatz von Tee kann nicht nur bei körperlichen Beschwerden, sondern auch bei seelischen Belastungen in Zusammenhang mit PMS helfen.

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