Bei der Wahl des passenden Kinderkontos gibt es einige wichtige Punkte zu beachten. Wir haben die entscheidenden Kriterien für euch zusammengestellt, damit ihr das beste Angebot für euer Kind findet.
Kosten und Gebühren
Die meisten Banken bieten Kinderkonten kostenfrei an – ohne Grundgebühr für das Konto und die Bankkarte. Ein kostenfreies Girokonto sollte daher Standard sein. Achtet aber auf versteckte Kosten:
- Gebühren für Bargeldabhebungen
- Kosten für Überweisungen oder Daueraufträge
- Gebühren ab der Volljährigkeit
Die Altersgrenzen für kostenlose Kontoführung variieren: Manche Banken bieten diese bis 18 Jahre, andere wie die norisbank sogar bis 21 Jahre.
Zusätzlich prüft, ob das Kinderkonto verzinst wird. Die Sparkasse verzinst beispielsweise Kinderkonten ab dem ersten Euro bis zu einem bestimmten Maximalbetrag. Die DKB ermöglicht direkt bei der Kontoeröffnung ein kostenloses Tagesgeld mit attraktiven Zinsen.
Verfügbarkeit von Geldautomaten
Kostenloser Zugang zu Bargeld ist entscheidend. Die Angebote unterscheiden sich deutlich:
Sparkasse: 20.000 Geldautomaten deutschlandweit Volksbanken: 17.000 Automaten im BankCard ServiceNetz
Cash Group: 5.000 Geldautomaten (Deutsche Bank, Postbank, HypoVereinsbank, Commerzbank)
Viele Banken bieten zusätzlich kostenloses Abheben beim Einkauf an. Die norisbank ermöglicht dies an über 22.000 Standorten bei Rewe, Aldi und Lidl. Auch die Commerzbank bietet ähnliche Services.
Online-Banking und App-Funktionen
Moderne Banking-Apps werden für Kinder immer wichtiger. Die Zugangsmöglichkeiten variieren je nach Alter:
0-9 Jahre: Online-Banking meist nur durch Eltern (z.B. Sparda-Bank Berlin) Ab 12 Jahren: Oft eigener Zugang möglich DKB: Eltern können alle Aktivitäten im eigenen Banking einsehen und kontrollieren
Wichtige App-Funktionen für Kinderkonten:
- Push-Mitteilungen bei Kontobewegungen
- Sofortige Kartensperrung bei Verlust
- Ausgabenübersicht
- Biometrischer Login
Filialen vor Ort
Für die Kontoeröffnung ist oft ein Filialbesuch nötig, da persönliche Identifikation erforderlich ist. Direktbanken bieten zwar Online-Eröffnung, aber Bargeldeinzahlungen können schwieriger werden – wichtig für Taschengeld und Geldgeschenke.
Unser Tipp: Wählt am besten dieselbe Bank wie ihr selbst. Dadurch entfällt oft die erneute Authentifizierung und ihr könnt euer Kind besser beim Online-Banking unterstützen.
Vergleicht mindestens drei Angebote verschiedener Banken, bevor ihr euch entscheidet. Achtet dabei besonders auf kostenlose Kontoführung, guten Bargeld-Zugang und altersgerechte Kontrollfunktionen.