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Spielzeugautos

Inhaltsverzeichnis
Kinder lieben die Mobilität und Kinder lieben das Nachahmen. Nichts macht ihnen größere Freude, als ein rollendes Fahrzeug, das sie selbst betätigen können. Doch welche Vorteile bieten Spielzeugautos für die Entwicklung von Babys und Kleinkindern?
Was ist beim Kauf eines Spielzeugautos für Babys und Kleinkinder zu beachten?
Das richtige Fahrzeug für jedes Alter – Fahrzeuge für Kinder bis 3 Jahre.

Warum kleine Kinder die Mobilität so lieben und wie man als Eltern damit umgehen kann

Bis zum Krabbelalter zwischen 6 und 10 Monaten sind Babys stets auf eine Bezugsperson angewiesen, die für ihre Unterhaltung sorgen. Ihre Wünsche äußern sie durch verschiedenartige Laute, bis hin zum Schreien. Wenn sie anfangen zu krabbeln, verändert sich die Welt für Kinder und Eltern gleichermaßen, denn ab sofort muss alles kindersicher gemacht werden. Es gilt schließlich viel zu entdecken und die kindliche Neugierde zu stillen. Denn das ist es, was Kinder lernen lässt: die natürliche Neugierde. Babys und Kleinkinder lernen durch Nachahmen. Das gilt auch für alles, was Rollen hat. Ob dies nun ein Auto aus Holz zum Schieben ist oder ein Bobby Car zum Selberfahren, jedes Kind wird eine Riesenfreude am Bewegen haben.

Zunächst strampelten die Beinchen hilflos in der Luft, dann begannen sie, sich mit Krabbelbewegungen über den Boden zu schieben, stellten sich auf, wurden koordinierter, machten schließlich Schritte. Zunächst unsicher, doch das dauerte nicht lange. Schließlich reicht das Laufen nicht mehr. Die Welt will rollend erfahren werden. Für diese Art der Erfahrung sind Spielzeugautos hilfreich.

Welche Arten von Spielzeugautos es für Babys und Kleinkinder gibt und welche Vorteile sie bieten – Pros und Contras

Schon in kleinen Bilderbüchern erkennen Kinder Fahrzeuge und ahmen irgendwann auch die Sprache nach. Auto kommt dann plötzlich von den kleinen Lippen. Wenn ein Kind ein Auto, in welcher Form auch immer, bekommt, kann es eigene Erfahrungen sammeln, was man mit den rollenden Fahrzeugen alles anstellen kann. Aus der Theorie wird Praxis. Es ist nicht nur ein Heidenspaß, die Räder rollen zu lassen, sondern gehört mit zu einem wichtigen Lernprozess. Das sollten sich Eltern bewusstmachen. Doch gibt es natürlich unterschiedliche Spielzeugautos, die dem jeweiligen Kindesalter angepasst sind.

Beginnen können Eltern bereits im Alter von ca. 7 Monaten mit Spielsachen, die sich bewegen lassen. Alles, was man drehen, schieben, drücken (vorwärts und rückwärts) kann, ist interessant. Schon im Krabbelalter lieben Babys große Autos, Loks, Lastwagen, Roll-Tiere – alles was Räder hat. Mit diesem Funktionsspielzeug üben sie ihre Feinmotorik. Natürlich sollte man sie nicht mit großen Spielzeugmengen überfordern. Es geht nicht um Masse, sondern um Klasse (andernfalls sollten Eltern sich ggf. selbst kontrollieren, ob sie vielleicht in ihrer Kindheit etwas vermisst haben ). Babys und Kleinkinder wollen und sollen lernen und Eltern müssen ihnen Gelegenheiten dazu verschaffen. Doch welche Autos und andere Fahrzeuge sind geeignet, den Nachwuchs mit der Mobilität vertraut zu machen und ihre Feinmotorik zu fördern?

Für einen Spaziergang oder zum Spiel auf dem Hof kommen auch sogenannte Schiebeautos in Frage. Dabei sitzt das Kind sicher in einem Kunststoffsitz, geschützt durch einen Sicherheitsbügel. Mit einem Sicherheitsgurt ausgestattet und die kleinen Füßchen auf Stützen, lassen sie sich mittels Schiebestange von Papa, Mama oder wem auch immer, durch die Gegend schieben. Oftmals können sie dabei auch ein Lenkrad bewegen und wie die Großen fahren (das Lenkrad ist frei beweglich und nicht mit den Reifen verbunden).

Für Kinder, die bereits Laufbewegungen machen (ab ca. 12 Monate, mal später, mal früher) kann auch ein sogenanntes Bobby Car für die Mobilität sorgen. Es ist ein robustes und kippsicheres Fahrzeug, das allerdings nicht ohne Aufsicht benutzt werden sollte. Geht es nämlich bergab, können die kleinen Rennwagen beachtliche Geschwindigkeiten erreichen.

Nicht eigentlich ein Auto, eher ein Roller ist der sogenannte Sitzroller, der eher eine Kombination aus Fahrrad und Roller ist. Das Kind sitzt wie beim Fahrrad auf einem Sattel, bewegt sich mittels schwunghafter Beinbewegungen nach vorne. Dies ist ein gutes Training und eignet sich für Kinder ab 2 Jahren. Diese Fahrzeuge sind klein gebaut, sodass die Verletzungsgefahr gering ist. Sicherheit schafft man mit einem Fahrradhelm und Gelenkschonern. Ein Kind, das ein Laufrad nutzt, sollte sicher laufen und das Gleichgewicht halten können. Die Auge-Hand-Koordination sollte sicher sein, damit es gut lenken kann. Die kleinsten Laufräder (10 Zoll) sind angedacht für eine Schrittlänge von ca. 30 cm.

Ebenfalls ab 2 Jahren können Kinder Dreirad fahren. Es ist die Weiterentwicklung der Koordinationsfähigkeit, da nun das Treten der Kurbel noch dazukommt. Das schult und kräftigt die Beinmuskulatur. Im optimalsten Fall lernen Kinder beides zu fahren – Dreirad und Laufrad. Das eine Fahrzeug schult das Lenken und Treten, das andere fördert das Gleichgewicht. Perfekte Voraussetzungen zum späteren Fahrradfahren.

Für größere Kinder gibt es natürlich auch kleine Spielzeugautos aus Metall oder Kunststoff. Doch nehmen sie nicht mehr alles in den Mund, daher sind sie ungefährlich. Kleinkinder jedoch sollten damit nicht bedacht werden (Erstickungsgefahr). Auch Fernlenkautos sind noch ungeeignet, selbst wenn die Kleinen fasziniert sind. Vielleicht spielt damit besser Papa und die Kleinen versuchen hinterherzulaufen und das Auto zu erwischen.

Große Funktionsspielzeuge aus Metall oder Kunststoff kommen erst ab 3 Jahre in Frage. Diese können sein Bagger, Traktoren, LKW’s usw. Der Spielzeughandel lässt sich dazu Zahlreiches einfallen. Kinder sitzen dabei auf einem Kunststoffsitz und treiben das Fahrzeug mittels Pedalen an. Je nach Funktion betätigen sie dabei Hebel, drücken Schalter oder drehen Kurbeln. Sie sind vor allem auf dem Spielplatz oder im Garten beliebt.

Pro
Förderung des Sicherheitsbewusstseins, auch für den späteren Straßenverkehr.
Kinder lernen mit Regeln umzugehen. Rücksichtnahme wird gefördert.
Fördert die kindliche Motorik und die Ausbildung von Muskelgruppen. Bewegt wird oft der ganze kleine Körper.
Förderung der Koordinationsfähigkeit: Auge-Hand-Koordination, Einschätzung der eigenen Reaktionsschnelligkeit.
Aufgrund der Vielzahl von Spielzeugautos sind sie in verschiedenen Preislagen erhältlich und daher für jedes Budget geeignet.
Contra
Abnutzung des Schuhwerks bei sogenannten Bobby Cars. Daher sollte man ihm nicht unbedingt die besten Schuhe anziehen.
Mit dem Laufroller könnten Kinder umkippen und sich verletzen. Daher ist das Tragen eines Fahrradhelmes und ggf. Gelenkschoners angebracht.
Kinder müssen immer beaufsichtigt werden. Vor allem, wenn sie draußen fahren. Das erfordert Zeit.
Viele Kunststoffspielzeuge enthalten noch immer krankmachende Weichmacher. Daher ist auf Schadstoff geprüfte Qualität zu achten.
Bei billigen Fahrzeugen könnten sich Kleinteile lösen, die Kindern gern mal verschlucken.

Was beim Kauf von Spielzeugautos zu beachten ist

  • Materialien sollten schadstofffrei sein (das beinhaltet auch Krebs erregende Weichmacher, die in den vergangenen Jahren den Ruf von Baby- und Kinderspielzeug schädigten).
  • Die Verarbeitung sollte stabil sein und einiges an Belastung aushalten. Kleine Kinder sind nicht zimperlich.
  • Daher sollten Eltern auf sicherheitsgeprüftes Spielzeug mit dem entsprechenden Prüfzeichen achten, z. B. TÜV/GS-Prüfzeichen. Auch die Stiftung Warentest nimmt immer wieder Kinderspielzeug unter die Lupe und sortiert gnadenlos aus.
  • Kinder bis 3 Jahre nehmen Dinge gern in den Mund (dies tun sie bereits ab einem Alter von drei Monaten unglaublich gern). Das ist eine Entwicklungsphase und zeigt, dass Babys sich nun schon gezielter bewegen können. Schon bei der Geburt wird klar, dass das Tasten und Suchen zuerst mit dem Mund vonstattengeht. Daher wird ab dem dritten Lebensmonat alles ausgiebig angenuckelt, abgeschleckt und zerkaut. Der orale Tastsinn ist im Babyalter weitaus besser entwickelt, als der Sehsinn (der Blick wird erst später viel klarer). Die sensiblen Nerven der Zunge, der Lippen, des Gaumens und der Mundhöhle im Allgemeinen helfen dem kleinen Racker beim Ertasten von Konsistenz, Beschaffenheit und Geschmack. Auch fördert das An-den-Mund-führen die Auge-Hand-Koordination. Was zu Beginn ein Greifen mit Daumen und Handfläche ist, wird ab ca. dem 9. Lebensmonat bereits zur gut koordinierten Bewegung. Denn nun nehmen sie alle Gegenstände mit Daumen und Zeigefinger (der sogenannte Pinzettengriff). Aber noch immer wird alles zum Mund geführt, nun eben im Pinzettengriff. Diese Entwicklungsphase sollte beim Kauf von Spielzeugautos jeglicher Art Berücksichtigung finden. Fahrzeuge sollten daher groß und klobig sein. Verschluckbare Kleinteile, die für Luftnot und Ersticken verantwortlich sein könnten, dürfen nicht vorhanden sein.
  • Für den Anfang eignen sich Fahrzeuge zum Aufheben und ausgiebigen Bekauen. Sie können aus Gummi beschaffen sein oder Weichplastik. Stoffautos kommen ebenfalls in Frage. Holz ist noch zu hart, denn bei ihren unkoordinierten Bewegungen könnten Babys und Kleinstkinder sich damit verletzen. Fahren müssen diese Fahrzeuge noch nicht.
  • Für Kinder im Krabbelalter sollten Fahrzeuge groß sein. Sie müssen sich lediglich schieben lassen.
  • Kinder, die bereits Anstalten machen, das Laufen zu lernen, kann man mit einem Rutschauto oder Bobby Car beglücken. Dabei sollte die Körpergröße eines Kindes berücksichtigt werden, denn es muss mit beiden Füßen den Boden erreichen können.
  • Kleine Kinder sollten nicht unbeaufsichtigt fahren.

Die Materialien von Spielzeugautos

Als es noch keine speziellen Kinderfahrzeuge gab, bauten sie die Kinder oder Väter selbst, und zwar aus Holz. Nicht ganz so geschickte Handwerker bekamen vielleicht ein Modell zustande, doch die Sicherheit stand dabei nicht im Vordergrund – Hauptsache das Fahrzeug rollte. Doch häufig sorgten Holzsplitter für mehr oder weniger schwere Verletzungen und zahlreiche Tränen. Heute bietet der Handel eine Vielzahl von Fahrzeugen für Babys und Kleinkinder in vielen Materialien. Zur Wahl stehen für die Kleinsten Stoff, Gummi, Kunststoff und Holz. Weitere Materialien kommen nicht in Frage. Einige Hersteller versuchten es schon mit Teilen aus Kork, doch die kleinen Nagezähnchen kauen alles klein, was nicht niet- und nagelfest ist. Bereits Babys können auf Stoffautos herumkauen. Sie sind ganz einfach in der Waschmaschine zu waschen und daher hygienisch. Doch die Kleinen begnügen sich nicht lange damit und wollen bald mehr (vor allem, wenn sie bei den größeren Geschwistern die tollsten Sachen sehen). Nun muss handfeste Mobilität her, in Form von Gummi, Holz oder Kunststoff. Holzautos müssen nicht lackiert sein. Doch spielt der Hygienefaktor eine Rolle. Lackierte Fahrzeuge können besser gereinigt werden (notfalls kann man sie auch mit Seifenwasser abwaschen). Kunststoff ist sowieso leicht zu reinigen. Doch darf dieser nicht brüchig werden und sollte größere Belastungen aushalten. Denn der große Windelpopo nimmt gern mal Platz. Gebrochener Kunststoff kann daher für Schnittwunden bei neugierigen Fingerchen sorgen. Fahrzeuge aus Gummi eignen sich vor allem für Babys im Krabbelalter, die gern noch alles in den Mund nehmen. Oft erleichtern Gummispielzeuge das Zahnen, denn das Beißen hilft beim Durchbrechen der Zähne durch das Zahnfleisch.

Eltern sollten sich vor der Anschaffung über die möglichen Modelle kundig machen. Beim ersten Kind ist das manchmal nicht ganz leicht, denn oft lernen auch Eltern erst aus leidvollen Erfahrungen und wissen es beim zweiten Kind besser. Es hilft in jedem Fall, sich mit anderen Eltern auszutauschen, die schon Kinder haben. Sie wissen genauestens Bescheid und sicher gern behilflich.

Fazit

Sicherlich gibt es Erwachsene, die der Meinung sind, Spielzeugautos sind vollkommen unnötig und stellen eine unsinnige Geldausgabe dar. Schließlich haben Kinder zwei Beine und es reicht, wenn sie das Fahrradfahren lernen und später den Führerschein machen. Doch gerade Spielzeugautos, die bereits im Kinderbuch angeschaut wurden, bringen erste mentale und psychische Erfahrungen. Die Neugier wird geweckt. Weitere physische Erfahrungen mit Schiebefahrzeugen, Bobby Cars, Roller und Dreirädern fördern den kindlichen Bewegungsdrang und die natürliche Neugier. Außerdem sorgen sie für Sicherheit und sind eine gute Voraussetzung für das Fahrradfahren. Schon früh wird Kindern bewusst, dass gewisse Regeln einzuhalten sind und dass man nicht einfach drauflosfahren kann.

Kinder lieben alles, was sich bewegt. Keine Frage! Doch sollte bei der Anschaffung eines Fahrzeugs immer der Entwicklungsstand berücksichtigt werden. Überfordert man Kinder, wird aus Liebe und Freude schnell Abneigung, weil die Angst wächst (das weiß jeder aus eigener Erfahrung). Daher sollten stets die Wünsche und Fähigkeiten des Kindes im Vordergrund stehen. Eltern sind dafür verantwortlich, ihre Kinder zu fördern und ans Leben heranzuführen, mit all seinen Möglichkeiten. Dieser Verantwortung sollten sie sich bewusst sein, denn Kinder sind nicht einfach nur kleine Erwachsene. Sie lernen aus dem, was Eltern und Erzieher (in Kindergarten usw.) ihnen sagen, erzählen, vormachen und suggerieren. Das erste Spielzeugauto ist daher noch nicht plastisch, sondern in einem kleinen Bilderbuch zu finden. Ob dies ein Traktor, Bagger, LKW oder Kleinwagen ist, bleibt zweitrangig. Im Vordergrund steht immer die Freude.

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