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Hebammensuche: Wie und wo finde ich eine Hebamme?

Nadine Scheiner
07 Sep 2018
4 min.

Mit einem positiven Schwangerschaftstest verändert sich das ganze Leben. Aus einer Frau ist eine werdende Mutter geworden. Ihr seid nun guter Hoffnung und beginnt, die Schwangerschaft, die Geburt und das Leben mit Kind langsam zu planen.

Dabei stellen sich viele Frauen besonders bei ihrer ersten Schwangerschaft schon bald die Frage: Wie und wo finde ich eigentliche eine Hebamme? Sei es für die Geburt, die Schwangerschaftsvorsorge oder auch die Nachsorge zu Hause nach der Entbindung – eine Hebamme ist rund um Schwangerschaft und Geburt eine große Stütze und Hilfe.

Dabei solltet ihr mit der Suche nicht zu lange Warten und könnt dafür verschiedene Wege nutzen, um am Ende eine empathische und hilfreiche Hebamme an eurer Seite zu wissen.

Inhaltsverzeichnis: 

  • Wann sollte ich nach einer Hebamme suchen?
  • Worauf sollte ich bei der Suche achten?
  • Wie finde ich die richtige Hebamme?
  • Kurse bei einer Hebamme in Anspruch nehmen
  • Fazit

Wann sollte ich nach einer Hebamme suchen?

Viele Frauen fragen sich, aber der wie vielten Schwangerschaftswoche sie mit der Suche nach einer Hebamme beginnen sollten. Die Antwort darauf ist so simpel, wie zunächst vielleicht ungewöhnlich: Sucht euch am Besten sofort eine Hebamme! Ihr könnt bereits direkt nach dem ersten positiven Test, spätestens jedoch nachdem der Arzt euch den Mutterpass ausgehändigt hat, mit der Suche beginnen.

Dafür gibt es zwei Gründe: Zum einen den aktuell leider noch immer herrschenden Hebammen-Mangel und zum anderen die Tatsache, dass euch eine Hebamme von Anfang an zu Seite steht. In den vergangenen Jahren haben Hebammen aufgrund der steigenden Versicherungsprämien vermehrt ihre Praxen geschlossen und ihren Beruf aufgegeben. Zeitgleich jedoch sind die Geburtenraten gestiegen. Das heißt in manchen Regionen ist es heute gar nicht so leicht, eine Hebamme zu finden, mit der man gut harmoniert und die noch freie Kapazitäten zur Verfügung hat.

Je früher ihr die Suche beginnt, desto besser sind die Chancen, dass ihr eure Hebamme findet. Außerdem ist gerade auch das erste Trimester einer Schwangerschaft eine Zeit der großen Umstellung. Damit verbunden kommen oft viele Unsicherheiten. Die Beratung und Betreuung einer erfahrenen Hebamme kann euch dabei helfen, Fragen zu klären und mehr Sicherheit und Vertrauen in euren eigenen Körper zu gewinnen. Außerdem gibt es auch in den ersten Wochen bereits Beschwerden wie zum Beispiel die Schwangerschaftsübelkeit, gegen die eine Hebamme vielleicht ein gutes und sicheres Mittel für euch hat. Und sollte das kritische erste Trimester einmal traurig enden, kann eine Hebamme auch bei der Bewältigung einer Fehlgeburt zur Seite stehen.

Wichtig: Auch dann, wenn es leider zu einer Fehlgeburt kommt, habt ihr Anspruch auf eine Hebamme. Dabei ist es ganz egal, zu welchem Zeitpunkt die Fehlgeburt eingetreten ist. Zu den Hebammenleistungen gehört es, euch durch die stille Geburt zu begleiten und an eurer Seite zu stehen.

Worauf sollte ich bei der Suche achten?

  • Wollt ihr beispielsweise eine Hebamme, die Homöopathie und Akupunktur anbietet?
  • Welche Art von Geburtsvorbereitungskurs möchtet ihr besuchen?
  • Möchtet ihr eine Beleghebamme, die auch in der Klinik bei der Entbindung dabei sein wird?
  • Wünscht ihr euch vielleicht eine Hausgeburt?

Einige Hebammen arbeiten in einem Geburtshaus. Sie bieten hier direkt Kurse oder die Schwangerschaftsbetreuung an. Gerade dann, wenn ihr auch im Geburtshaus entbinden möchtet, ist es gut, hier eine Hebamme zu haben.

All diese Fragen solltet ihr euch selbst stellen, um euch im Klaren darüber zu sein, was ihr von eurer Hebamme erwartet.

Hebamme und Schwangere

3. Wie finde ich die richtige Hebamme?

Mit einem positiven Schwangerschaftstest verändert sich das ganze Leben. Aus einer Frau ist eine werdende Mutter geworden. Ihr seid nun guter Hoffnung und beginnt, die Schwangerschaft, die Geburt und das Leben mit Kind langsam zu planen.

Dabei stellen sich viele Frauen besonders bei ihrer ersten Schwangerschaft schon bald die Frage: Wie und wo finde ich eigentliche eine Hebamme? Sei es für die Geburt, die Schwangerschaftsvorsorge oder auch die Nachsorge zu Hause nach der Entbindung – eine Hebamme ist rund um Schwangerschaft und Geburt eine große Stütze und Hilfe.

Dabei solltet ihr mit der Suche nicht zu lange warten und könnt dafür verschiedene Wege nutzen, um am Ende eine empathische und hilfreiche Hebamme an eurer Seite zu wissen

Wann sollte ich nach einer Hebamme suchen?

Viele Frauen fragen sich, aber welcher Schwangerschaftswoche sie mit der Suche nach einer Hebamme beginnen sollten. Die Antwort darauf ist so simpel, wie zunächst vielleicht ungewöhnlich: Sucht euch sofort eine Hebamme! Ihr könnt bereits direkt nach dem ersten positiven Test, spätestens jedoch, nachdem der Arzt euch den Mutterpass ausgehändigt hat, mit der Suche beginnen.

Dafür gibt es zwei Gründe: Zum einen den aktuell leider noch immer herrschenden Hebammen-Mangel und zum anderen die Tatsache, dass euch eine Hebamme von Anfang an zu Seite steht. In den vergangenen Jahren haben Hebammen aufgrund der steigenden Versicherungsprämien vermehrt ihre Praxen geschlossen und ihren Beruf aufgegeben. Zeitgleich jedoch sind die Geburtenraten gestiegen. Das heißt in manchen Regionen ist es heute gar nicht so leicht, eine Hebamme zu finden, mit der man gut harmoniert und die noch freie Kapazitäten zur Verfügung hat.

Je früher ihr die Suche beginnt, desto besser sind die Chancen, dass ihr eure Hebamme findet. Außerdem ist gerade auch das erste Trimester einer Schwangerschaft eine Zeit der großen Umstellung. Damit verbunden kommen oft viele Unsicherheiten. Die Beratung und Betreuung einer erfahrenen Hebamme kann euch dabei helfen, Fragen zu klären und mehr Sicherheit und Vertrauen in euren eigenen Körper zu gewinnen. Außerdem gibt es auch in den ersten Wochen bereits Beschwerden, wie zum Beispiel die Schwangerschaftsübelkeit, gegen die eine Hebamme vielleicht ein gutes und sicheres Mittel für euch hat.

Wichtig: Auch dann, wenn es leider zu einer Fehlgeburt kommt, habt ihr Anspruch auf eine Hebamme. Dabei ist es ganz egal, zu welchem Zeitpunkt die Fehlgeburt eingetreten ist. Zu den Hebammenleistungen gehört es, euch durch die stille Geburt zu begleiten und an eurer Seite zu stehen.

Hebammensuche wann

Kzenon – Shutterstock

Worauf sollte ich bei der Suche achten?

Die beiden wichtigsten Punkte sind der Ort und die angebotenen Leistungen. Sucht nach Hebammen, die in eurer Nähe arbeiten, um lange Anfahrtswege zu vermeiden. Überlegt euch außerdem, was euch wichtig ist:

  • Wollt ihr beispielsweise eine Hebamme, die Homöopathie und Akupunktur anbietet?
  • Welche Art von Geburtsvorbereitungskurs möchtet ihr besuchen?
  • Möchtet ihr eine Beleghebamme, die auch in der Klinik bei der Entbindung dabei sein wird?
  • Wünscht ihr euch vielleicht eine Hausgeburt?

Einige Hebammen arbeiten in einem Geburtshaus. Sie bieten hier direkt Kurse oder die Schwangerschaftsbetreuung an. Gerade dann, wenn ihr auch im Geburtshaus entbinden möchtet, ist es gut, hier eine Hebamme zu haben.

All diese Fragen solltet ihr euch selbst stellen, um euch im Klaren darüber zu sein, was ihr von eurer Hebamme erwartet.

Wie finde ich die richtige Hebamme?

Sobald ihr wisst, wonach ihr sucht, beginnt die eigentliche Suche. Vielleicht habt ihr Freundinnen, die euch eine Hebamme empfehlen können. Auch der Frauenarzt, die Entbindungsklinik, die Krankenkassen oder das Gesundheitsamt können euch Listen mit Hebammen aus der Region geben. Geht die Hebammenliste durch und schaut, welche Angebote die Hebamme zur Verfügung stellt. Einige kommen nur zur Vorsorge, andere machen nur die Wochenbettbetreuung.

Außerdem könnt ihr natürlich in den Gelben Seiten und im Internet suchen. Eine weitere gute Quelle sind die Landesverbänden des Deutschen HebammenVerbandes sowie die Hebammensuche unter www.hebammensuche.de. Eure individuellen Anforderungen an die richtige Hebamme für euch könnt ihr dann mit dem Leistungsspektrum der Hebammen in eurer Umgebung abgleichen.

Die Krankenkasse zahlt zwar für die Leistung der Hebamme, aber sie vermittelt euch keine Hebamme. Ihr müsst daher nun die einzelnen Hebammen beziehungsweise Hebammenpraxen, deren Leistungsspektrum auf eure Wünsche passen würden, nach und nach anrufen. Bei einem ersten telefonischen Gespräch kann man sich schon einmal ein wenig „beschnuppern“ und wenn das Bauchgefühl stimmt einen Termin für ein erstes Gespräch vereinbaren. Bei diesem kommt dann die Hebamme zu euch nach Hause und ihr könnt euch richtig kennen lernen, Fragen klären und schauen, ob die Chemie zwischen euch stimmt.

Die Vorgespräche sind wichtig, denn wenn ihr euch mit einer Hebamme nicht wohlfühlt, dann kann auch kein Vertrauensverhältnis entstehen. Die Krankenkasse zahlt ein Vorgespräch. Ihr stellt fest, dass es nicht passt? Dann könnt ihr natürlich weitere Vorgespräche durchführen. Es kann allerdings sein, dass ihr die Kosten dann selbst tragen müsst. Das sollte euch nicht davon abhalten, so lange zu suchen, bis ihr ein wirklich gutes Gefühl habt.

Kurse bei einer Hebamme in Anspruch nehmen

Wusstet ihr, dass die Hebammenleistungen nicht nur auf die Vor- und Nachsorge begrenzt sind? Eine Hebamme führt normalerweise die Vorsorge im Wechsel mit dem Gynäkologen durch. Einige Hebammen machen Hausbesuche, andere haben eine eigene Praxis. Viele Hebammen bieten aber auch Kurse an.

Wichtig: Das gilt nicht für alle Hebammen. Einige konzentrieren sich ausschließlich auf die Geburtshilfe. Viele arbeiten jedoch auch freiberuflich und haben mit den Kursen ein wichtiges Standbein.

Zu den Kursen gehören:

  • Rückbildungskurs, wie die Rückbildungsgymnastik
  • Geburtsvorbereitung
  • Babymassage

Nicht bei allen Kursen werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen. Teilweise müsst ihr sie selbst tragen oder erhaltet nur einen Teil erstattet. Erkundigt euch am besten vorher, wie es bei dem Kurs aussieht, den ihr gerne in Anspruch nehmen möchtet.

Fazit für die Hebammensuche

Je früher ihr mit der Hebammensuche startet, umso besser ist es. Bereits mit dem positiven Test ist es gut, sich umzuhören und erste Anfragen zu stellen. Suche müsst ihr selbst organisieren, es gibt aber bestimmte Anlaufstellen, die euch dabei helfen.

Eure Hebamme solltet ihr gut auswählen, da sie in einer langen, sehr emotionalen und gegebenenfalls kritischen Zeit an eurer Seite sein wird. Ihr solltet das Gefühl haben, euch mit allen Themen an sie wenden zu können.

 

Bildquelle: Shutterstock #164533208 | Urheber: Tyler Olson
Bildquelle: Shutterstock #787843585 | Urheber: Kzenon

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