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Kindergeburtstag planen leicht gemacht

Nadine Scheiner
16 Sep 2020
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Kindergeburtstag planen - „Mama, ich will Kindergeburtstag feiern“

Hinter diesen fünf Worten steht eine wahrlich große Herausforderung, denn damit fordert ein Kind im Alter von 4, 5, 6, 7 Jahren oder noch älter ein, dass Mama sich richtig etwas einfallen lassen sollte, um nicht nur den Knirps selbst, sondern auch die Freunde zu begeistern. Was Mama nun braucht, ist eine Checkliste (die nun in diesem Beitrag folgt), damit der Kindergeburtstag ein voller Erfolg wird.

pixabay.com © AlainAudet (CC0 Public Domain)

Rahmenbedingungen festlegen

Im Vorfeld die Rahmenbedingungen für den Geburtstag festzulegen, hilft dabei, die Organisation übersichtlich zu gestalten. Die wichtigsten Faktoren für die Rahmenbedingungen sind diese:

  • Gäste: Einige Eltern fahren gut mit der Idee, dass genau so viele Gastkinder erlaubt, wie das Kind alt wird. Das heißt: Zum Geburtstag eines Vierjährigen dürfen vier Freunde kommen. Ein Achtjähriger darf acht Freunde einladen. Diese Rechnung kann nur aufgehen, wenn genug Raum vorhanden ist, damit alle Gäste Platz haben.
  • Zeitraum: Je jünger die Kinder sind, desto kürzer muss der Zeitraum gewählt werden. Das wiederum bedeutet: Drei Stunden Geburtstagsparty sind für einen Vierjährigen schon mächtig anstrengend; vier Stunden sind für Sechsjährige gut zu stemmen.
  • Ort: Der Ort des Partygeschehens hängt von vielen Faktoren ab – vom Alter des Kindes, der Anzahl der Gäste und den Wünschen des Geburtstagskindes. Mit Kindern im Alter von vier, fünf oder sechs Jahren ist eine Party in den eigenen vier Wänden noch gut machbar. Ab sieben oder acht Jahren steigt der Bedarf an Action, so dass ein Ausflug die bessere Wahl sein kann. Wichtig ist es bei der Wahl der Location immer die jüngsten Gäste zu bedenken. Eine Schnitzeljagd kommt beispielsweise immer gut an – bei Fünfjährigen sollte diese in Haus oder Garten stattfinden, ab sieben oder acht Jahren darf die Schnitzeljagd auch durch ein Dorf führen, der verkehrstechnisch keine großen Gefahren birgt.

Gäste informieren

Sobald diese Rahmenbedingungen stehen, ist es wichtig die Gäste darüber zu informieren, wann und wo gefeiert wird. Wer die Einladungskarten individuell gestalten möchte, sollte in jedem Fall ein paar Exemplare mehr ordern. Bei Anbietern wie Meine Kartenmanufaktur sind auch größere Stückzahlen zu fairen Preisen erhältlich. Kann ein Kind zum geplanten Termin nicht kommen, hat das Geburtstagskind eine Ersatzkarte zum Verteilen. Um den Überraschungseffekt für die Gäste möglichst hoch halten zu können, sollte die Karte nicht allzu viel davon verraten, was zur Kinderparty geplant ist. Auf der Karte muss stehen, an welchem Tag die Party steigt (Datum angeben) und in welchem Zeitraum gefeiert wird. Auch der Ort, an dem die Gäste sich erstmals einfinden sollen, muss auf der Karte vermerkt sein.

Tipp: Eltern tun gut daran, ihre Handynummer auf der Karte auszuweisen – mit dem Hinweis, dass die Eltern der Gastkinder schnell und einfach per WhatsApp zusagen können. So lässt sich im Nu aus den Gasteltern eine WhatsApp-Gruppe kreieren, in der es dann für die Eltern weitere Informationen geben kann. In der WhatsApp-Gruppe kann dann stehen, dass ein Sonnenschutz in Form von Kopfbedeckung und Sonnencreme wichtig ist – weil die Schnitzeljagd beispielsweise an einem Wasserspielplatz endet – oder, dass ein Schneeanzug eingepackt werden soll, weil eine Challenge lauten wird: Baut eine Schneeschanze, die dazu taugt, Spielzeugautos darauf sausen zu lassen.

Programm planen

Die Planung ist immer dann besonders einfach, wenn der Kindergeburtstag in einem Ausflug in eine Einrichtung besteht. Beim Ausflug in den Fun- und Action-Park müssen in der Regel nur die Essenszeiten festgelegt werden, damit die Betreiber wissen, wann die Tische einzudecken sind und die Speisen serviert werden können.

Beim Ausflug auf die Bowling-Bahn oder in die Kletterhalle gelten meist dieselben Vorgaben: Festgelegt sind die Spiel- oder Kletterzeiten; davor könnte Zeit sein für einen Muffin – nach der Action gibt es dann meist Pommes, Nuggets, Pizza oder eine andere Kinder-Leibspeise. Denkbar ist auch, etwa eine Trainerstunde (beim Klettern) zu kombinieren mit der Zeit für freies Austoben an der Kletterwand oder beispielsweise beim Besuch im Zoo eine Führung mit einem Zoowärter zu buchen und den Kids anschließend noch die Option zu bieten, in Eigenregie den Zoo zu erkunden.

pixabay.com © RitaE (CC0 Public Domain)

Wer zuhause feiert, hat natürlich mehr Freiheiten in der Zeitplanung, aber auch mehr zu tun, um den Kids Programm zu bieten. Mit diesen Tipps funktioniert aber auch die selbstgeplante Party in Eigenregie:

  • Ein Kindergeburtstag muss nicht mit Kaba und Muffins beginnen. Eltern sollten mit dem Kind klären, ob es sich diese klassische Vorstellung eines Geburtstages wünscht oder ob zunächst ein Spiel auf dem Plan steht. Findet der Geburtstag an einem Wochenende statt, könnte die Party auch um 10 Uhr beginnen – mit einem Mittagssnack um 12 Uhr. Dann ist vor und nach dem Kindermenü Zeit zum Spielen.
  • Wie lange ein Spiel oder eine Aktion dauern kann, lässt sich oft nur schwer abschätzen. Deswegen gilt: Wer einen Anhaltspunkt haben möchte, sollte im Vorfeld einen Probelauf einplanen und auf die Spielzeit der Erwachsenen 5 bis 10 Minuten (je nach Aufgabe) aufschlagen. Im Idealfall gibt es Spiele, die auf diese Weise zeitlich kalkulierbar sind, und andere Aktionen, die sich beliebig kurz oder lang gestalten lassen. Das Anfertigen von Papierfliegern, die anschließend zum Papierflieger-Weitwurf an den Start gehen, kann zeitlich begrenzt werden – beispielsweise auf drei Würfe. Das Musik-Tanz-Stopp-Spiel, bei dem alle Kinder erstarren müssen, wenn die Musik ausgeht, kann hingegen beliebig lang gespielt werden.

Wer nach einer speziellen Idee für einen Motto-Kindergeburtstag sucht oder Inspirationen braucht für eine spezielle Altersgruppe, findet im Internet eine ganze Sammlung an Ideen.

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