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Sobald man als Paar ein Kind erwartete, stellt sich automatisch auch die Frage nach der perfekten Ausstattung für das Baby. Dazu gehört neben Babybett und Wickelkommode vor allem der Kinderwagen, den in ihm wird das Baby viel Zeit verbringen. In diesem Artikel möchten wir Euch gerne einige Tipps verraten, wie Ihr den perfekten Kinderwagen für euer Baby findet.



Welcher Kinderwagen passt zu mir?

Die Fülle an Modellen, Preisen und Optik macht den Kinderwagenkauf schwierig. Deshalb gilt es zunächst herauszufinden, welcher Kinderwagen zu Euch passt. Vorlieben für verschiedene Marken, Handhabungen, Preise, Design und Material spielen hier eine große Rolle. Stellt bei einer Entscheidung also zunächst die Vorzüge für euer Baby in den Vordergrund. Kein Junge will in einem rosafarbenen Kinderwagen spazieren gefahren werden. Außerdem solltet Ihr Euch darüber im Klaren sein, ob unter Umständen auch ein zweites Kind den Wagen nutzen soll oder ob Ihr gegebenenfalls direkt einen Kinderwagen für zwei Kinder kaufen möchten. Ausführliche Infos zu den Modellen findet Ihr im Abschnitt 3. Welche Kinderwagen-Modelle gibt es?

Sobald feststeht, ob der Kinderwagen für ein Mädchen oder Junge sein soll und Ihr euch darüber im Klaren seid, ob Ihr einen Zwillings- oder Einzelwagen brauchen, könnt Ihr Euch Gedanken zur Handhabung und zum Material machen. Ihr reist gerne und oft? Dann sollte Euer Kinderwagen sich gut für den Transport eignen. Außerdem sollte er sich leicht zusammenbauen lassen und leicht zu reinigen sein. Ihr wollt den Kinderwagen für ausgedehnte Wandertouren und Spaziergänge nutzen? Dann sind profilierte Räder und äußerste Stabilität wichtig. Ihr mögt lieber das Flanieren in der Stadt und wollt jederzeit freie Sicht auf Euer Baby? Dann kauft Euch einen schicken Wagen mit großer Schaufläche für das Kind.
Wichtig ist außerdem, dass der Kinderwagen zu Eurem Zuhause und Auto passt. Wohnt Ihr in einem kleinen Mietshaus mit schmalem Flur ohne Staumöglichkeit? Dann sollte der Kinderwagen unbedingt zusammenklappbar sein und wenn möglich gleichzeitig als Autokindersitz dienen. Euer Zuhause gleicht eher einem großen Anwesen mit viel Möglichkeit zur Unterbringung? Dann darf auch der Kinderwagen größer ausfallen. Ihr müsst viele Treppen in einem Miesthaus bewältigen? Dann sollte der Kinderwagen von geringem Gewicht sein. Die gleichen Fragen solltet Ihr Euch bezüglich Eures Autos stellen. Wie groß ist der Kofferraum? Am besten messt Ihr ihn vor dem Kinderwagen-Kauf aus, um festzustellen, welches Modell passt.

Habt Ihr alle persönlichen Anforderungen an den Kinderwagen geklärt, geht es darum, die grundsätzlichen Anforderungen abzustecken.

Welche Anforderungen muss ein Kinderwagen erfüllen?

Gerne möchten wir Euch darlegen, welche grundsätzlichen Anforderungen Euer Kinderwagen erfüllen sollte, um jederzeit die nötige Sicherheit für Euer Baby zu gewährleisten. Wichtig ist dabei vor allem die Frage nach der Sicherheit und in zweiter Linie nach der Ausstattung. In Punkt 4 wird ausführlich erläutert, welche Sicherheitsstandards erfüllt sein müssen. Deshalb widmet sich dieser Abschnitt den Anforderungen an die Ausstattung. Diese sind:

  • Gestell
  • Aufsatz
  • Autositz
  • Farbe und Material
  • Zusatzausstattung
  • Größenverstellbarkeit

Zunächst einmal besteht jeder Kinderwagen aus einem Gestell. Dies Fahrgestell kann sowohl für den liegenden als auch für den sitzenden Transport des Kindes ausgerichtet sein. Hochwertige Kinderwagen lassen beide Einstellungen zu, oder man kann sie nach einiger Zeit umbauen. Das Gestell inklusive der Räder sollte euren persönlichen Anforderungen an Wendigkeit, Bremsfähigkeit und Stabilität genügen. Des Weiteren sollte geklärt sein, ob das Kind auch über das Babyalter hinaus im Kinderwagen transportiert und geschoben werden soll. Habt Ihr ein passendes, stabiles und bewegliches Gestell gefunden, kann es an den Aufsatz gehen. Hier gibt es Sportwagenaufsätze, Körbe, abnehmbare Tragetaschen oder speziell angefertigte Sitz- und Liegeflächen für den Transport von mehreren Kindern oder behinderten Kindern, die mehr und komfortableren Platz brauchen. Körbe eignen sich für Neugeborene genauso wie für den liegenden Transport von Säuglingen. Mit ein oder zwei Jahren ist dann der Sportwagenaufsatz, ähnlich dem Buggy, die beste Wahl. Hier hat das Kind ein klappbares Verdeck und eine verstellbare Sitzlehne. Mit dem passenden Gestell kann dieser Kinderwagen auch als Jogger genutzt werden. Wer beide Möglichkeiten in einem möchte, nutzt den Kombiwagen.

Stehen diese Details fest, müsst Ihr noch entscheiden, ob der Aufsatz gleichzeitig als Autositz dienen soll. Standardmäßig muss der Kinderwagen dann auch über einen 5-Punkt-Gurt zum Festschnallen des Kindes verfügen.

Einige Kinderwagen erfüllen weitere Anforderungen, die Euch beim Kauf wichtig erscheinen könnten. Das sind zum einen die Farbe und das Material. Hier kann kindspezifisch gewählt werden oder ein Augenmerk auf leichte Reinigung gelegt werden. Helle und empfindliche Stoffe lassen sich nicht so leicht reinigen wie dunkle, robuste Materialien. Zum Schutz vor Dreck sollte der Kinderwagen über ein praktisches Regenverdeck verfügen. So besteht die Möglichkeit auch bei Regen, Schnee und schlechtem Wetter mit dem Baby rauszugehen.

Von der Ausstattung her sollte besonders der Platz für Wickeltaschen, anhängende Körbe oder Netze bedacht werden. So könnt Ihr Euch schon vorher fragen, ob Ihr mit dem Kinderwagen auch längere Städtetouren oder Einkaufsrunden absolvieren wollt. Dann sollte der Stauraum nämlich neben Platz für Babysachen auch noch Möglichkeiten bieten, Eure Einkäufe und Proviant zu verstauen.
Sind sowohl Mama als auch Papa mit dem Baby unterwegs, muss der Kinderwagen Höhenverstellbar sein. Dabei reicht es aus, wenn die Schiebestange sich je nach Körpergröße anpassen lässt. Auch der Preis des Kinderwagens muss Euren Anforderungen entsprechen. Überlegt Euch am besten vorher, wie viel Ihr investieren wollt.

Welche Kinderwagen-Modell gibt es?

Sobald Ihr Euch über die grundsätzlichen Anforderungen an den Kinderwagen bewusst geworden seid, kann es an die Auswahl des passenden Modells gehen.

Diese Modelle sind:

  • Klassischer Kinderwagen
  • Sportwagen
  • Kombiwagen
  • Buggy
  • Zwillingskinderwagen und Doppelsitzer

Klassischer Kinderwagen

Besonders für Säuglinge gemacht, verfügt der klassische Kinderwagen über ein Fahrgestell und einen meist abnehmbaren Korb, in dem das Baby tragend transportiert werden kann. Die Fahrgestelle lassen sich je nach Bauweise separat zusammenbauen und verstauen. Je nach Preis und Ausstattung werden Fußdecke und Regenschutz direkt mitgeliefert.

Sportwagen

Ist Euer Kind schon etwas herangewachsen und kann eigenständig sitzen, liebt es die freie Sicht in seine Umgebung. Die Sport-Kinderwagen sind deshalb entweder vorne oder hinten offen. Das Kind kann seine Füße bequem auf einer Fußstütze abstellen und sitzt ähnlich angenehm, wie in einem weichen Sessel. Die Sitzlehne ist verstellbar, so wird Eurem Kind erlaubt, im Wagen auch zu schlafen. Er eignet sich für Kinder im Alter von 1 Jahr bis zu 3 Jahren. Auch der bekannte Jogger, mit dem Ihr Euer Kind zum Sport mitnehmen könnt, ist ein Sportwagen.

Kombiwagen

Möchtet Ihr beide Möglichkeiten vereinen, kauft Ihr am besten einen Kombi-Kinderwagen. Er zeichnet sich besonders durch seine lange Verwendbarkeit aus. Das Baby kann direkt nach der Geburt in der passenden Liegeschale transportiert werden. Durch einige Handgriffe kann der Wagen zur passenden Zeit in einen bequemen Buggy umgebaut werden. Hier verbringt das Kind dann viel Zeit im Sitzen und kann sich die Umgebung anschauen. Auch wenn die Anschaffung teurer ist, der Kombiwagen eignet sich besonders, wenn Ihr mehr als ein Kind großziehen möchten.

Buggy

Nie aus der Mode kommen wird der klassische Buggy. Vor allem die kleinen Maße, das geringe Gewicht und die große Flexibilität zeichnen ihn aus. Durch die hohe Wendigkeit und ein kleines Faltmaß eignet er sich besonders für Reisen und den Alltag. Unterschiede gibt es hier in der Radgröße, je nachdem, ob er für Stadt oder Land geeignet sein soll.

Zwillingskinderwagen und Doppelsitzer

Solltet Ihr zu den glücklichen Zwillingseltern gehören, gibt es auch dafür einen passenden Kinderwagen. Hier können sowohl klassisch als auch sportlich zwei Kinder neben- oder hintereinander transportiert werden. Die gleiche Möglichkeit bietet sich auch bei zwei Kindern in unterschiedlichem Alter. Hier liegt der einzige Unterschied in der Wahl des Sitzes.

Welche Sicherheitsstandards muss ein Kinderwagen erfüllen?

Jeder Hersteller von Kinderwagen ist an gewisse Sicherheitsstandards gebunden. Diese könnt Ihr bei jedem Kauf prüfen. Dazu dienen die Siegel GS- und CS-Zeichen sowie das TÜV-Siegel. Dadurch wird garantiert, dass die vorgegebenen Standards eingehalten werden.
Die Siegel:

  • GS- Zeichen
  • CS-Zeichen
  • TÜV-Siegel

legen außerdem fest, welche Standards erfüllt sein müssen. Zu diesen Standards gehören zum Beispiel:

  • Bremsen
  • Federrung
  • Räder
  • Reflektoren
  • sicherer Zusammenbau
  • 5-Punkte-Gurte mit Sicherheitsverschluss

Dies sind zum Beispiel eine ausreichende Bremswirkung von mindestens zwei Rädern und eine sichere Feststellbremse, die beide Hinterräder blockiert. Auch sollte sich diese leicht wieder lösen lassen. Eine Handbremse kann bei sportlicher Aktivität von Nutzen sein. Geht Ihr oft in Begleitung Eures Babys joggen, wird es Euch für eine gute Federung dankbar sein. Je weiter die Räder voneinander entfernt sind, umso stabiler wird der Kinderwagen. Schwenkräder hingegen sorgen für mehr Stabilität. Sowohl beim Sport als auch bei schlechtem Wetter sind Reflektoren sehr nützlich und erhöhen die Sicherheit auch im Straßenverkehr.

So froh Ihr über die Möglichkeit zum Zusammenklappen des Wagens seid, so sicher muss diese sein. Eingeklemmte Hände sorgen für wenig Freude. Auch sollte er nicht ungewollte Zusammenklappen und das Baby so in unbequeme Haltungen zwingen. Scharfe Kanten und kleine lose Teile haben am Kinderwagen nichts zu suchen. Ein Muss bei Kinderwagen sind 5-Punkte-Gurte mit Sicherheitsverschluss. Alle Marken und Modelle müssen darüber verfügen, um zugelassen zu werden.

Bildquelle: © Elnur – Fotolia.com