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U1 Untersuchung: Was Eltern in den ersten 24 Stunden wissen müssen

Nadine Scheiner
03 Mar 2026
10 Min.
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Die U1 Untersuchung ist die allererste Vorsorgeuntersuchung für euer Neugeborenes und findet direkt nach der Geburt statt. Diese erste wichtige Kontrolle überprüft die lebenswichtigen Funktionen eures Babys und startet eine Reihe von insgesamt 10 Vorsorgeuntersuchungen im Kindesalter. Dabei wird euer Kind gründlich untersucht – mit dem APGAR-Test nach einer, fünf und zehn Minuten nach der Geburt und der Kontrolle von Herzschlag, Atmung und Reflexen.

Hier erfahrt ihr alles zum Ablauf der U1 Untersuchung und was dabei genau passiert. Wir erklären euch, wann die Untersuchung stattfindet, wer sie durchführt und warum Ärzte oder Hebammen bestimmte Tests machen. Außerdem zeigen wir, warum die Vitamin-K-Gabe so wichtig ist, um gefährlichen Blutungen vorzubeugen. Die U1 Untersuchung dauert nur wenige Minuten, aber sie ist entscheidend – sie prüft, ob sich euer Kind erfolgreich an das Leben außerhalb des Mutterleibs anpassen kann.

Was ist die U1-Untersuchung?

Die U1-Untersuchung ist die allererste medizinische Kontrolle für euer Neugeborenes. Diese wichtige Erstuntersuchung startet eine Reihe von insgesamt 10 Vorsorgeuntersuchungen, die euer Kind durch seine Entwicklung begleiten.

Ziel und Bedeutung der U1

Die U1-Untersuchung prüft den Gesundheitszustand eures Babys direkt nach der Geburt. Dabei kontrollieren Ärzte oder Hebammen, ob alle lebenswichtigen Funktionen richtig arbeiten.

Hauptziel: Frühzeitige Erkennung von lebensbedrohlichen Zuständen und behandlungsbedürftigen Erkrankungen. Euer Baby wird auf diese wichtigen Bereiche untersucht:

  • Atmung und Herzkreislauf-Funktionen
  • Hautfarbe und Allgemeinzustand
  • Reflexe und Muskelspannung
  • Äußere Fehlbildungen
  • Reifezeichen des Neugeborenen

Zusätzlich messen die Fachkräfte Körpergröße, Gewicht und Kopfumfang eures Babys. Diese ersten Werte sind wichtig für alle späteren Entwicklungskontrollen.

Besonders wichtig: Der APGAR-Score bewertet den Zustand eures Neugeborenen mit einem Punktesystem. Diese Bewertung erfolgt nach 1, 5 und 10 Minuten und prüft Atmung, Herzschlag, Bewegungen, Reflexe und Hautfarbe. Die meisten Babys erreichen mindestens 7 Punkte.

Die Blutentnahme aus der Nabelschnur bestimmt den pH-Wert und zeigt, ob während der Geburt Sauerstoffmangel aufgetreten ist. Niedrige Werte können auf mögliche Probleme hinweisen.

Warum sie sofort nach der Geburt stattfindet

Die Geburt ist für euer Baby ein großes Ereignis. Nach der Geburt muss sich euer Neugeborenes schnell an das Leben außerhalb des Mutterleibs gewöhnen – selbstständig atmen und ohne die mütterliche Versorgung zurechtkommen.

Die U1-Untersuchung findet deshalb direkt im Kreißsaal statt. Die ersten Minuten sind entscheidend, um bei Problemen sofort helfen zu können.

Die gesamte U1-Untersuchung dauert maximal 10 Minuten. Ärzte oder Hebammen prüfen schnell, ob euer Kind die Geburt gut überstanden hat. Falls euer Baby Hilfe braucht, bekommt es diese sofort.

Hebammen, Geburtshelfer und Kinderärzte arbeiten bei der U1-Untersuchung zusammen. Bei Bedarf wird jederzeit ein Kinderarzt dazugeholt.

Die U1-Untersuchung ist der Start für alle weiteren Vorsorgen. Alle Ergebnisse werden im “Gelben Heft” festgehalten – eurem Begleiter durch alle kommenden Untersuchungen.

Wann findet die U1 statt und wer führt sie durch?

Direkt nach der Geburt beginnt die erste medizinische Untersuchung eures Babys. Die U1-Untersuchung startet eine wichtige Reihe von Vorsorgeuntersuchungen, die euer Kind durch die ersten Lebensjahre begleiten.

Zeitpunkt der U1-Untersuchung

Die U1-Untersuchung findet unmittelbar nach der Geburt statt. Genauer gesagt: innerhalb der ersten 30 Minuten nach der Entbindung. Dieser frühe Zeitpunkt hat einen wichtigen Grund – euer Baby muss sich an das Leben außerhalb des Mutterleibs anpassen.

Die Untersuchung wird direkt im Kreißsaal durchgeführt, während ihr euch noch von der Geburt erholt. Durch diesen frühen Zeitpunkt können behandlungsbedürftige Zustände sofort erkannt werden. Falls euer Neugeborenes medizinische Unterstützung braucht, können notwendige Maßnahmen ohne Verzögerung eingeleitet werden.

Die zeitnahe Durchführung ermöglicht eine erste Beurteilung, wie gut sich euer Baby an das Leben außerhalb des Mutterleibs anpassen kann. Der Übergang aus der geschützten Umgebung im Mutterleib stellt eine große Herausforderung dar – plötzlich muss es selbständig atmen, seinen Kreislauf und seine Körpertemperatur regulieren.

Rolle von Ärztinnen/Ärzten und Hebammen

Bei der U1-Untersuchung arbeiten verschiedene medizinische Fachkräfte zusammen. Die Untersuchung wird in der Regel von Ärztinnen/Ärzten durchgeführt, wobei auch Hebammen eine wichtige Rolle spielen. Je nach Geburtsort können unterschiedliche Konstellationen auftreten.

Klinik: Die U1-Untersuchung wird üblicherweise durch den diensthabenden Arzt oder die diensthabende Ärztin gemeinsam mit der Hebamme durchgeführt.

Außerklinische Geburt: Bei einer Geburt im Geburtshaus oder bei einer Hausgeburt übernimmt meist die betreuende Hebamme die erste Untersuchung. Bei komplexeren Situationen wird jederzeit ein Kinderarzt hinzugezogen.

Die Hebamme übernimmt bei der U1-Untersuchung zentrale Aufgaben. Sie unterstützt bei der medizinischen Beurteilung und führt praktische Aufgaben wie Wiegen und Messen des Babys durch. Oft dokumentiert die Hebamme auch Körperlänge und Kopfumfang des Neugeborenen.

Die ärztliche Komponente fokussiert sich auf die medizinische Einschätzung des Gesundheitszustands. Dabei werden lebenswichtige Funktionen überprüft und der allgemeine körperliche Zustand beurteilt. Besonders wichtig: die Kontrolle von Atmung, Herzschlag und Hautfarbe als Teil des APGAR-Tests, der fünf und zehn Minuten nach der Geburt durchgeführt wird.

Die Zusammenarbeit zwischen Hebammen und Ärztinnen/Ärzten geht über die reine körperliche Untersuchung hinaus. Beide Berufsgruppen können den Eltern durch ihre Untersuchung auch zeigen, wie sie später selbst mit ihrem Kind umgehen können.

Nach der U1-Untersuchung werden alle Ergebnisse im “Gelben Heft” dokumentiert. Dieses wichtige Dokument begleitet euer Kind durch die gesamte Kindheit und dient als zentrale Informationsquelle für alle folgenden Vorsorgeuntersuchungen.

Ablauf der U1-Untersuchung im Detail

Die erste Untersuchung eures Neugeborenen umfasst mehrere wichtige Schritte. Ärzte oder Hebammen führen diese Kontrolle durch, um sicherzustellen, dass euer Baby den Start ins Leben gut meistert.

APGAR-Score: Was wird bewertet?

Der APGAR-Test überprüft fünf wichtige Funktionen eures Babys:

  • Atmung: Wie atmet euer Baby?
  • Puls: Herzschlag-Geschwindigkeit und Regelmäßigkeit
  • Grundtonus: Muskelspannung
  • Aussehen: Hautfarbe
  • Reflexe: Reaktion auf Reize

Jedes Kriterium bekommt 0 bis 2 Punkte. Der Test findet dreimal statt: nach 1, 5 und 10 Minuten. Die meisten Neugeborenen erreichen 9/10/10 Punkte. Oft gibt es beim ersten Test einen Punkt Abzug für die noch bläuliche Hautfarbe.

Bewertung der Punkte:

  • 8-10 Punkte: Eurem Kind geht es gut
  • 5-7 Punkte: Leichte Anpassungsschwierigkeiten möglich
  • Unter 5 Punkte: Medizinische Versorgung nötig
  • Unter 4 Punkte: Sofortmaßnahmen erforderlich

pH-Wert aus der Nabelschnur

Zur Kontrolle der Sauerstoffversorgung während der Geburt entnimmt der Arzt Blut aus der Nabelschnurarterie. Dieser pH-Wert zeigt den Säuregehalt des Blutes.

Bewertung:

  • Über 7,2: Normal
  • Unter 7,2: Übersäuerung möglich
  • Unter 7,1: Schwere Übersäuerung
  • Unter 7,0: Sauerstoffmangel während der Geburt

Bei Werten unter 7,15 folgt nach 30 Minuten eine Kontrolluntersuchung.

Körperliche Untersuchung

Der Arzt oder die Hebamme untersucht euer Baby von Kopf bis Fuß:

  • Kopf, Fontanellen, Augen, Mund
  • Herz und Lunge durch Abhören
  • Bauch, Nabel, Genitalien
  • Arme, Beine, Finger, Zehen

Dabei wird geprüft, ob alle Körperöffnungen richtig angelegt sind. Mögliche Geburtsverletzungen wie Schlüsselbeinbruch oder Kopf-Hämatome werden erkannt.

Verschlucktes Fruchtwasser wird mit einem dünnen Katheter abgesaugt. Gleichzeitig kontrolliert der Arzt, ob Nase und Speiseröhre frei sind.

Messen und Wiegen

Zum Abschluss werden drei wichtige Werte erfasst:

  • Körpergewicht
  • Körperlänge
  • Kopfumfang

Diese Werte dienen als Ausgangspunkt für alle weiteren Vorsorgeuntersuchungen. Bei starken Abweichungen werden zusätzliche Kontrollen wie Blutzuckermessungen gemacht.

Die gesamte U1-Untersuchung dauert maximal 10 Minuten. Alle Ergebnisse werden im “Gelben Heft” dokumentiert, das euch durch die kommenden Vorsorgeuntersuchungen begleitet.

Vitamin-K-Gabe: Warum sie so wichtig ist!

Nach der U1 Untersuchung folgt ein wichtiger Schritt – die Vitamin-K-Gabe. Diese Prophylaxe schützt euer Baby vor gefährlichen Blutungen in den ersten Lebenswochen!

Funktion von Vitamin K im Körper

Vitamin K ist lebenswichtig für euer Baby. Es reguliert die Blutgerinnung und hilft bei der Bildung von Gerinnungsfaktoren wie Prothrombin. Ohne diese Faktoren können selbst kleine Verletzungen zu gefährlichen Blutungen führen.

Vitamin K unterstützt außerdem:

  • Mineralisierung der Knochen
  • Gesunde Zähne und Gefäße
  • Herzfunktion

Neugeborene kommen mit sehr geringen Vitamin-K-Speichern zur Welt. Das hat mehrere Gründe:

  • Vitamin K passiert die Plazentaschranke nur schwer
  • Muttermilch enthält wenig Vitamin K
  • Die Darmbakterien-Synthese funktioniert beim Säugling noch nicht

Wie und wann es verabreicht wird

Euer Baby erhält dreimal 2 mg Vitamin K als Tropfen direkt in den Mund:

  • Dosis: Direkt nach der Geburt bei der U1
  • Dosis: Zwischen 3. und 10. Lebenstag bei der U2
  • Dosis: In der 4. bis 5. Lebenswoche bei der U3

Die Tropfen werden idealerweise nach dem ersten Stillen gegeben – so werden sie mit dem Fett der Muttermilch besser aufgenommen.

Diese Prophylaxe wirkt! Ohne Vitamin-K-Gabe liegt das Risiko für gesundheitliche Schäden bei 4-10 von 100.000 gestillten Babys. Mit der Gabe sinkt es auf nur 0,4 pro 100.000 Geburten.

Die Vitamin-K-Gabe ist keine Pflicht, aber eindeutig empfehlenswert. Ihr entscheidet als Eltern!

Besonderheiten bei Frühgeborenen

Frühgeborene unter 1.500 Gramm erhalten eine intramuskuläre Injektion statt der Tropfen. Das gewährleistet bessere Aufnahme und Wirksamkeit.

Gleiches gilt bei:

  • Schlechtem Allgemeinzustand des Babys
  • Verdacht auf Resorptionsstörungen
  • Zweifeln an der dreimaligen oralen Gabe

Die Injektion enthält dann 1 mg Vitamin K.

Frühere Bedenken zu Leukämie-Risiken durch Vitamin-K-Injektionen konnten wissenschaftlich nicht bestätigt werden.

Vitamin-K-Mangel kann schwerwiegende Folgen haben: Hirnblutungen, Magen-Darm-Blutungen oder Hautblutungen. Besonders gestillte Kinder sind gefährdet.

Die Vitamin-K-Gabe schützt euer Neugeborenes in den ersten Lebenswochen!

Was ihr zur U1 mitbringen und beachten solltet

Als frischgebackene Eltern wollt ihr bestens auf die erste Untersuchung eures Babys vorbereitet sein. Die U1-Untersuchung findet zwar direkt nach der Geburt statt, aber ein paar wichtige Dinge solltet ihr trotzdem beachten.

Wichtige Unterlagen: Mutterpass, Gesundheitskarte

Für die U1-Untersuchung braucht ihr diese Dokumente:

  • Den Mutterpass mit allen medizinischen Informationen aus der Schwangerschaft
  • Die Gesundheitskarte (Krankenversicherungskarte) der Eltern

Bringt diese Unterlagen bereits zur Geburt mit, damit sie für die U1 bereitstehen. Nach der Untersuchung bekommt ihr das “Gelbe Kinderuntersuchungsheft” – euer wichtigstes Dokument für die kommenden Jahre!

Das Gelbe Heft dokumentiert alle Untersuchungsergebnisse von der U1 bis zur U9. Hier werden sämtliche Entwicklungsschritte und Ergebnisse eures Kindes festgehalten. Praktisch ist die herausnehmbare Teilnahmekarte – damit könnt ihr gegenüber Kindergärten die regelmäßige Teilnahme an den U-Untersuchungen nachweisen, ohne vertrauliche Informationen preiszugeben.

Falls ihr das Gelbe Heft verliert, kann es in der Kinderarztpraxis neu ausgestellt werden. Alle Angaben bleiben selbstverständlich vertraulich.

Fragen notieren und stellen

Die erste Untersuchung ist eine gute Gelegenheit für eure Fragen! Das Gelbe Heft bietet sogar Platz zum Notieren eurer Fragen.

Überlegt euch schon vor der Geburt, was ihr wissen möchtet:

  • Nabelschnurpflege
  • Ausscheidungen: Was ist normal?
  • Schlafgewohnheiten
  • Hautpflege beim Neugeborenen

Scheut euch nicht zu fragen – Ärzte und Hebammen sind da, um euch zu unterstützen!

Stillberatung und erste Ernährungstipps

Bei der U1-Untersuchung bekommt ihr fachkundige Beratung zur Ernährung eures Kindes – sowohl zum Stillen als auch zu anderen Ernährungsformen. Besonders für Erstgebärende ist das wertvoll, da Stillen nicht immer sofort klappt.

Nutzt die U1-Untersuchung für eine erste Stillberatung. Die Fachleute geben euch wertvolle Tipps für die ersten Stillversuche und worauf ihr achten solltet.

Denkt daran: Bei Stillproblemen könnt ihr jederzeit professionelle Hilfe bekommen. Zögert nicht, dieses Angebot anzunehmen!

Bei der U1 wird euch auch die erste Vitamin-K-Gabe angeboten. Ihr werdet vorher informiert und entscheidet selbst. Die Vitamin-K-Gabe ist empfohlen, aber keine Pflicht.

Wichtig: Die Früherkennungsuntersuchungen sind kostenlos, wenn ihr die Zeitspannen einhaltet. Bei Terminschwierigkeiten fragt vorher bei eurer Krankenkasse nach!

Was passiert nach der U1?

Nach der ersten Untersuchung eures Babys beginnt eine Reihe weiterer wichtiger Vorsorgeuntersuchungen. Die U1 ist nur der Start – weitere Kontrollen folgen in den nächsten Wochen und Monaten.

U2 und weitere Screenings

Die U2-Untersuchung steht zwischen dem 3. und 10. Lebenstag an. Falls ihr schon zu Hause seid, findet sie beim Kinderarzt statt. Euer Baby wird erneut auf Fehlbildungen oder Geburtsverletzungen untersucht und bekommt die zweite Vitamin-K-Dosis.

Bei der U2 werden auch wichtige Screenings durchgeführt:

  • Erweitertes Neugeborenen-Screening: Zwischen der 36. und 72. Lebensstunde werden einige Blutstropfen aus der Ferse entnommen. So lassen sich Stoffwechselstörungen, Hormonerkrankungen und Immundefekte früh erkennen.
  • Mukoviszidose-Screening: Läuft meist parallel zum erweiterten Screening.
  • Hörscreening: Schmerzfreie Schallmessung im Gehörgang.
  • Pulsoxymetrie-Screening: Prüft den Sauerstoffgehalt im Blut auf schwere Herzfehler.

Die U3 folgt zwischen der 4. und 5. Lebenswoche. Am besten vereinbart ihr schon bei der Entlassung einen Termin.

Das Gelbe Heft – euer Begleiter

Nach der Geburt erhaltet ihr das Kinderuntersuchungsheft, das “Gelbe Heft”. In der Klinik bekommt ihr es meist direkt, bei Hausgeburten von der Hebamme.

Das Gelbe Heft dokumentiert:

  • Alle U-Untersuchungen von U1 bis U9
  • Genaue Termine und Ergebnisse der Untersuchungen
  • Ab Januar 2026 auch zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen

Die herausnehmbare Teilnahmekarte ist besonders praktisch – damit könnt ihr die Teilnahme an U-Untersuchungen nachweisen, ohne vertrauliche Details preiszugeben. Kindergärten verlangen diese Karte oft.

Bewahrt das Gelbe Heft mindestens bis zur Volljährigkeit eures Kindes auf.

Wann ihr sofort zum Arzt solltet

Zwischen den U-Untersuchungen gibt es Warnsignale, die sofortiges Handeln erfordern. Bei auffälligen Screening-Ergebnissen werdet ihr innerhalb von 72 Stunden benachrichtigt. Dann sind weitere Untersuchungen nötig.

Sucht sofort ärztliche Hilfe bei:

  • Auffällig blasser Stuhlfarbe – kann auf Gallenwegsfehlbildungen hindeuten
  • Starker Gelbfärbung der Haut – möglicherweise behandlungsbedürftige Gelbsucht
  • Ungewöhnlich viel Schreien ohne ersichtlichen Grund

Die regelmäßige Teilnahme an allen U-Untersuchungen ist wichtig! Manche Erkrankungen lassen sich nur in bestimmten Zeitfenstern erfolgreich behandeln. Die Kosten übernehmen die Krankenkassen, solange ihr die Termine einhaltet.

Fazit

Die U1 Untersuchung ist der wichtige Start für die Gesundheitsvorsorge eures Babys. Diese erste Kontrolle direkt nach der Geburt stellt sicher, dass euer Neugeborenes den Übergang ins Leben außerhalb des Mutterleibs gut geschafft hat. Dabei werden mögliche Probleme sofort erkannt und behandelt.

Mit dem APGAR-Test, der Nabelschnur-Blutentnahme und der körperlichen Untersuchung erhaltet ihr wichtige erste Informationen über euer Baby. Die Vitamin-K-Gabe schützt zusätzlich vor gefährlichen Blutungen in den ersten Lebenswochen.

Das “Gelbe Heft” bekommt ihr nach der U1 und begleitet euch durch alle weiteren Vorsorgeuntersuchungen. Bewahrt es gut auf und bringt es zu jedem Arzttermin mit!

Nach der U1 folgt die U2 zwischen dem 3. und 10. Lebenstag, dann die U3 in der 4. bis 5. Lebenswoche. Diese regelmäßigen Kontrollen überwachen die Entwicklung eures Kindes.

Falls ihr zwischen den Terminen Auffälligkeiten bemerkt, sucht sofort ärztlichen Rat. Ungewöhnliche Hautfarbe, starkes Schreien oder andere Besonderheiten sind immer ein Grund für einen Arztbesuch.

Die U1 Untersuchung ist ein bewährter und sicherer Start für euer Baby. Wir wünschen euch alles Gute für diese aufregende Zeit!

FAQs

Q1. Was wird bei der U1-Untersuchung alles überprüft? Bei der U1-Untersuchung werden der Allgemeinzustand des Neugeborenen mittels APGAR-Score, die Atmung, der Herzschlag, die Hautfarbe, der Muskeltonus und die Reflexe überprüft. Zudem werden Gewicht, Körpergröße und Kopfumfang gemessen sowie eine Blutprobe aus der Nabelschnur zur Bestimmung des Sauerstoffgehalts entnommen.

Q2. Wie lange dauert die U1-Untersuchung in der Regel? Die U1-Untersuchung dauert in der Regel nicht länger als zehn Minuten. In dieser kurzen Zeit werden alle wichtigen Vitalfunktionen und der allgemeine Gesundheitszustand des Neugeborenen überprüft.

Q3. Ist die U1-Untersuchung verpflichtend? Die U1-Untersuchung ist nicht gesetzlich verpflichtend, wird aber dringend empfohlen. Sie ist ein wichtiger erster Schritt zur Sicherstellung der Gesundheit des Neugeborenen und wird von den Krankenkassen übernommen.

Q4. Wann findet die U1-Untersuchung statt? Die U1-Untersuchung findet unmittelbar nach der Geburt statt, in der Regel innerhalb der ersten 30 Minuten nach der Entbindung. Sie wird direkt im Kreißsaal oder im Geburtszimmer durchgeführt.

Q5. Wer führt die U1-Untersuchung durch? Die U1-Untersuchung wird in der Regel von einem Arzt oder einer Ärztin durchgeführt, oft in Zusammenarbeit mit einer Hebamme. Bei einer Hausgeburt oder in einem Geburtshaus kann die Untersuchung auch von der betreuenden Hebamme vorgenommen werden.

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