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Schwimmwindel – So findet ihr die passende

Nadine Scheiner
15 Sep 2021
8 min.
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Schwimmwindel
Von Denis Moskvinov - Shutterstock
  • Eine Schwimmwindel ist so konzipiert, dass sie problemlos im Wasser vom Baby getragen werden kann. Erhältlich sind sie als Einweg- und als Mehrwegvariante. Einwegwindeln können unkompliziert entsorgt werden, wobei ihr Mehrwegwindeln waschen könnt, um sie wiederzuverwenden, was den Geldbeutel schont.
  • Beim Kauf einer Schwimmwindel sollten Kriterien wie die Passform, Qualität, Größe und Verschlussvariante beachtet werden. Nicht jede Art von Windel fürs Schwimmen ist für jedes Baby gleichermaßen gut geeignet. Bei Babys, die unter empfindlicher Haut leiden ist es besonders wichtig, haut-schonende Materialien zu bevorzugen.
  • Waschen könnt ihr Mehrwegwindeln in der Regel problemlos bei 30 bis 40 Grad in der Waschmaschine. Vorm Waschen solltet ihr aber unbedingt noch einmal die Waschanleitung beachten, da diese je nach Schwimmwindel unterschiedlich ausfallen kann.

Wie funktioniert eine Schwimmwindel?

Eine klassische Windel ist so konzipiert, dass sie möglichst viel an Flüssigkeit aufsaugt, ohne dass die Haut vom Baby dabei feucht wird. Da das Material einer normalen Windel nicht aufs Schwimmen ausgelegt ist, würde sich diese beim Besuch in einem Schwimmbad schnell komplett vollsaugen und unbrauchbar werden. Trotzdem müssen Eltern auf das Schwimmen mit Baby und Kleinkind nicht verzichten. Es gibt nämlich spezielle Schwimmwindeln, die so verarbeitet sind, dass sie problemlos im Wasser zum Einsatz kommen dürfen und sowohl dem Baby als auch das Wasser vor den Ausscheidungen schützen. Zum Einsatz kommen verschiedene Materialarten sowie Einweg- und Mehrweg-Schwimmwindeln.

Einweg Schwimmwindel

Eine Einweg-Schwimmwindel ähnelt einer klassischen Wegwerfwindel. Sie bestehen auch aus Polyethylen, wobei sie im Inneren mit weichen Zellstoff ausgekleidet sind. Von einer herkömmlichen Variante unterscheidet sich die Einwegwindel darin, dass die äußere Sicht noch etwas dichter ist, so verhindern die engmaschigen Fasern dafür, dass nur wenig Wasser ins Innere gelangt. Ergänzend dazu fällt auch der Saugkern etwas kleiner aus. Dies verhindert, dass die Schwimmwindel zu schwer wird. Bekannte Hersteller in diesem Segment sind zum Beispiel Huggies oder Pampers. Nach Gebrauch wird diese Einweg-Schwimmwindel einfach über den klassischen Hausmüll entsorgt. Die Handhabung ist zwar sehr praktisch, dafür entstehen Folgekosten und umweltfreundlich sind Einweg-Schwimmwindeln auch nicht. Aus diesem Grund eignen sich diese Schwimmwindeln nur dann, wenn Eltern mit ihrem Baby nur selten schwimmen gehen.

Mehrweg/ Stoffwindeln zum Schwimmen

Mehrweg-Schwimmwindeln zum Waschen bestehen aus Textilstoff und ähneln vom Design her einer klassischen Badehose für Babys. Beim Material kommen Baumwolle und Polyester zum Einsatz, deren Vorteil darin besteht, dass Stoffwindeln sich angenehmer auf der Haut anfühlen. Die äußere Schicht besteht aus Polyester oder Neopren, die dafür sorgt, dass kaum Wasser ins innere der Windel dringen kann und dass alles an Flüssigkeit in der Windel bleibt. Nicht nur beim Design und beim Material habt ihr hier eine große Auswahl sondern auch bezüglich der Ausstattung. So gibt es Varianten zum Waschen in denen das Baby einfach hineinschlüpft und Modelle mit Druckknöpfen oder Klettverschluss. Hier müsst ihr ganz individuell für euch entscheiden, mit welcher Art von Schwimmwindel ihr am besten klarkommt. Eine Mehrweg-Windel zum Waschen kann nach Gebrauch einfach von groben Verschmutzungen befreit werden und danach könnt ihr sie bei 30 bis 40 Grad waschen . Das spart Folgekosten und schont die Umwelt, da weniger Müll anfällt. Beim Waschen solltet ihr auf Weichspüler verzichten, da dies die Saugfähigkeit negativ beeinflusst. Eltern sollten allerdings darauf achten, dass an einem Badetag mehrere Mehrwegwindeln zum Einsatz kommen müssen, da eine verschmutze Windel direkt gegen eine frische ersetzt werden sollte. Daher ist die Mehrweg-Variante zum Waschen erst dann sinnvoll, wenn das Kind bereits in der Lage ist Bescheid zu geben, wenn es zur Toilette muss.

Welche Verschlussmöglichkeiten stehen bei Schwimmwindeln zur Auswahl?

Grundsätzlich unterscheidet man in diesem Segment zwischen dem Klettverschluss, dem Gummizug und Druckknöpfen. Aber welche Variante hat welche Eigenschaften?

– Klettverschluss

Der Klettverschluss hat den großen Vorteil, dass er leicht zu öffnen und zu verschließen ist. Einwegwindeln weisen oftmals sogenannte Klettstreifen auf, wobei diese Art ebenfalls sehr leicht zu handhaben ist. Ein weiterer wichtiger Vorteil bei dieser Verschlussart besteht darin, dass sich die Windel so ganz individuell an den Bauchumfang des Kindes anpassen lässt. Es gibt aber durchaus Babys, die gerne am Klettverschluss spielen und ihn dadurch öffnen. Ist dies bei eurem Kind der Fall, solltet ihr besser auf eine andere Verschlussart ausweichen.

– Gummizug

Schwimmwindeln mit Gummizug sind besonders schnell an- und wieder ausgezogen, da keine Verschlusselemente geöffnet werden müssen. Die Windel kann einfach herunter- oder heraufgezogen werden. Fertig! Bei einer Schwimmwindel sollten Eltern aber unbedingt darauf achten, dass der Gummizug genau an den Bauchumfang des Kindes angepasst ist, da es hier noch wichtiger ist, dass die Windel dicht bleibt. Natürlich darf der Gummizug auch nicht zu eng sein und das Baby unnötig einengen.

– Druckknöpfe

Sehr beliebt sind auch Windeln zum Schwimmen mit Druckknöpfen. Sie sind eine tolle Alternative zu Windeln mit Klettverschluss, da Druckknöpfe nicht so leicht von Kindern geöffnet werden können. Da Windeln in diesem Segment oftmals mehrere Reihen mit Druckknöpfen aufweisen, können diese auch ganz individuell in der Weite angepasst werden. Das Öffnen und Schließen erfordert aber auch ein wenig Übung, dafür sorgen sie für eine gute Abdichtung.

Welches Innenmaterial ist bei Windeln zum Schwimmen zu empfehlen?

Auch in diesem Bereich stehen einem verschiedene Materialarten zur Auswahl, die alle ihre eigenen Vor- und Nachteile haben, wobei anzumerken gilt, dass Baumwolle als Innenmaterial am häufigsten zum Einsatz kommt, da es die empfindliche Babyhaut am besten schont.

– Mikrofaser

Bei Mikrofaser handelt es sich um einen synthetisch hergestellten Stoff, der durch seine gute Hautverträglichkeit punktet.

– Baumwolle

Wie bereits erwähnt, eignet sich Baumwolle als Innenmaterial für Windeln zum Schwimmen besonders gut, da es die empfindliche Haut vom Baby besonders schont.

– Zellstoff

Es gibt auch Windeln zum Schwimmen, deren Innenleben aus Zellstoff besteht. Dieses Material wird für Babys empfohlen, die eine normale Haut, sprich nicht so eine empfindliche Haut, aufweisen.

– Neopren

Neopren verbinden viele zunächst mit einem Taucheranzug, die wenigsten wissen allerdings, dass dieses Material auch bei Schwimmwindeln zum Einsatz kommt. Dies könnte auch daran liegen, dass es in diesem Segment nur eine geringe Auswahl gibt. Wer sich trotzdem für diese Variante entscheidet, sollte noch zusätzlich Stoffwindeln kaufen. Diese sollte dann nämlich darunter gezogen werden. Wichtig ist, dass ihr beim ersten Einsatz genau beobachtet, ob Unverträglichkeiten auftreten, da diese bei Neopren nicht so unüblich sind.

Welche Größen werden bei Schwimmwindeln angeboten?

e nach gewähltem Hersteller gibt es bei Windeln zum Schwimmen im Bereich der Größen leider leicht Abweichungen. Grob könnt ihr euch aber nach folgender Übersicht richten:

Größen S:
– Für Babys mit einem Gewicht von 5 bis 7 Kilogramm
– Alter: 0 bis 6 Monate

Größen M:
– Für Babys mit einem Gewicht von 8 bis 10 Kilogramm
– Alter: 7 bis 12 Monate

Größen L:
– Für Babys mit einem Gewicht von 11 bis 14 Kilogramm
– Alter: 13 bis 24 Monate

Größen XL:
– Für Babys mit einem Gewicht ab 15 Kilogramm
– Alter: ab 25 Monaten

Beim Kauf einer Windel zum Schwimmen solltet ihr darauf achten, dass die Windel vom Baby bequem getragen werden kann, dass das Gummibündchen nicht zu eng ist, aber trotzdem dicht genug, um sie vorm Eindringen von Wasser zu schützen. Stoffwindeln und Einwegwindeln werden in der Regel so konzipiert, dass sich der aufsaugbare Bereich an das Volumen vom verrichteten Geschäft anpasst. Wer hier nicht sicher ist, welche Größen in Frage kommen, sollte zunächst ein Modell mit seitlichen Verschlüssen wählen, da hier die Weite ganz individuell angepasst werden kann.

Wo kann ich Stoffwindeln und Einwegwindeln kaufen?

Erhältlich sind Stoffwindeln und Einwegwindeln in vielen verschiedenen Größen und zwar ganz klassisch vor Ort im Drogeriemarkt, wie zum Beispiel bei Rossmann oder DM, in der Baby-Abteilung. Hier ist die Auswahl in der Regel echt umfangreich. Es besteht aber auch die Möglichkeit Stoffwindeln und Einwegwindeln online zu kaufen. Wer bereits genau weiß welche Schwimmwindel es sein soll, der kann die Windeln natürlich auch online kaufen. Wer in diesem Bereich aber noch keinerlei Erfahrungen hat, sollte sich besser in einer Babyfachmarkt oder Drogeriemarkt begeben, da vor Ort die Größen besser abgeschätzt werden können und man sich bei Fragen direkt an das Personal wenden kann.

Welche Hersteller bieten Windeln fürs Wasser an?

Im Segment Windeln zum Schwimmen gibt es inzwischen viele verschiedene Hersteller. Darunter unter anderem folgende:

– Huggies
Die Firma Huggies bietet hochwertige Einweg-Schwimmwindeln an, die sich unter anderem durch ihr tolles Design auszeichnen. Erhältlich sind die Schwimmwindeln in drei verschiedenen Größen.

– Splash About
Ein weiterer Hersteller in diesem Bereich trägt den Namen Splash About und bietet wieder verwendbare Schwimmwindeln an. Die Stoffwindeln haben den Vorteil, dass ihr sie nach Gebrauch einfach waschen könnt. Zum Angebot gehören sowohl Schwimmwindeln im einfachen unifarbenen Design als auch Modelle mit kindgerechten Aufdruck, wie zum Beispiel mit Blumen oder Segelbooten.

Weitere bekannte Hersteller in diesem Segment sind unter anderem:

– Babydream
– Pampers
– Arena
– Steiff
– Playshoes
– Pampolina

Wie viel kosten Windeln fürs Wasser?

Die Preise für Schwimmwindeln belaufen sich auf durchschnittlich 8 bis 15 Euro. Es gibt natürlich auch Modelle, die weitaus mehr kosten. Je nach Hersteller kann es hier preislich große Unterschiede geben, daher ist es ratsam zu Beginn verschiedene Modellvarianten auszuprobieren, so sollte man schnell raushaben, welche Schwimmwindel Eltern und Baby am besten gefällt und welches Modell zuverlässig verhindert, dass Wasser ins Innere der Windel gelangt. Mehrwegwindeln zum Schwimmen fürs Baby haben im Vergleich zur Einwegwindel, wenn es um die Kosten geht, natürlich einen entscheidenden Vorteil: Sie können wiederverwendet werden und dass schont den Geldbeutel. Eine Packung Einwegwindeln mit 24 Stück kostet im Schnitt um die 12 bis 15 Euro, wobei Stoffwindeln pro Stück im Schnitt auch so viel kosten. Aber der zweiten Packung sind Einweg-Schwimmwindeln demnach teurer.

Fazit - Schwimmwindeln

Einweg- und Stoffwindeln zum Schwimmen sind eine tolle Sache. Sie können beim Ausflug ins Schwimmbad oder beim regelmäßigen Babyschwimmen problemlos zum Einsatz kommen. Für welche Variante ihr euch schlussendlich entscheidet, sprich welche Schwimmwindel die beste ist, kann pauschal leider nicht beantwortet werden. Daher gilt auch hier: Probieren, geht über studieren. Einfach, wie bereits erwähnt, mehrere Modelle testen und schauen welches den Ansprüchen von euch und eurem Baby am besten gerecht wird. Es kann auch hilfreich sein einfach mal im Bekanntenkreis nach Erfahrungen zu fragen, es gibt bestimmt Eltern, die hier eine Empfehlung aussprechen können.

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