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PEKiP – Was ist das?

Nadine Scheiner
07 Sep 2018
3 min.
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Als Eltern findet ihr viele Kurse für euer Baby, an denen ihr zusammen teilnehmen könnt. Besonders gefragt sind solche Kurse, in denen Ihr spielerisch die Entwicklung Eures Sonnenscheins fördern könnt.

PEKiP ist gerade bei jungen Eltern sehr beliebt. Denn durch zwangloses freies Spielen werden die Kleinen gefordert und gefördert. Doch was steckt genau hinter diesem Begriff und was bringt es den Babys wirklich?

PEKiP
Von Alena_and_Avrora - Shutterstock

PEKiP – Was steckt wirklich dahinter?

Hinter dem Begriff PEKiP steckt ein ganzheitliches Konzept, welches Babys und Eltern als Spielpartner sieht. Je nach Alter des Kindes sollen durch freies Spielen verschiedene Sinne angesprochen und der Spiel- aber auch der Bewegungsdrang gefördert werden. Als Eltern begleitet ihr euer Baby dabei. So soll die gemeinsame Bindung zwischen euch gefördert werden. Dabei sind die Kinder grundsätzlich nackt, um nicht eingeengt zu sein.

Erfunden wurde das Prager Eltern-Kind-Programm vom Prager Psychologen Jaroslav Koch. Das Konzept selbst in seiner jetzigen Form wurde von dem Paar Christa Ruppelt, Psychologin, und Hans Ruppelt, Sozialwissenschaftler, geschaffen.

In kleinen Gruppen lernt ihr andere Eltern kennen, euer Kind darf freies Spielen kennenlernen und dabei nackt seinem natürlichen Drang nachgehen. Geleitet werden diese Gruppen von ausgebildeten und zertifizierten PEKiP-Gruppenleitern. Diese wissen das freie Spielen entsprechend nach dem Alter des Kindes vorzubereiten. Diverse Spiel- und Entdeckungsmaterialien gehören mit dazu, um euch und eurem Baby die passenden Reize zu bieten. Besuchen könnt ihr PEKiP-Kurse bereits in den ersten Lebenswochen eurer Kinder. Mit etwa 4 bis 6 Wochen ist der Start möglich. Bis euer Kind laufen kann, wird freies Spielen durch unterschiedliche Raumgestaltung immer wieder aufs Neue spannend gehalten.

Säuglinge ab der Geburt fördern – freies Spielen ohne Zwang

Die nackten Kinder treffen aufeinander und können sich dort gegenseitig beobachten. Ganz natürlich gehen die Kinder dabei ihrem Bewegungsdrang nach und können durch freies Spielen unterschiedliche Dinge entdecken, die selbstverständlich immer dem Alter der Kinderschar entsprechen. Ihr sitzt da und beobachtet. So lernt ihr euer Kind auf ganz neue Weise kennen und könnt es bei Bedarf unterstützen. So stärkt ihr durch freies Spielen zudem das Vertrauen eures Babys.

Nur ab und an gebt ihr den Kindern durch Hochwerfen von Tüchern oder durch Rollen von Wasserbällen Impulse. Denn Teil des Konzeptes ist es zudem, schon den Kleinsten altersgerechte Anreize zu geben, die sie spielerisch durch freies Spielen ohne zu viele Reize zum Handeln animieren. Sind es anfangs Bälle und Tücher für freies Spielen eurer Babys, so sind in den Fortgeschrittenenkursen durchaus auch kleinere Hindernisse zum Erklimmen zu finden. All dies trägt dazu bei, euer Baby besser kennenzulernen und auch euer Selbstbewusstsein als Eltern zu fördern.

Auch Zuhause ist PEKiP möglich – allerdings mit gewissen Einschränkungen

Nicht nur in den Gruppen könnt ihr euer Baby bei seiner Entwicklung fördern. Auch in den eigenen vier Wänden ist freies Spielen nach PEKiP möglich. Achtet darauf, dass die Temperatur im Raum auch angenehm ist, wenn ihr euren Schatz entkleidet. Dann könnt ihr euer Baby auf eine Decke oder Matte legen und wieder beobachten, eingreifen und unterstützen.

Allerdings ersetzt das Programm Zuhause nicht den Besuch einer Gruppe. Denn es fehlt die gemeinsame Interaktion der Babys und das freie Spielen zusammen. Auch überwacht zuhause auch kein Gruppenleiter euer freies Spielen, der euch Tipps und Tricks im Umgang mit dem Baby geben kann. Dennoch unterstützt ihr in gewisser Weise die frühkindliche Entwicklung und tragt durch freies Spielen zur positiven Förderung bei.

Fazit - PEKiP

PEKiP eignet sich für Babys ab der 6. Lebenswoche und kann bis zum ersten Lebensjahr durchgeführt werden. Dabei ist der Kurs nicht nur für euer Baby gedacht, die durch freies Spielen angesprochen werden. Das Programm bezieht euch Eltern als Begleiter mit in das Spiel der Babys mit ein. Denn die gemeinsame Eltern-Kind-Bindung soll gestärkt und gleichzeitig die kindliche Entwicklung gefördert werden.

Durch freies Spielen lernt euer Kind die Welt und seine Umgebung ohne Zwang kennen. Ihr agiert als stiller Helfer und regt mit vielerlei Material sowohl die Sinne als auch die Motorik an. Das Konzept selbst ist für kleine Gruppen ausgelegt. Erst dann wird das Konzept voll umgesetzt. Eurem Baby bringt es vor allem Spaß, zusammen mit den anderen Kindern immer Neues zu entdecken. So fördert ihr mit wenig Aufwand durch freies Spielen die Entwicklung bereits im Babyalter optimal.

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