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Worauf sollte ich beim Kauf einer Babymatratze achten?

Nadine Scheiner
10 Sep 2018
3 min.
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CokaPoka - Shutterstock

Die richtige Babymatratze kaufen

Ein gesunder und erholsamer Schlaf ist für Babys enorm wichtig. Deshalb sollte auf die Wahl der richtigen Babymatratze ein besonderes Augenmerk gelegt werden. Gerade die Zeit der Schwangerschaft kann genutzt werden, um sich die einzelnen Modelle anzusehen, Testergebnisse zu studieren oder auch den einen oder anderen Rat eines Experten einzuholen.

Doch Vorsicht: In Internetforen können sich Eltern selbstverständlich erkundigen, einen wirklich kompetenten Rat bieten eher Kinderärzte, Rehazentren oder die eigene Hebamme.

Grundsätzliches zu Babymatratzen

In den letzten Jahren hat das Angebot an Matratzen enorm zugenommen. Praktisch jeder Hersteller von Matratzen, aber auch Babyausstatter, Möbelmärkte, Rehageschäfte, Drogerie- oder Einkaufsmärkte sowie natürlich das Internet bieten heute Babymatratzen an. Daher ist es besonders wichtig, sich zunächst darüber Gedanken zu machen, wo die Babymatratze gekauft werden soll. Eine gute Hilfestellung für unschlüssige Eltern können Testergebnisse unabhängiger Verbraucherinsititute sein. Hier lässt sich zumindest eine grobe Vorauswahl treffen.

Ein wichtiges Thema ist für viele werdende Eltern ebenfalls die Schadstofffreiheit der Babymatratze. Gerade Hautunverträglichkeiten, verursacht durch Umweltgifte und andere Schadstoffe haben die Sensibilität dieses Thema betreffend enorm erhöht. Finden sich in den Testergebnissen der unabhängigen Verbraucherinstitute keine oder zu wenige Testergebnisse zu Babymatratzen in Öko- oder Bio-Qualität, sollte beispielsweise im Internet gezielt auch nach diesen Matratzen gesucht werden.

Wie eine Babymatratze beschaffen sein sollte

Für einen guten Schlaf des Kindes sollte die Babymatratze nicht zu hart, aber auch nicht zu weich sein. Gerade für die Wirbelsäule und die gesamte Rückenmuskulatur des Babys ist es notwendig, dass die Schlafunterlage eine stützende und elastische Funktion hat. In den ersten Lebensmonaten entwickeln sich unter anderem Knochen und Gelenke in geradezu atemberaubenden Tempo. Da ist in den am Anfang noch sehr langen Schlafphasen eine stabile Babymatratze enorm wichtig.

Im Gegensatz dazu kann eine zu weiche Babymatratze zu einem Einsinken des kleinen Körpers führen. Eventuelle spätere Haltungsschäden können dann nicht ausgeschlossen werden. Eine zu harte Babymatratze kann beim Baby zu Nacken- oder Rückenschmerzen führen. Das Baby schläft schlecht und empfindet eine zu harte Babymatratze eventuell selbst bereits als unangenehm. Fachärzte, Orthopäden und andere Spezialisten plädieren übrigens seit Jahren dafür, auf keinen Fall eine zu harte Babymatratze zu verwenden. Denn der plötzliche Wechsel aus dem wunderbar leichten Schwebezustand im Mutterleib in die Realität einer vielleicht zu harten Unterlage kann für den kleinen Körper nicht gut sein.

Für die Herstellung einer Babymatratze kommen verschiedene Materialien in Frage. Biomatratzen werden heute meist aus Kokosfasern, die mit Naturkautschuk latexiert sind, hergestellt. Die von Natur aus hohle Kokosfaser sorgt für so hervorragende Materialeigenschaften der Babymatratze wie atmungsaktiv, wärmespeichernd und gut klimatisierend. Matratzen in Öko- oder Bio-Qualität verzichten völlig auf den Einsatz chemischer Fasern und sind außerdem streng schadstoffgeprüft.

Bei der Wahl einer Schaumstoffmatratze sollte zumindest darauf geachtet werden, dass diese nicht zu weich ist. Stimmt der Härtegrad dieser Babymatratze mit den Empfehlungen für diese Matratzen überein, kann durchaus auch Schaumstoff als Material in Frage kommen. Der Vorteil dieser Produkte liegt in dem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis.

Größen und Formen der Matratzen fürs Baby

Bevor die Entscheidung für eine Babymatratze getroffen wird, sollten sich die werdenden Eltern darüber im Klaren sein, ob sie als Schlafstätte eine Babywiege, einen Stubenwagen oder gleich ein Babybett wählen. Für die beiden ersten Varianten wird eine oval geformte Babymatratze benötigt, im Babybett sollte es eine herkömmlich geformte Matratze mit eckigen Kanten sein.

Kleiner Tipp: Beim Kauf eines kompletten Stubenwagens, Babybettes oder eines Babyzimmers mit passenden Möbeln sollte die eventuell im Zubehör enthaltene Babymatratze genau geprüft werden. Mitunter wird nämlich – zugunsten eines guten Angebotspreises – auf eine ausgezeichnete Qualität der Matratze verzichtet. Soll es dennoch die ausgewählte Komplettwiege sein, ist dann eventuell eine andere, bessere Babymatratze zu verwenden. Die Matratzen sind auch einzeln erhältlich und lassen sich ganz leicht austauschen.

Je nach ausgewählter Schlafmöglichkeit können auch die Abmessungen der Babymatratzen sehr variieren. Die gängigsten Größen sind:

  • 35 x 75 cm
  • 40 x 90 cm
  • 50 x 100 cm
  • 60 x 120 cm
  • 70 x 140 cm

Mit dem Heranwachsen des Babys macht sich nach einiger Zeit auch der Wechsel vom Stubenwagen oder der Wiege in ein richtiges Kinderbett notwendig, Spätestens zu diesem Zeitpunkt sollte auch eine neue, den Größenbedingungen entsprechende Babymatratze gewählt werden.

Die Bezüge der Babymatratzen bestehen meist aus hochwertiger Baumwolle oder Baumwollvlies. Gerade die Babymatratzen in Bio-Qualität verfügen im Inneren zusätzlich über eine weiche Schafwollauflage in Bio-Qualität. Diese wirkt besonders klimatisierend. Für den Kauf des richtigen Produktes ist es ebenfalls wichtig, auf die genannten Gewichtsangaben zu achten.

Preisliche Spanne für Babymatratzen

Die preisliche Spanne bei den Matratzen ist groß. Es gibt die Produkte bereits ab ungefähr 50 Euro, die teuersten Modelle kosten mehr als 300 Euro. Zu sagen, nur die teuren Babymatratzen sind wirklich gut, wäre zu einfach. Es gibt durchaus Produkte im unteren Preissegment, die über hervorragende Material- und Liegeeigenschaften verfügen.

Werdenden Eltern wird deshalb noch einmal empfohlen, sich die Bewertungen unabhängiger Institute anzusehen. Häufig nennen diese auch die Preise der Matratzen.

Die Vorteile einer guten Babymatratze noch einmal im Überblick

Was eine gute Babymatratze heute für Eigenschaften haben sollte, ist hier noch einmal in einem kurzen Überblick dargestellt. Sie sollten:

  • keine Schadstoffe enthalten
  • über eine gute bis sehr gute Stützfähigkeit verfügen
  • atmungsaktiv sein
  • einen waschbaren Überzug besitzen
  • für die größeren Kinder eine sichere Trittkante haben
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