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Was tun nach einem Kaiserschnitt – unsere 5 Tipps für eine schnellere Genesung

Nadine Scheiner
30 Mrz 2022
4 min.
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Ihr wisst schon während der Schwangerschaft, dass es möglich ist, dass euer Baby per Kaiserschnitt zur Welt kommt und wollt euch schon vor der Geburt informieren, um im Fall der Fälle gut vorbereitet zu sein und eure Angst zu verringern. Dann findet ihr bei uns 5 Tipps, wie ihr euren Körper bei der Heilung und Erholung nach einer Geburt mit Kaiserschnitt unterstützt. Die Dauer bis zur Genesung von einem Kaiserschnitt ist von Mutter zu Mutter unterschiedlich und von verschiedenen Faktoren abhängig.

Während einige es schaffen, nach der Operation stundenlang auf den Beinen zu bleiben, brauchen andere mehr Zeit, um sich zu erholen, insbesondere wenn es während der Entbindung Komplikationen gab. In jedem Fall ist ein Kaiserschnitt eine große Operation, bei der der Körper durchschnittlich 6 Monate braucht, um sich wieder aufzubauen und komplett von dem Eingriff zu erholen.

Es ist sogar wahrscheinlich, dass ihr in den ersten Wochen Unterstützung benötigt, um ins Bett zu gehen oder aufzustehen, um alltägliche Arbeiten zu erledigen oder euer Baby zu versorgen. Mit ein paar Tricks seid ihr aber relativ schnell wieder fit und könnt alles wieder alleine erledigen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Frauen sollten nach einer Geburt per Kaiserschnitt Belastungen jeder Art vermeiden, um den Körper zu schonen und die richtige Rückbildung der Gebärmutter zu fördern.
  • Holt euch Tipps und Tricks vom Pflegepersonal, eurer Hebamme und eurem Arzt, bevor ihr nach Hause geht.
  • Die ersten sechs Wochen sind besonders wichtig für die Erholung eures Körpers und die Heilung euer Wunder.
Kaiserschnitt Narbenpflaster
sukra via shutterstock

Kaiserschnitt - Die Zeit im Krankenhaus

Wurde bei euch ein Kaiserschnitt durchgeführt, müsst ihr etwa drei bis fünf Tage im Krankenhaus bleiben, geht es euch und eurem neugeborenen Kind gut, könnt ihr nach Hause gehen. Treten Beschwerden oder Komplikationen bei euch oder eurem Kind auf, kann es aber auch sein, dass einer von euch beiden oder beide zusammen noch etwas länger im Krankenhaus bleiben müsst.

Der Vorteil daran ist klar, ihr werdet von Profis betreut und versorgt, die genau wissen, wie ein gut heilender Kaiserschnitt aussehen muss. Außerdem könnt ihr euch von den Krankenschwestern und Krankenpflegern weitere Tipps und Tricks holen, um für zu Hause und die Wochenbett-Zeit vorbereitet zu sein.

5 wichtige Tipps für die Erholung nach der Geburt

Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus müsst ihr euch zu Hause erholen und dürft euch keinesfalls überanstrengen, selbst wenn ihr der Meinung seid, dass die Einkaufstüte kaum etwas wiegt, lasst sie stehen und den Einkauf von eurem Partner erledigen. Zudem gibt es Tipps und Tricks, die ihr umsetzen könnt, um den Heilungsprozess zu fördern oder sogar zu beschleunigen.

 

1 Vermeidet Anstrengung

In den Ersten sechs Wochen zu Hause solltet ihr Anstrengung jeder Art vermeiden und euch nur auf euer Wohlbefinden, das Stillen und der Pflege eures Babys widmen. Daher ist es wichtig, dass ihr unterstützt werdet. In besonderen Fällen ist es sogar möglich, dass euch eine Haushaltshilfe von der Krankenkasse gestellt wird.

 

Tragt einen postpartalen Gürtel

Die Verwendung eines postpartalen Gürtels wird empfohlen, um den Komfort zu erhöhen und das Risiko eines Seroms in der Narbe zu verringern. In der Nacht sollte zusätzlich eine Damenbinde getragen werden, da es zu Blutungen ähnlich einer starken Menstruation kommen kann, die bis zu 45 Tage dauern kann. Bei starken Schmerzen kann euch euer Arzt auch ein Schmerzmittel verschreiben.

 

3 Verwendet Eis

Es kann helfen, Eisbeutel auf die Kaiserschnittnarbe zu legen, solange die Narbe nicht nass wird. Das Eis sollte in ein Tuch oder in eine Tüte eingewickelt werden. Legt das Eis etwa alle vier Stunden für 15 Minuten auf die Schwellungen und Haut-Partien, die Schmerzen verursachen. Angenehme Kälte kann sowohl die Schmerzen als auch die Schwellungen lindern.

 

4 Macht leichte „Übungen“

Ab dem zweiten Tag nach der Geburt wird bereits empfohlen, täglich 5 Minuten leichte Spaziergänge zu machen, um die Genesung zu unterstützen. Ungefähr 6 Wochen nach einer Geburt per Kaiserschnitt ist eine leichte körperliche Bewegung mit geringer Belastung möglich. Für euch ist dies eigentlich normal, für euren Körper ist aber nach einem Kaiserschnitt schon ein kurzer Spaziergang sehr anstrengend, daher heißt es nur leichte Bewegungen zu machen.

 

5 Gewicht und Auto fahren vermeiden

Es wird empfohlen, zumindest in den ersten 20 Tagen nach dem Kaiserschnitt Gewichtsbelastungen und große körperliche Anstrengungen zu vermeiden. Auch wenn ihr bereits ein Kind habt und dieses auf eurem Schoß sitzen will, setzt euch selbst erst hin, sodass das Gewicht auf euren Beinen, aber nicht euer Brust oder eurem Bauch lastet.

Autofahren wird in den ersten vier bis sechs Wochen nach einem Kaiserschnitt auch nicht empfohlen, da dies Schmerzen und Beschwerden im Narbenbereich verstärken kann.

Kaiserschnittnarbe eincremen
Seamm via shutterstock

Resümee: Schont euch und achtet auf euren Körper

Wie eigentlich immer im Leben solltet ihr euren Körper auch nach einem Kaiserschnitt achten und gut behandeln. Zu oft im Leben vernachlässigen wir alle unseren Körper, dabei ist er unser wichtigster Begleiter.

Gebt eurem Körper die Zeit, die er benötigt, um sich zu erholen und zu heilen, sodass er euch hinterher wieder voll zur „Verfügung“ stehen kann. Seid ihr unsicher, ob euer Körper schon bereit ist, Belastungen auszuhalten sprecht mit eurem Arzt und eurer Hebamme, was ihr noch tun könnt und wie lange euer Körper für die Genesung braucht.

Zudem kann euch eure Hebamme auch Tipps geben, wie ihr Unterstützung erhaltet, sodass ihr im Haushalt als auch bei der Versorgung eures neugeborenen Kindes nicht allein seid. In manchen Fällen bieten sogar die Hebammen Unterstützung nach der Geburt und übernehmen die Versorgung eures Babys und können euren Kaiserschnitt versorgen.

Ihr könnt davon ausgehen, dass euer Bauch und die Wunde schon wenige Stunden nach der Betäubung (PDA oder Vollnarkose) anfangen zu schmerzen. Manche Frauen brauchen relativ schnell Schmerzmittel hingegen andere Frauen nicht gleich ein Schmerzmittel benötigen, die Gründe dafür sind unterschiedlicher Natur und abhängig vom Körper, vom mentalen Zustand und von der Kaiserschnitt-Wunde selbst.

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